Karma trifft Konsum

Früher oder später mussten Mike Kuhlmann und Christoph Harrach sich einfach über den Weg laufen. Zu stark sind die Gemeinsamkeiten.
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Frankfurt. 

Beide verließen sie den klassischen Karriereweg, um ihren Idealen zu folgen. Beide unterstützen sie eine neue Form des ethischen und nachhaltigen Wirtschaftens.

An einem Sonntag im Mai 2011 war es endlich so weit. Kuhlmann und Harrach trafen sich. Am Tisch eines Biorestaurants kamen sie ins Gespräch und entdeckten schnell, dass sie sich was zu sagen hatten. Recht viel sogar. Aus der zufälligen Begegnung wurden regelmäßige Treffen. Harrach unterstützte Mikes Initiative "Frankfurt teilt", bei der jedes Jahr den ganzen Oktober lang Unternehmen und Privatpersonen aufgefordert werden, einen Teil ihrer Erlöse an soziale Projekte abzugeben.

Kuhlmann half im Gegenzug mit Kontakten und wurde Sponsor der von Harrach initiierten Karma- Konsum-Konferenz, die noch bis Sonntag läuft. Demnächst ziehen Harrachs Mitarbeiter in Kuhlmanns Agentur, um von hier aus die zahlreichen Aktivitäten rund um einen nachhaltigeren Lebensstil zu bündeln und zu verbreiten. "Wir passen auf menschlicher und fachlicher Ebene einfach gut zusammen", sagt Harrach. "Es gibt interessante Synergien, die das Potenzial für beide Seiten vervielfachen. Deshalb haben wir beschlossen, eine Partnerschaft einzugehen" ergänzt Kuhlmann. "Christoph ist Karma, ich bin Konsum", sagt er und lacht. Auf dem Spielfeld der sozialen Verantwortung ist Kuhlmann kein Anfänger. Nach der Tsunamikatastrophe 2004 schuf der Künstler im thailändischen Phuket gemeinsam mit überlebenden Kindern das größte Bild der Welt. Gleichzeitig gründete er zusammen mit Eintracht-Präsident Peter Fischer die Hilfsorganisation Propheten, die Tsunami-Opfer bis heute unterstützt. 2007 initiierte er das World Sharety Project, das Privatpersonen und Unternehmen eine Anleitung gibt, mit Bedürftigen zu teilen. Im Rahmen der Initiative etablierte er gemeinsam mit Kathy Goldman die jährliche Aktion "Frankfurt teilt". 2009 holte er Seine Heiligkeit persönlich, den Dalai Lama nach Frankfurt in die Commerzbank-Arena. Unterdessen entwickelte sein Agenturnetzwerk "Hab und Gut" kontinuierlich Ideen des nachhaltigen und sozial verantwortlichen Wirtschaftens. "Ich glaube an einen Paradigmenwechsel in Marketing und Ökonomie – eine Ausrichtung auf die emotionalen Bedürfnisse der Menschen und ihrem Wunsch, Teil einer guten Sache zu sein", sagt Kuhlmann. "Bei Karma Konsum finde ich dazu unglaublich werthaltige Ideen, Inspirationen für die Zukunft."

"Karma Konsum ist eine Wertegemeinschaft von Menschen, die gesund leben und arbeiten. Dabei sind wir kein elitärer geschlossener Kreis, sondern ein offenes Netzwerk, das alle einlädt, die anders leben wollen" erklärt Harrach.

Harrach ist studierter Betriebswirt, ausgebildeter Yogalehrer und berät Unternehmen in Sachen Nachhaltigkeit. 2007 kam er auf die Idee, eine Plattform zu schaffen, auf der sich Anhänger einer bewussteren, gesünderen und nachhaltigeren Lebensweise austauschen können. Karma Konsum entstand und wurde Internet-Blog und Netzwerk in einem. Jedes Jahr im Juni findet zudem die Karma-Konsum-Konferenz statt, bei der sich die neogrüne Community austauschen und vernetzen kann. Diskutiert wird zu Themen rund um eine nachhaltigere Lebensweise, etwa Carsharing im Dorf, Gemeinschaftsgärten in der Stadt oder Gemeinwohl und Lebensqualität. "Nachhaltigkeit bedeutet für mich, so zu leben, dass unsere Kinder und Enkel eine lebenswerte Welt vorfinden", fasst Harrach zusammen.adi

(adi)
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02.06.2012
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