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Kinder sammeln für Philippinen

Rund 1100 Euro haben Schüler der achten Klasse der Geschwister-Scholl-Schule bei einer Spendenaktion gesammelt. Mit dem Geld soll den Opfern der Flutkatastrophe auf den Philippinen geholfen werden. Die größte Einzelspende kommt von einer Sechstklässlerin.
Die Schüler der Geschwister-Scholl-Schule zeigen ihren Spendenscheck für die Hilfsorganisation World Vision.	Foto: Christian Christes Die Schüler der Geschwister-Scholl-Schule zeigen ihren Spendenscheck für die Hilfsorganisation World Vision. Foto: Christian Christes
Heddernheim. 

In ihrer schönsten Schrift schreibt Souhaila (14) vorsichtig die Zahl 1100 auf den überdimensionalen Scheck. Nach einem prüfenden Blick auf die schwarzen Zahlen ist die Achtklässlerin zufrieden. „Das ist ganz schön viel“, sagt sie. Rund 1100 Euro haben die Schüler und Lehrer der Geschwister-Scholl-Schule in Heddernheim bei einer Spendenaktion in der Schule für die Opfer der Flutkatastrophe auf den Philippinen gesammelt. Gestern übergaben sie den Scheck an Katrin Schlegel von der Hilfsorganisation World Vision.

Ziel weit übertroffen

„500 Euro war unser erstes Ziel“, erklärt Bernd Tettenborn, Lehrer an der Realschule. Um diese Vorgabe zu erreichen, sollte jeder der rund 480 Schüler einen Euro spenden. Dass sich die Summe nun verdoppelt hat, ist vor allem vielen Einzelspenden der Schüler zu verdanken. „Es gab Schüler, die 20 Euro oder mehr gespendet haben“, sagt Tettenborn. Gemeinsam mit Schulleiter Dietmar Brettschneider hat er die Aktion initiiert. Vor rund drei Wochen, unmittelbar nach dem verheerenden Taifun Haiyan, der auf dem Inselstaat bisher mehr als 5200 Menschenleben gefordert hat, haben die Schüler im Ethik-Unterricht über die Katastrophe gesprochen. „Ich war eigentlich nur als Vertretungslehrer in der achten Klasse eingeteilt“, erklärt der Physik- und Mathelehrer. Gemeinsam mit den Schülern sprach Tettenborn über die Katastrophe und die Folgen für Kinder und Jugendliche. „Die Schüler wollten von sich aus helfen.“ So entstand die Idee, in der Schule Spenden zu sammeln. „Das Ergebnis hat die Erwartungen absolut übertroffen“, sagt Dietmar Brettschneider. Der Schulleiter freut sich über den Erfolg der spontanen Aktion.

Mit Informationszetteln und Plakaten haben die Schüler der achten Klasse in der Schule Werbung für ihre Aktion gemacht. Gül (14) und Sissi (13) haben beim Einsammeln der Spenden geholfen. Die Achtklässlerinnen finden es wichtig, zu helfen. „Wir sind froh, etwas tun zu können“, sagen sie. Eine Schulstunde lang sind die Freundinnen durch die Klassen gegangen und haben rund 360 Euro eingesammelt.

Jeder Euro zählt

Die größte Einzelspende kommt von einer Schülerin aus der sechsten Klasse. „Ich hatte Mitleid mit den vielen Opfern und habe mir vorgestellt, wie es wäre, wenn ich in diese Lage käme“, sagt Zainab (11). Rund 50 Euro hat die Schülerin in ihrer Nachbarschaft eingesammelt. Zwar haben nicht alle etwas gegeben, doch Zainab ist trotzdem zufrieden mit ihrer Ausbeute. „Jeder Euro zählt“, sagt die Elfjährige.

„Das Engagement der Schüler ist besonders lobenswert“, sagt Katrin Schlegel. Die Schulkoordinatorin von der Hilfsorganisation World Vision freut sich über die Spendenaktion. Bei der Scheckübergabe interessierte die Schüler besonders, wofür ihr Geld nun verwendet wird. „Drei Wochen nach der Katastrophe ist es jetzt besonders wichtig, dass die Kinder einen Ort haben, wo sie einfach Kind sein können“, sagt Schlegel. Deshalb unterstützt World Vision den Aufbau von 40 Kinderschutzzentren.

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