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31. Kalbacher Kinderbuchmesse: Junge Lesejury wird immer größer

Von Lesehungrige Kinder fanden sich am Wochenende zu Hunderten ein: Bei der 31. Kalbacher Kinderbuchmesse wurden neue Bücher vorgestellt. Die drei besten Kinderbücher wurden mit der „Kalbacher Klapperschlange“ ausgezeichnet.
Viele Juroren versammelten sich auf der Bühne der Alten Turnhalle, als Andrea Ruthemeyer und Stefanie Trautmann vom Kinderverein Kalbach das Ergebnis der „28. Kalbacher Klapperschlange“ bekannt gaben. Es ist der einzige Literaturpreis, in dessen Jury nur Kinder einen Platz haben. Bilder > Foto: Leonhard Hamerski Viele Juroren versammelten sich auf der Bühne der Alten Turnhalle, als Andrea Ruthemeyer und Stefanie Trautmann vom Kinderverein Kalbach das Ergebnis der „28. Kalbacher Klapperschlange“ bekannt gaben. Es ist der einzige Literaturpreis, in dessen Jury nur Kinder einen Platz haben.
Kalbach. 

Das beste Kinderbuch? In Kalbach wird die Frage ungewöhnlich beantwortet. Die „Kalbacher Klapperschlange“ wird durch Kinder verliehen. Zum Teil lesen sie dafür zehn und mehr Bücher in fünf Monaten. Ein Mädchen schaffte es gar, alle 60 zur Wahl gestellten Kinderbücher zu lesen.

Wer mehr als fünf Bücher schafft, ist automatisch in der Jury. In diesem Jahr – die Klapperschlange wird bereits zum 28. Mal verliehen – waren es 175 Kinder, die die besten Kinderbücher ausgewählt haben. Verliehen wird der Preis jedes Jahr bei der Kalbacher Kinderbuchmesse. Es ist der deutschlandweit einzige Preis für Kinderbücher, bei dem ausschließlich Kinder das Preisgericht bilden.

Nicht aufhören zu lesen

Kinder im Grundschulalter, aber auch Schüler aus höheren Klassen, fieberten dem Ereignis entgegen. So etwa Tanja Plotz und Inka Hofmeister. Die Mädchen waren in diesem Jahr in der Jury für die Klapperschlange. „Ich habe 13 Bücher gelesen und bewertet“, sagte Tanja (10). Sie ist eine begeisterte Leserin und hat im Vorjahr auch schon Bücher bewertet. „Jetzt höre ich nicht auf zu lesen“, sagt sie. Sie macht gleich weiter. Denn in einigen Monaten beginnt die nächste Runde der Klapperschlange.

Inka Hofmeister (13) geht es ähnlich. „Ich habe sieben Bücher gelesen und bewertet, immer wenn ich Zeit hatte.“ Dabei haben ihr die Bücher ganz unterschiedlich gefallen. „Manche sind langweilig, manche sind spannend.“ Einen ausgesprochenen Liebling hat Inka aber nicht gefunden.

Gruppenbild mit Klapperschlange: Julia (10); Natalie (10); Marie (11) und Alessandra (9) zeigen die Siegertitel.
Stolze Juroren mit der Klapperschlange

Julia (10), Natalie (10), Marie (11) und Alessandra (9) haben in den vergangenen fünf Monaten viel gelesen. Deswegen gehörten sie zur Jury und zeigen die drei Siegerbücher des Jahres 2015.

clearing

Für die Kinder sind die Monate vor der Kinderbuchmesse immer aufregend. „Sie übertreffen sich gegenseitig“, erläutert Hans Jörg Troost, der Vorsitzende des Kalbacher Kindervereins. Häufig sei zu hören: „Hast du das gelsen? Ich fand das super!“ Der Verein ist Initiator der Klapperschlange und der Kinderbuchmesse.

Dabei gab’s viel mehr als nur Bücher. So las Tanya Stewner am Samstag aus ihrer Buchreihe „Liliane Susewind“ vor, und am Sonntag gab es vor dem gemeinsamen Mittagessen ein Konzert mit „Herr Müller und seine Gitarre – schräge Typen“, bei dem Kinder und Eltern begeistert mittanzten. „Das Kinderkulturprogramm Frankfurter Flöhe hat uns dabei finanziell unterstützt“, sagte Troost. Rund 250 Zuhörer drängten sich in die Halle. Klar, wer noch nicht lesen konnte, durfte sich Bilderbücher anschauen, die Älteren konnten an einem Literaturrätsel teilnehmen oder basteln.

Verlage senden Bücher

Es ist ein großes Progamm, das der Verein jedes Jahr zur Kinderbuchmesse stemmt. Unterstützt wird er dabei von der Buchhandlung Tatzelwurm und von vielen Verlagen, die ihre aktuellen Bücher einsenden.

Höhepunkt jeder Kinderbuchmesse ist aber die Verleihung des Preises „Kalbacher Klapperschlange“. Am Samstag wurden die drei Preisträger unter dem Beifall der Eltern und mit mehr als 130 Kinderjuroren auf der Bühne bekanntgegeben. Die Juroren fieberten mit, denn jeder hatte seinen eigenen Favoriten. Manche jubelten, andere waren enttäuscht, als bekanntgemacht wurde: Nelli Emms „Nelli und Prinzessin“ (dritte und vierte Klasse), Kari und Tui T. Sutherlands „Magic Park: Das Geheimnis der Greifen“ (fünfte und sechste Klasse) und Marissa Meyers „Wie Monde so silbern“ (siebte bis neunte Klasse) haben die meisten Stimmen der Kinderjury erhalten. „Leider“, bedauert Troost, „fällt die Entscheidung so kurzfristig, dass es in diesem Jahr keinem Autor möglich war, persönlich zu kommen.“ Aber in der Vergangenheit haben Autoren sich schon ausdrücklich bedankt und allen Juroren eine Mail geschrieben.

Insgesamt, so Troost, wurden von den 175 Juroren 1379 Bewertungen abgegeben. Das sei ein neuer Rekord, denn noch nie in der 28-jährigen Geschichte des Literaturpreises gehörten so viele Kinder der Jury an.

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