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Kirchweihfest: Kerbeburschen fordern einen Festplatz

Von Von der Stadtverwaltung erwartet der Kerbeverein schnelle Nachricht, wo die Berkersheimer im September feiern können. Sonst fällt das Fest 2018 aus.
Gerne würde Franziska Imhof, Frankfurts erster weiblicher Kerbepräsident, das Amt auch 2018 bekleiden. Doch dazu braucht Berkersheim einen neuen Kerbeplatz. Foto: Holger Menzel Gerne würde Franziska Imhof, Frankfurts erster weiblicher Kerbepräsident, das Amt auch 2018 bekleiden. Doch dazu braucht Berkersheim einen neuen Kerbeplatz.
Berkersheim. 

Es war ein Novum nicht nur für die Berkersheimer Kerb, sondern in ganz Frankfurt: Mit Franziska Imhof (24) haben die Berkersheimer seit vergangenem Jahr erstmals einen weiblichen Kerbepräsidenten. Doch die Zukunft des traditionsreichen Festes, mit dem die Berkersheimer am letzten Septemberwochenende der Weihe ihrer Michaeliskirche am 29. September 1766 gedenken, steht auf der Kippe. Die Reithalle im Niddatal, vor der die Kerb seit vielen Jahren stattfindet, wird abgerissen: Sie weicht dem Ausbau der Bahnlinie auf vier Gleise (wir berichteten). Einen neuen Festplatz gibt es bislang nicht.

Entscheidung muss fallen

„Noch kann ich Zeltverleih und Musiker vertrösten. Aber nicht mehr lange“, sagt Dieter Wolff, der Vorsitzende des Kerbevereins. Eine Entscheidung müsse her, wo die Berkersheimer 2018 ihre Kerb feiern können. Das Problem, so Wolff: Alle Flächen im Stadtteil, die für das drei Tage dauernde Fest in Frage kommen, haben den Status eines Landschaftsschutzgebiets und liegen im Grüngürtel. Nur zwei Flächen gebe es, für die das nicht gelte: Die Reithalle und den benachbarten Reitplatz. Doch beide nutzt die Bahn für ihre Baustelle.

Zwar sei die Kerb bis 1983 im einzigen Gasthaus des Stadtteils, „Zum Lemp“, gefeiert worden, sagt Wolff. „Aber der Saal ist klein, viele Besucher dürften dort nicht hinein.“ Zusätzlich müsste der Verein im engen Außengelände ein Zelt für die Kerb aufstellen. Vor einigen Jahren sei man noch einmal hierher ausgewichen, gut gelaufen sei die Kerb aber nicht. Und seit der Platz am Vereinshaus des TSV Berkersheim aus einem Kunststoffbelag stehe, könne man dort kein Festzelt mehr aufstellen.

Um das Fest zu retten, wollten die Kerbeburschen in ihrer Tracht zur kommenden Ortsbeiratssitzung gehen, sagt Wolff. „Dort steht seit August ein noch nicht beschlossener Antrag auf der Tagesordnung, einen neuen Festplatz bereitzustellen.“ Nun sei es höchste Zeit, diesen zu beschließen, um die Suche nach einem Veranstaltungsort zu beschleunigen.

Schwer wiederzubeleben

Falle die Kerb in diesem Jahr aus, werde es fast unmöglich, sie wiederzubeleben, sagt Wolff. „Es gibt nur noch wenige aktive Kerbeburschen, die das Fest am Leben halten – und die drohen enttäuscht abzuspringen, wenn das Fest ausfällt.“ Eine Befürchtung, die Ortsvorsteher Robert Lange (CDU) teilt. „Den Antrag zu beschließen, dauert aber zu lange. Das muss schneller gehen.“ Gestern Abend schickte er daher eine E-Mail an die Bahn, um zu erkunden, ob sie den ehemaligen Reitplatz im Niddatal oder eine andere Fläche am Rande der Bahnbaustelle für die Kerb zur Verfügung stellen könne. Das, so Lange, wäre „die einfachste Lösung“.

Die Sitzung des Ortsbeirats

Der Ortsbeirat 10 tagt am Dienstag, 16. Januar, ab 19.30 Uhr im Saalbau Ronneburg, Gelnhäuser Straße 2

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