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Mit Pizza zum Erfolg: Junges Unternehmen aus Goldstein wächst in rasantem Tempo

Von Bei Lizza brummt die Hütte. Das junge Start-up-Unternehmen ist rasant gewachsen. Der Grund: Sie haben mit ihrem glutenfreien Pizzateig eine Marktlücke gefunden.
Die Geschäftsführer Matthias Kramer und Marc Schlegel (schwarzer Pullover) freuen sich zusammen mit ihren Mitarbeitern über den Erfolg. Bilder > Foto: Maik Reuß Die Geschäftsführer Matthias Kramer und Marc Schlegel (schwarzer Pullover) freuen sich zusammen mit ihren Mitarbeitern über den Erfolg.
Goldstein. 

„Tür ist auf. Einfach hochgehen und dann schreien.“ Mit diesen Worten und einem verschmitzten Lächeln flitzt Johanna Cernin das Treppenhaus runter. Sie ist die erste Mitarbeiterin, die Marc Schlegel und Matthias Kramer in ihrem noch blutjungen Unternehmen Lizza eingestellt haben. Das war vor einem halben Jahr. Und seitdem sind viele weitere Kollegen hinzugekommen. Denn ihr Geschäft mit dem kohlenhydratarmen und glutenfreien Fertig-Pizza-Teig boomt. Und das macht sich natürlich auch hier in der Goldsteinstraße bemerkbar: Über 30 Leute arbeiten mittlerweile für Lizza. Lkw fahren rein und raus und es herrscht emsiges Treiben in den Räumen der ehemaligen Bäckerei im Süden der Stadt.

TV-Auftritt sorgt für Schub

Ein Auftritt in der Fernsehshow „Die Höhle der Löwen“ sorgte für zusätzliche Nachfrage, Reichweite und Wachstum: Mittlerweile gibt es die Teigwaren nicht nur im Online-Handel, sondern in 1000 Supermärkten zu verkaufen, wie Matthias Kramer sichtlich erfreut erzählt. Von dieser Entwicklung hätten die beiden Jung-Unternehmer wohl nicht zu träumen gewagt, als sie im Frühling 2015 das erste Mal ihre Pizzen auf einem Sachsenhäuser Markt an den Mann und die Frau bringen wollten.

Das, was ihnen seit dem Kauf des ersten Ofens und dem mühseligen Abklappern diverser Bio-Supermärkte nach Leinsamen-Paketen, alles widerfahren ist, bringt Marc Schlegel mit „gut und crazy“ auf den Punkt.

Heute produzieren sie in ihren Räumen in bis zu drei Schichten. Das Unternehmen wächst rasant. Etwa zehn Mitarbeiter stellen die Frisch-Teig-Platten her, der Rest arbeitet im Vertrieb und im Büro.

Was auffällt, es ist ein sehr junges Team. Wichtige Auswahlkriterien: „Es sind lustige, clevere Leute“, sagt Matthias Kramer. Ohne sie sei das alles nicht möglich. „Sie haben verrückte Stunden geschoben.“

Überstunden und Wochenendarbeit kennt auch Johanna Cernin. Doch die studierte Rechtswissenschaftlerin nimmt es gelassen. Sie müsse ja nicht am Samstag arbeiten, wenn sie nicht wolle, sagt sie. Doch sie arbeite lieber schon mal am Samstag von zu Hause was weg, als der Mailflut am Montag entgegenzutreten. Wichtig ist ihr, dass sie hier die Möglichkeit hatte, schon diverse Aufgaben zu erledigen: Wie die Chefs selbst hat sie ebenfalls schon in der Produktion mitgearbeitet und später selbst Leute angewiesen. Aktuell erledigt sie in einer Hybrid-Funktion Verwaltungsarbeiten und Dinge rund ums Personalwesen. „So wie es jetzt ist, macht es mir wahnsinnig Spaß“, sagt sie.

Spaß bei der Arbeit

Spaß haben auch die beiden Jung-Unternehmer: An ihrem Team ebenso wie an ihrem Produkt. Mit einer Party haben sie sich kürzlich bei ihren Mitarbeitern für den großen Erfolg der vergangenen Monate bedankt.

Doch Schluss ist noch lange nicht: Ihre Produktpalette wollen Schlegel und Kramer weiter entwickeln, wie sie sagen: „Aufreißen, essen“, so sieht die Vision aus, die sie für weitere Lizza-Produkte haben. So wollen sie auch die als Kunden gewinnen, denen das Belegen und Backen des Teiges zu aufwendig ist.

Kontakt mit den Verbrauchern halten sie schon jetzt fleißig über soziale Netzwerke. Hier nehmen sie viel Lob entgegen, ernten aber auch mal Kritik, von denen, die nicht so begeistert waren vom Geschmack der Low-Carb-Pizza.

Es gibt noch viele Märkte die der 29- und der 31-Jährige gerne erobern würden: Bis jetzt sind die Produkte nur in Deutschland und in Österreich erhältlich. Andere europäische Länder und vielleicht sogar Ziele jenseits des großen Teiches schweben den beiden für die Zukunft vor.

Um diese Träume umzusetzen, wollen sie weiterwachsen und ihr Team erweitern: Sie sind auf der Suche nach Leuten aus allen Bereichen, wie sie sagen. Fänden sie jemanden interessant, seien sie auch gerne bereit für ihn erst eine Position zu schaffen.

Frankfurt-Fans

In Frankfurt fühlen sich die beiden übrigens wohl. Und das, obwohl sie hier nicht aufgewachsen sind. Kramer stammt aus dem Schwarzwald und Schlegel aus St. Gallen. „Wir lieben Frankfurt“, sagt Kramer. Die Distanzen seien überschaubar und die Infrastruktur sowie die Freizeitmöglichkeiten sehr gut. Beim Stand-up-Paddeling schnaufen die beiden im Sommer regelmäßig durch und tanken Kraft für neue Projekte.

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