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„Die Wespen“ suchen dringend ein neues Lager für ihre Kostüme: Karnevalsverein versinkt im Chaos

Von Mitten in der aktuellen Fastnachtskampagne versinkt die Karnevalsgesellschaft „Die Wespen“ von 1887 im Chaos. Sie mussten ihren Lagerraum für die Uniformen und Kostüme der Garden aufgeben. Die Suche nach neuen Räumlichkeiten war bisher erfolglos.
Weil die Wespen ihr altes Archiv räumen mussten, lagern nun alle Materialien – vom Kostüm bis zum Maskottchen – in einem Raum. Der Vereinsvorsitzende Peter Keller und sein Team haben längst den Überblick verloren, wo was steht. Bilder > Foto: Holger Menzel Weil die Wespen ihr altes Archiv räumen mussten, lagern nun alle Materialien – vom Kostüm bis zum Maskottchen – in einem Raum. Der Vereinsvorsitzende Peter Keller und sein Team haben längst den Überblick verloren, wo was steht.
Oberrad. 

Überall stehen Kisten und Kartons, voll gepackt mit Allerlei: Hüte, Federn, Fahnen, Liederbücher, Becher, Unterröcke, Stirnbänder, Stiefel und Trainingsanzüge. An den Wänden hängen Orden und Masken. Auf einem großen Haufen auf dem Fußboden liegen Garde-Uniformen. Zwischendrin sind Wespen-Plüschtiere zu entdecken.

Mitten drin steht Peter Keller, erster Vorsitzender und Präsident der Wespen von 1887. Der vollgestopfte Raum gehört der Karnevalsgesellschaft. Sie nutzt ihn seit Jahren für ihre Materialien wie Fahnen und Orden, die während einer Kampagne gebraucht werden. Das ging bisher auch gut. Doch jetzt quillt der Raum über. Das liegt an den zahlreichen Uniformen, Kostümen und Trainingsanzügen, die hinzu gekommen sind.

Gefährlich und voll

„Wir mussten unser altes Archiv an der Offenbacher Landstraße aufgeben“, sagt Keller. Das Haus, dessen Garage die Wespen genutzt hatten, wurde verkauft und abgerissen. „Seitdem suchen wir nach neuen Räumlichkeiten, sind aber leider noch nicht fündig geworden.“ Deshalb muss das Materiallager mitgenutzt werden.

„Die Situation ist aber unbefriedigend und vor allem für unsere beiden Archivarinnen eine große Belastung“, sagt der Vereinsvorsitzende. Die Kleider liegen auf dem Boden, die zuständigen Frauen hätten keinen Überblick mehr, wenn sie eine Uniform in einer bestimmten Größe suchen. Kein Wunder, bei weit mehr als 100 Kostümen, Uniformen und Kleidern. „Die Archivarinnen sind am Verzweifeln. Sie müssen über Kartons steigen, in den Klamottenbergen suchen“, sagt Keller. „Normalerweise muss alles sortiert sein.“ Immerhin würden die jungen Mädchen der Garde schnell wachsen, während der Kampagne könne es vorkommen, dass sie ein Kleid in einer anderen Größe brauchen. „Außerdem sind die Uniformen und Tanzkleider auch nicht günstig“, sagt Keller. 250 Euro und mehr würde eines kosten. „Es ist nicht schön, dass sie auf dem Fußboden liegen.“

Und noch etwas erschwere die Situation: Das derzeitige Lager befindet sich auf einem Dachboden, ist nur über eine schmale, steile Leiter zu erreichen. „Das stellt eine Gefahrenquelle dar“, sagt Keller. Wenn die Frauen, vollgepackt mit Klamotten auf dem Arm, die Leiter heruntersteigen müssten, könnten sie ausrutschen und hinabfallen. „Ich bin immer froh, wenn sie wieder heil unten ankommen“, sagt Peter Keller. „Das Thema brennt uns wirklich unter den Nägeln.“

Trocken und hell

Der Karnevalsverein sucht einen trockenen mit Licht versehenen Raum in Oberrad. 10 bis 15 Quadratmeter sollte das neue Archiv groß sein. „Das würde reichen, wir wollen darin nicht wohnen“, sagt Keller. Zwei Schränke und Kleiderstangen für die Uniformen, Kostüme, Tanzkleider und Trainingsanzüge sollten hineinpassen. „Und wir müssen den Raum jederzeit betreten können“, fügt er hinzu. „Man kann sich gar nicht vorstellen, wie oft es vorkommt, dass wir erst abends bei den Sitzungen feststellen, dass noch ein Kostüm oder ähnliches fehlt.“ Selbstredend würde der Verein Miete dafür bezahlen.

Wer den Wespen helfen möchte und einen passenden Lagerraum zur Verfügung stellen kann, der soll eine E-Mail an die Archivarinnen Daniela Hesse (dany-91@live.de) oder Anja Reutter (anja.reutter@web.de) senden. Wer lieber telefoniert, der meldet sich bei Karin Knechtel unter der Nummer (069) 65 52 80 oder (0177) 83 45 932.

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