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Kinder erobern ihre neue Welt

Von Im Frankfurter Innovationszentrum Biotechnologie (FIZ) auf dem Riedberg wird künftig nicht nur gearbeitet, sondern auch gespielt. In der neu eröffneten Kita können sich 20 Kinder austoben, während Mama und Papa hinterm Schreibtisch sitzen oder im Labor stehen.
Mittendrin und voll dabei: Stadtrat Markus Frank (rechts) und Merz-Geschäftsführer Hartmut Erlinghagen lassen es sich nicht nehmen, zusammen mit den Müttern Tanja Ludwig-Neubauer (links) und Özlem Kizilkaya sowie den Kindern das Spielzeug der neuen Kita in Betrieb zu nehmen.	Foto: Christes Mittendrin und voll dabei: Stadtrat Markus Frank (rechts) und Merz-Geschäftsführer Hartmut Erlinghagen lassen es sich nicht nehmen, zusammen mit den Müttern Tanja Ludwig-Neubauer (links) und Özlem Kizilkaya sowie den Kindern das Spielzeug der neuen Kita in Betrieb zu nehmen. Foto: Christes
Riedberg. 

Die zehn Monate alte Elisabeth spielt lieber mit den Spielsachen auf dem Tisch, statt in die Kamera zu lachen. Derweil konzentriert sich der Blick von Florentine (16 Monate), die auf dem rechten Bein von Wirtschaftsdezernent Markus Frank (CDU) hockt, auf die mit orangefarbenen Streifen und bunten Schmetterlingen bemalte Wand. Fasziniert sind die kleinen Mädchen von ihrer neuen Kindertagesstätte FIZ Kids, die gestern im Frankfurter Innovationszentrum Biotechnologie (FIZ) auf dem Riedberg eingeweiht wurde.

Ein Jahr Umbauzeit

Innerhalb eines Jahres ist für 250 000 Euro auf 280 Quadratmetern ein buntes Kinderparadies entstanden. Das Unternehmen GFE Blut zog dafür innerhalb des FIZ um und stellte seine Räume im Erdgeschoss zur Verfügung. Der eher sterile Gebäudetrakt wurde daraufhin umgebaut und in zwei bunte Gruppen- und Schlafräume mit 20 Meter langem Spielflur, Küche, Kinderbad und Wickelraum verwandelt. Das Außengelände mit großer Spielfläche wird in den kommenden Wochen fertiggestellt.

Von den 20 Plätzen für Kinder unter drei Jahren werden 15 an Mitarbeiter der Unternehmen im FIZ vergeben, fünf Plätze gehen an Eltern vom Riedberg. Betreut werden die Kinder von 7.30 Uhr bis 17 Uhr - von einer Leiterin, drei Voll- und zwei Teilzeitkräften. Betreiber ist der Verein zur Unterstützung berufstätiger Eltern (BVZ). Eltern bezahlen den regulären städtischen Betrag für einen Betreuungsplatz.

Stadt schafft Kita-Plätze

Seit dem Jahr 2007 hat die Stadt Frankfurt nach eigenen Angaben das Angebot an Betreuungsplätzen für Unter-Dreijährige von 4000 auf 8000 verdoppelt. Für Stadtrat und FIZ-Aufsichtratsmitglied Markus Frank eine „atemberaubende Bilanz“, die so fortgesetzt werden müsse. Pro Jahr würden derzeit in Frankfurt 1000 neue Kita-Plätze geschaffen, der Riedberg sei mit seiner hohen Dichte an Betreuungseinrichtungen dabei ein Vorbild. „Der Wirtschaftsraum Frankfurt braucht in den kommenden Jahren jede Frau und jeden Mann. Für diese fleißigen Menschen brauchen wir auch gute Angebote, solche wie die Kindertagesstätte im FIZ“, betont Frank.

Die Idee für die FIZ-Kita kommt vom Ankermieter des Innovationszentrums, dem Pharmaunternehmen Merz. „Zwei Drittel unserer Mitarbeiter sind weiblich und in dem Alter, in dem Familien gegründet werden“, sagt Geschäftsführer Hartmut Erlinghagen. Mit der Kita habe man nun die Möglichkeit, qualifizierten Eltern den Wiedereinstieg in den Beruf zu erleichtern und sie nicht an andere Unternehmen zu verlieren. „Beim Kampf um die besten Mitarbeiter sind solche Angebote mittlerweile nötig.“ Aber nicht nur für die Kinder der Merz-Mitarbeiter steht die Kita offen, auch die anderen rund 500 Mitarbeiter aus insgesamt 16 Unternehmen können sich um einen Platz für ihren Nachwuchs bewerben.

Interessierte Eltern sollten sich allerdings beeilen, denn die Plätze sind heiß begehrt. „Die ersten Kinder werden seit dem 4. November in den neuen Räumen eingewöhnt. Wir haben noch wenige freie Plätze, mit manchen Eltern befinden wir uns in Gesprächen“, sagt FIZ-Geschäftsführer Christian Garbe. Er ist nicht nur begeistert von den „großzügigen und hellen Räumen“, besonders gut gefällt ihm auch der Name FIZ Kids. Der stammt aus einem Wettbewerb unter Mitarbeitern. „Nicht nur die Eltern sind ein Teil des FIZ, auch die Kinder. Das zeigt der tolle Name“, betont Garbe.

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