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Frankfurter Initiative zeigt Avantgarde- und Experimentalfilme: Kinokunst aus Bella Italia

Über 50 überwiegend noch nie in Deutschland öffentlich aufgeführte Avantgarde-, Experimental- und Undergroundfilme aus Italien sind im Studierendenhaus am Campus Bockenheim zu sehen.
„Il Bestiario“ – also Tierschau – von Tonino De Bernardi ist bei dem Festival im Studierendenhaus zu sehen. „Il Bestiario“ – also Tierschau – von Tonino De Bernardi ist bei dem Festival im Studierendenhaus zu sehen.
Bockenheim. 

Dass Italien neben seinem vielfältigen Genrekino auch eine höchst aktive Avantgarde-Szene hatte und immer noch hat, ist hierzulande kaum bekannt. Die letzte Veranstaltung des Filmkollektiv Frankfurt im Jahre 2016 will das ändern: Der gemeinnützige Verein organisiert im Studierendenhaus auf dem Campus Bockenheim eine Filmreihe, in dessen Mittelpunkt dieses Genre steht. Zu sehen sind über 50 Avantgarde- und Experimentalfilme der vergangenen 50 Jahre.

Das Programm wird erstmals in Deutschland eine derart umfangreiche repräsentative Auswahl des italienischen Experimental- und Avantgardefilms zeigen und versteht sich als Hommage an seine Vielfalt, Lebendigkeit und Radikalität.

In den einzelnen Programmen treffen Formen, Stile und Produktionsweisen aufeinander, die auf den ersten Blick höchst unterschiedlich sind, und doch zahlreiche Gemeinsamkeiten aufweisen, die auch Rückschlüsse auf Eigenheiten des italienischen Kinos, der italienischen Kultur und Gesellschaftsentwicklung als solche zulassen. Neben Werken bekannter (bildender) Künstler werden auch zahlreiche Neuentdeckungen und junge Stimmen der vergangenen Jahre präsentiert.

Ehrengäste dabei

Ehrengäste der Veranstaltung sind Experimentalfilmer Antonino „Tonino“ De Bernardi, Kameramann und Regisseur Mario Masini sowie Schauspielerin Joana Preiss. De Bernardi, der in den 1960er Jahren mit poetischen Filmen auf 8 Millimeter angefangen hat und mit vielfachen Projektionsformen experimentierte, dreht inzwischen unabhängig Spielfilme unter anderem mit Isabelle Huppert. Masini hat mit einigen der bekanntesten Vertreter des italienischen Experimentalfilms gearbeitet. Die französische Schauspielerin Joana Preiss, die unter anderem bei Olivier Assayas spielte und zuletzt in den Filmen De Bernardis, wird am Samstag, 5. November, einen stumm gedrehten und für Live-Begleitung konzipierten Film De Bernardis gesanglich begleiten.

Der gemeinnützige Verein Filmkollektiv Frankfurt wurde im Jahr 2013 gegründet. Seitdem werden unterrepräsentierte Filme gezeigt. Das Programm für 3., 5. und 6. November hat Gary Vanisian vom Filmkollektiv Frankfurt in enger Zusammenarbeit mit drei der führenden Kenner der Materie entwickelt: Donatello Fumarola (Filmkurator, Filmproduzent und Autor, Rom), Fulvio Baglivi (Experimentalfilmer und Mitarbeiter der Cineteca Nazionale in Rom) und Andrea Meneghelli (Cineteca di Bologna). Jedes Programm wird von den Programmgestaltern eingeführt.

Broschüre wird verteilt

Begleitend dazu wird eine umfangreiche Broschüre veröffentlicht, die durch Texte der Filmemacher und ausgewählte Essays eine weitergehende Beschäftigung mit dem Thema ermöglichen soll.

Die Veranstaltung im Festsaal des Studierendenhauses auf dem Campus Bockenheim in der Mertonstraße 26 –28 ist auf drei Tage (3., 5. und 6. November) terminiert. Der Eintritt kostet 5 Euro pro Programm. Dauerkarten, gültig für alle drei Veranstaltungstage, kosten 35 Euro. Die Tageskarte für Samstag kostet 25 Euro, für Sonntag 20 Euro.

 

Alle Informationen zum Programm gibt es unter www.filmkollektiv-frankfurt.de im Internet.

 

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