Lade Login-Box.
E-Paper
Abo & Service Immo Stellen Trauer
4 Kommentare

Siamkater grausam getötet: Katzenmord in Eckenheim

Von Nach langer Suche hat ein Katzenbesitzer aus Eckenheim seinen Liebling wiedergefunden. Der Kater lag allerdings tot und misshandelt in einer Böschung. Es war der zweite Katzenmord in diesem Jahr. Ein sadistischer Tierquäler scheint es auf Samtpfoten abgesehen zu haben.
Mirko Petrovic sorgt sich um seine kuscheligen Freunde. Foto: Rainer Rueffer-- FRANKFURT AM MA Mirko Petrovic sorgt sich um seine kuscheligen Freunde.
Frankfurt. 

Bei Mirko Petrovic herrschen Anspannung und Unruhe. Die fünf Siamkatzen des Hausherrn begegnen Fremden ohnehin schon mit Skepsis, und heute ist auch noch die Presse zu Besuch. Ängstlich flitzen die samtpfotigen Mitbewohner durch das Haus, treppauf, treppab, die Ohren dicht angelegt – als wüssten sie, welche Gefahren in Eckenheim auf sie lauern. „In der Nachbarschaft geht ein Katzenmörder um“, stellt das Herrchen bitter und unverblümt fest. Erst dieses Wochenende hat Petrovic in unmittelbarer Nähe zum eigenen Grundstück in der Eckenheimer Landstraße einen seiner Kater wiedergefunden. 20 Tage war er verschwunden, nun lag er tot in einer Böschung – mit aufgeschlitztem Bauch und aneinander gefesselten Pfoten.

Schreckliche Vermutung

„Ich vermute, dass meine Katze erdrosselt wurde, ehe der Täter sie so sadistisch zurichtete“, sagt der 62-Jährige. Vielleicht tröste er sich aber auch nur mit dieser Hoffnung. Da er keine Spuren der Verwesung habe entdecken können, müsse er jedenfalls davon ausgehen, dass der Täter das Tier erst kürzlich getötet und am Fundort abgelegt habe.

Viele Tage wurde dieser Kater vermisst und letztlich tot aufgefunden. Bild-Zoom
Viele Tage wurde dieser Kater vermisst und letztlich tot aufgefunden.

Die Angelegenheit schmerze ihn zutiefst. „Meine Katzen bedeuten mir die Welt, ich liebe sie so, als wären es meine Kinder“, betont der gebürtige Russe und seine raue Stimme nimmt einen beinahe zärtlichen Ton an. „Sie umgeben mich den ganzen Tag, und am Abend sehen wir gemeinsam fern.“ Er selbst hat die Katzen mit dem sandfarbenen Fell gezüchtet. Einst handelte es sich bei seinem Haustierclan um eine intakte Katzenfamilie. Nun ist sie schon um zwei Mitglieder ärmer. Bereits im März musste sich Petrovic von einem Kater verabschieden. Er wurde – so die Diagnose eines Tierarztes – vergiftet. „Meine Katze verendete auf einem Parkplatz“, erinnert sich der Besitzer. „Aus ihrem Schnäuzchen lief Blut – ein schrecklicher Anblick.“ Das zehnmonatige Jungtier sei sein absoluter Liebling gewesen. Der Verlust schmerze noch heute.

Angst um Katzenvater

Doch derzeit plagt den Frankfurter vor allem die Angst um den Katzenvater. Der sei bereits im Oktober verschwunden, ein Kadaver wurde noch nicht gefunden. „Er hat sich in der Gegend bestens ausgekannt, war mit dem Verkehr vertraut. Oft hat er mich auf Spaziergängen zum Supermarkt begleitet.“ Der Streuner müsse entführt worden sein, insistiert Petrovic. Anders könne er sich sein Ausbleiben nicht erklären.

Auch habe er einen Verdacht, wer hinter all den Gräueltaten stecken könnte. „Ein Nachbar – selbst Katzenbesitzer – beschwert sich permanent wegen des Lärms, den die freilaufenden Katzen verursachen“, erklärt Petrovic. Besagte Person habe auch Konflikte mit anderen Tierbesitzern. Einem habe er offen gedroht, dessen Katze „zu entsorgen“ – nun sei auch diese spurlos verschwunden. Petrovic fürchtet, dass noch mehr Tiere verschwinden und misshandelt oder gar getötet werden könnten. „Aber ich kann meine Lieblinge doch nicht einsperren.“ So lässt er sie mit mulmigen Gefühl weiter umherstreunen. Die Polizei ermittelt.

Zur Startseite Mehr aus Frankfurt

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2016 Frankfurter Neue Presse