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Arbeiten verzögern sich erneut: Kinderzentrum am Ben-Gurion-Ring: Geduldsprobe für Eltern und Kinder

Von Sieben weitere Wochen müssen die Kinder des Kinderzentrums am Ben-Gurion-Ring in ihrem Übergangsquartier in Kalbach ausharren. Der für den Sommer versprochene Umzug verschiebt sich auf Anfang Oktober, wie der Magistrat jetzt mitteilte.
Die Mütter sind von den Bauarbeiten am Kinderzentrum genervt. Archivfoto: Heike Lyding Foto: Heike Lyding Die Mütter sind von den Bauarbeiten am Kinderzentrum genervt. Archivfoto: Heike Lyding
Bonames. 

Die Eltern der im „Kinderzentrum 1“ betreuten Drei- bis Zehnjährigen werden auf eine weitere Geduldsprobe gestellt. Denn die Baustelle am Ben-Gurion-Ring 170 wird nicht, wie Anfang des Jahres vom Bildungsdezernat versprochen, zum Ende der Sommerferien abgeschlossen sein. Erst Anfang Oktober soll das Gebäude wieder bezugsfertig sein.

Neue Elektrik notwendig

Bei Entkernungsarbeiten sei festgestellt worden, dass die komplette Elektroinstallation erneuert werden muss. Trotz intensiver Prüfung und zeitlicher Straffung sei keiner frühere Fertigstellung machbar. Das teilte der Magistrat jetzt mit.

Mit dieser Nachricht verlängert sich die Odyssee von Eltern und Kindern um weitere sieben Wochen. Odyssee, weil die Baustelle am Kinderzentrum sich in den vergangenen zwei Jahren zu einer komplizierten Geschichte entwickelt hat. Eigentlich war es nur die Wärmedämmung, die ab Juni 2015 verbessert werden sollte. Doch es gab nicht nur Probleme mit der Baufirma, auch die Zusammenarbeit zwischen dem ausgewählten Architekturbüro und der Stadt brachte Schwierigkeiten. Die Arbeiten zogen sich in die Länge, aber die Kita hatte kein zeitlich ausreichendes Übergangsquartier. Also wurde insgesamt acht Mal umgezogen. Von den städtischen Kinderzentren „Im Storchenhain“ und „Theodor-Thomas-Straße“ ging es in die Waldschule nach Oberursel, dann wieder zurück nach Bonames – mitten auf die Baustelle. Plötzlich hieß es, die Luft im Gebäude sei zu stark belastet, mehrfach zog die Kita danach um, unter anderem in den Palmengarten.

Kinder müssen pendeln

Seit Oktober 2016 ist das Kinderzentrum nun in der Containeranlage am Kalbacher Stadtpfad untergebracht, die Kinder pendeln von Bonames dorthin. Morgens um 8.30 Uhr fährt der Bus nach Kalbach, um kurz vor 17 Uhr geht es wieder zurück. Das strapaziert nicht nur die Nerven der Kinder, sondern vor allem die der Eltern. Schon Anfang des Jahres gingen sie auf die Barrikaden. „Das sind unhaltbare Zustände, wir lassen und nicht vertrösten oder abspeisen“, sagten sie. Vor allem die neun behinderten Kinder, die in der Einrichtung betreut werden, würden unter der Situation leiden. Zudem gebe es keine ausreichenden Informationen über den Baufortschritt.

Deswegen schritt der Ortsbeirat 10 (Berkersheim, Bonames, Eckenheim, Frankfurter Berg, Preungesheim) ein. Mit dem Ergebnis, dass die Kita wohl im Oktober bezugsfertig sein soll. Noch befinde sich die Umsetzung des barrierefreien Eingangsbereiches, die Erweiterung um einen Leitungsbüroraum sowie die Beschaffung eines Containers für Lagerungszwecke in der finalen Planung und sollten bis dann umgesetzt sein, so der Magistrat. Dann sei nicht nur der Brandschutz ertüchtigt, auch Böden und Wände seien neu.

Pavillons abgelehnt

Eine vom Ortsbeirat geforderte Pavillonanlage in Bonames, damit die Kinder nicht mehr jeden Tag nach Kalbach pendeln müssen, sei aufgrund des absehbaren Endes der Baumaßnahmen sowohl unter wirtschaftlichen wie auch unter zeitlichen Aspekten nicht realisierbar, meint der Magistrat. Beim Rückzug könne die Leitung des Kinderzentrums in den Anbau ziehen, so sei eine räumliche Umorganisation im Bestandgebäude möglich und mehr Platz vorhanden.

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