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Vereinsname geändert: Jugendverein stellt sich neu auf

Von Der gemeinnützige „Heimverein des Bundes Neudeutschland“ schließt einen vierjährigen Entwicklungsprozess mit einem neuem Vereinsnamen ab. Ab sofort heißt der Träger verschiedener Jugendeinrichtungen wie dem Mafalda-Mädchenkulturzentrum im Nordend „Junularo Frankfurt“.
Freuen sich: Karl Pössnicker, Sabah Jitite (zweite Vorsitzende), Barbara Weichler (Geschäftsführerin) und Melanie Hubert (Vorstand, v. li.). Foto: Rainer Rueffer-- FRANKFURT AM MA Freuen sich: Karl Pössnicker, Sabah Jitite (zweite Vorsitzende), Barbara Weichler (Geschäftsführerin) und Melanie Hubert (Vorstand, v. li.).
Nordend. 

„Junularo“ ist ein Wort der Kunstsprache Esperanto, die 1887 von dem polnisch-jüdischen Augenarzt und Philologen Ludwik Lejzer Zamenhof entwickelt wurde. Die Idee war, mit Esperanto eine leicht erlernbare Sprache zu haben, die die internationale Verständigung einfacher machen soll. „Es ist der passende Namen für uns“, sagt Barbara Weichler. Sie ist Geschäftsführerin des gleichnamigen Vereins „Junularo Frankfurt“, der Träger verschiedener Jugendeinrichtungen wie dem Mafalda-Mädchenkulturzentrum im Nordend und dem Café Müller unweit des Zoos im Ostend ist.

„Junularo Frankfurt“ ist jedoch kein neuer Verein, sondern nur ein neuer Vereinsname – gefunden hat ihn eine Arbeitsgruppe bestehend aus Vereins- und Vorstandsmitgliedern für den bisherigen Namen „Gemeinnütziger Heimverein des Bundes Neudeutschland“. „Der neue Name spiegelt die Internationalität und den Bezug auf junge Menschen wider“, beschreibt Weichler die Gründe. „Junularo“ bedeutet nämlich so viel wie Jugend oder Jugendzeit. Und den Jugendlichen Raum zu geben, damit sie diesen nach eigenen Wünschen gestalten und entwickeln können, ist ein zentrales Anliegen der pädagogischen Arbeit des Vereins.

„Einfach nicht zeitgemäß“

Mit der Namensänderung ist auch ein neuer Internetauftritt verbunden, durch den das Konzept der pädagogischen Arbeit übersichtlich vermittelt wird. „Mit der Umbenennung schließen wir gleichzeitig einen vierjährigen Entwicklungsprozess ab, durch den sich der Verein neu aufgestellt hat“, betont die Geschäftsführerin weiter.

Der „Heimverein des Bundes Neudeutschland“ ist in den 1920er Jahren aus der katholischen Jugendbewegung heraus entstanden. „Der Name war einfach nicht mehr zeitgemäß. Viele konnten hiermit nichts anfangen“, schildert Weichler. Dass die Einrichtungen des Vereins, zu denen auch die Jugendhilfe an der Integrierten Gesamtschule Herder im Ostend sowie die pädagogische Mittagsbetreuung und das Café Escabana an der Helene-Lange-Schule in Höchst zählen, eine Verbindung zur katholischen Jugend haben, daran erinnerte bislang der Verweis auf die Vereinigung „Katholische Studierende Jugend Frankfurt“ (KSJ). Diese Abkürzung war den jeweiligen Jugendeinrichtungen des bis dato benannten gemeinnützigen „Heimvereins des Bundes Neudeutschland“ vorgeschaltet, zum Beispiel als KSJ-Mafalda.

Auch neue Hierachie

„Zu dem Organisationsentwicklungsprozess gehörte unter anderem auch, die eigenständige Rolle des KSJ zu stärken, hiervon aber den Trägerverein der Jugendeinrichtungen abzugrenzen. Das Kürzel KSJ wurde daher aus den Einrichtungsnamen gestrichen“, erklärt Weichler. In der Tradition des Vereins werde jedoch weiterhin Raum und Unterstützung für die Jugendverbandsarbeit des KSJ angeboten.

Eine weitere Neuerung ist die Einführung einer anderen Hierarchie. „Die grundlegende basisdemokratische Struktur, in der alle hauptamtlichen Mitarbeiter über alles Bescheid wissen und hierüber auch gemeinsam entschieden haben, passte nicht mehr“, sagt die Geschäftsführerin. Für den Vorstand und die Mitarbeiter sei es zunehmend nicht mehr leistbar gewesen, die stetig wachsenden Aufgaben, insbesondere die Verwaltungsaufgaben sowie die politische Außenvertretung etwa gegenüber der Stadt nebenbei mit zu erledigen.

„Bei der Organisationsentwicklung, die ab Herbst 2011 zusammen mit einer Organisationsberaterin neu gestaltet wurde, war es allen Beteiligten wichtig, dass die vielen guten Erfahrungen und Errungenschaften, insbesondere die Innovationskraft, der Bezug auf die Jugendlichen und die Eigenverantwortung aller Beteiligten soweit wie möglich erhalten bleiben“, schildert Weichler weiter. Neu ist jetzt etwa, dass es in allen Einrichtungen eine Teamleitung gibt.

Selbstorganisation fördern

„In Bezug auf die Arbeit mit den Jugendlichen war und ist es uns wichtig, diese mit ins Boot zu holen und die Selbstorganisation zu fördern. Wir nehmen ihnen nicht die Geschicke aus der Hand“, betont Weichler. Das Leitbild des Vereins lautet daher: „Wir begleiten, beraten und unterstützen die Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in unseren Einrichtungen. Innerhalb unserer professionellen Arbeit schaffen wir den Rahmen für selbstorganisierte Jugendarbeit.“ Ein neues Projekt steht auch bereits an: „Ab 1. Januar 2016 übernehmen wir als Träger den Jugendclub im kleinen Zentrum in der Nordweststadt. Ein erstes Treffen mit den Jugendlichen hat es bereits gegeben.“

Weitere Informationen gibt es unter www.junularo-ffm.de im Internet.

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