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Projekt Familiennetzwerk: Jugenddezernat: Familiennetzwerk hilft jungen Eltern

Das Baby will nicht schlafen, schreit die ganze Zeit und hat keinen Appetit: Junge Eltern sind mit der neuen Lebenssituation oft überfordert. Hier setzt das Projekt Familiennetzwerk an und hilft, sich aneinander zu gewöhnen.
Viele junge Eltern denken, sie machen etwas falsch. Foto: Jan Woitas/Archiv- und Symbolbild Viele junge Eltern denken, sie machen etwas falsch. Foto: Jan Woitas/Archiv- und Symbolbild
Frankfurt. 

Über Post von Jugenddezernentin Daniela Birkenfeld (CDU) werden sich Eltern von Neugeborenen in den Stadtteilen Frankfurter Berg, Fechenheim-Nord und Oberrad in den nächsten Tagen wundern. Sicher fragt sich der ein oder andere, was sie will. Ganz einfach: Sie gratuliert einerseits zur Geburt des Kindes, andererseits den jungen Familien das Projekt Familiennetzwerk ans Herz legen, das drei Familienbildungsstätten und der Deutsche Kinderschutzbund in Kooperation mit der Stadt realisiert haben.

Das Angebot soll die Familien in ihrer neuen Lebenssituation entlasten und mit gutem Rat zur Seite stehen. Die Familienbildungsstätten bieten jeweils in einem der beteiligten Stadtteile einen Familientreff an und schicken ehrenamtliche Begrüßungspatinnen zu Willkommensbesuchen – natürlich nur, wenn die jungen Eltern damit einverstanden sind.

Angebot bekannter machen

„Familien brauchen von der Geburt ihrer Kinder an Unterstützung, damit sie den Alltag gut bewältigen und sich die Kleinen positiv entwickeln können“, ist Birkenfeld überzeugt. Allerdings kennen die meisten das vielfältige Angebot in Frankfurt für Familien überhaupt nicht. Und das soll sich ändern. Die Stadträtin setzt deshalb auf mehr Öffentlichkeit und Werbung: Eltern sollen frühzeitig angesprochen und an die Angebote im Stadtteil herangeführt werden. Quartalsweise wird Birkenfeld künftig jeweils die Eltern von Neugeborenen in den drei Stadtteilen anschreiben.

Das Projekt Familiennetzwerk wurde vom Zentrum Familie im Haus der Volksarbeit (Eschenheimer Anlage 21 im Nordend) initiiert und in Kooperation mit dem Frankfurter Kinderschutzbund bereits erfolgreich am Frankfurter Berg erprobt. Wenn Eltern das Angebot des Willkommensbesuchs annehmen, erhalten sie von ihrer dafür geschulten Begrüßungspatin mehr Informationen über den Familientreff vor Ort und andere Angebote für Familien im Stadtteil.

Zudem wird das Neugeborene mit einem handgemachten Willkommensgeschenk persönlich begrüßt. Der Willkommensbesuch kann zu Hause bei der Familie stattfinden. Wenn das die Eltern nicht möchten, können sie aber auch ganz einfach selbst im Familientreff vorbeischauen – ganz wie es beliebt.

Birkenfeld ermöglicht aus dem Sozialetat die Umsetzung des Projekts Familiennetzwerk in drei Stadtteilen. Das Projekt ergänzt andere Zugangswege zu jungen Familien wie das Babylotsenprogramm an Frankfurter Geburtskliniken, das auf Initiative der Crespo-Foundation und der Stiftung Polytechnische Gesellschaft ins Leben gerufen wurde. „Wir erfüllen mit der Förderung dieser Projekte den Auftrag des Bundeskinderschutzgesetzes vom Januar 2012, Eltern über Angebote im örtlichen Einzugsbereich zu informieren“, erklärt Birkenfeld.

Überforderung vorbeugen

„Familien sind vielfältig und es braucht verschiedene Wege, um sie zu erreichen“, sagt die Initiatorin Barbara Stillger vom Zentrum Familie im Haus der Volksarbeit. Stefan Schäfer, Geschäftsführer des Frankfurter Kinderschutzbundes ergänzt außerdem: „Netzwerke für Familien sind die beste Prävention gegen Überforderung, je früher wir die Familien erreichen, desto besser.“

(red)
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