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Bürgerinitiative: Kastanien-Allee am Erlenbruch: Bäume dürfen stehen bleiben

Von Es ist ein kleiner Erfolg für die Bürgerinitiative Riederwald: Die Bäume am Erlenbruch, die für den Bau des Riederwaldtunnels gefällt werden sollten, bleiben stehen. Erst einmal.
Transparente um den Stamm, bunte Tücher in den Ästen – die Bürgerinitiative Riederwald kämpft für den Erhalt der Bäume. Transparente um den Stamm, bunte Tücher in den Ästen – die Bürgerinitiative Riederwald kämpft für den Erhalt der Bäume.
Riederwald. 

Baumaktivisten müssen wind- und wetterfest sein – das zeigte sich einmal mehr am Montag in der Straße „Am Erlenbruch“. Trotz Dauerregens kletterten dort in den frühen Morgenstunden Umweltschützer in die Kronen der an der Straße stehenden und bereits seit einigen Tagen mit Plakaten und bunten Tüchern behängten Bäume. Gemeinsam wollten sie das vom Grünflächenamt angekündigte Fällen der Bäume für den Bau des Riederwaldtunnels verhindern. Mit Erfolg: Die Stadt blies den Termin ab, die Bäume stehen immer noch (wir berichteten)

„Die Fällung wurde verschoben, die Absperrungen an den Bäumen sind mittlerweile verschwunden“, spricht Rainer Frey, Sprecher der Bürgerinitiative (BI) Riederwald, davon, dass jetzt der ganze Stadtteil aufatmen könne. Bei den Aktivisten handle es sich übrigens um keine Mitglieder der BI. „Wir können uns jedoch sehr über deren Unterstützung freuen und sind ihnen zu Dank verpflichtet“, so Frey, der die Aktivisten selber beim Besteigen der Bäume beobachtete. In Hängematten hätten sie sich zwischen den Ästen der alten Kastanien niedergelassen.

Verwundert zeigt sich Frey vor allem über den vom Grünflächenamt angesetzten Termin, eigentlich sei die Fällung der Bäume an der Allee erst für Februar geplant gewesen. „Offensichtlich haben der Verkehrsminister Tarek Al-Wazir und die Planer nun kalte Füße bekommen und wollen vor unserer Übergabe der Unterschriften an Oberbürgermeister Peter Feldmann, Verkehrsdezernent Klaus Oesterling und Umweltdezernentin Rosemarie Heilig Fakten schaffen“, vermutet der BI-Sprecher.

Sträucher sollen weg

44 Bäume sollen laut Hessen Mobil in diesem und im nächsten Winter für den Bau des Riederwaldtunnels gefällt werden, hinzu kommen einzelne mit Bäumen und Sträuchern bewachsene Flächen. Sechs dieser Bäume stehen am Erlenbruch, dort, wo die BI sich gegen die Fällung einsetzt. „Alle anderen Bäume bleiben so lange unangetastet, bis mit dem Bau des Tunnels begonnen wird“, heißt es bei Hessen Mobil.

Völlig unnötig findet Rainer Frey diese Fällungen, bereits vor fünf Jahren seien Bäume am Erlenbruch gefällt worden. „Mit den neuen Rodungen würde die südliche Kastanienallee etwa um die Hälfte dezimiert“, gibt er zu bedenken. Dabei stünde noch gar nicht fest, wann der Tunnel realisiert werde.

Protestaktion

1340 Unterschriften hat die BI Riederwald vergangene Woche bereits an Tarek Al-Wazir (Grüne) übergeben, zusammen mit dem Aktionsbündnis „Unmenschliche Autobahn“ (AUA) ruft die BI jetzt zu einer Protestaktion am Donnerstag, 1. Februar, um 15 Uhr auf dem Römer auf. Dort sollen nicht nur weitere Unterschriften übergeben werden. Um auf die Protestaktion aufmerksam zu machen und über das laufende Planänderungsverfahren A 66 Riederwaldtunnel/ Autobahndreieck Erlenbruch zu informieren, organisiert AUA am Samstag, 27. Januar, von 10 bis 14 Uhr einen Informationsstand am Fünffingerplätzchen in Bornheim.

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