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Eckenheimer „Mainfüchse“: Kita-Kinder zeigen die Natur

Bei ihren Ausflügen in die Natur schaffen die „Mainfüchse“ immer wieder kleine Kunstwerke. Nun zeigen die Kita-Kinder viele Werke in ihrer „Landart“-Ausstellung in der Stadtteilbibliothek Dornbusch.
Alessia, Nusrah und Laiha zeigen ihre Collagen aus Naturmaterialien, die in der Ausstellung zu sehen sind. Foto: Salome Roessler Alessia, Nusrah und Laiha zeigen ihre Collagen aus Naturmaterialien, die in der Ausstellung zu sehen sind.
Eckenheim/ Dornbusch. 

Die Blätter, Blüten, Stöckchen und andere Materialien für ihre kleinen Kunstwerke haben Alessia (3), Nusrah (4) und Laiha (5) und all die anderen Kinder aus der Kita „Mainfüchse“ in der Sigmund-Freud-Straße draußen in der Natur gesammelt. Kleine Collagen haben sie daraus gemacht, draußen im Grünen, aber auch in der Kita auf Papier. Das ganze Frühjahr lang haben sie ihre Arbeiten gesammelt, sie auf Leinwänden zusammen geklebt oder Fotos von dem gemacht, was sie draußen kreiert haben. „LandArt 2015: Kinder im Dialog mit der Natur“ heißt die Ausstellung, die vom kommenden Mittwoch an bis Ende September in der Stadtteilbibliothek Dornbusch, Eschersheimer Landstraße 248, zu sehen sein wird.

 

Marienkäfer fliegen lassen

 

Neben Sprachförderung ist die Naturerfahrung der zweite Schwerpunkt der Kita, sagt die Leiterin, Pelka Budakovic. „Unser Motto ist: Lernen in der Natur über die Natur.“ Dazu gehen die Kinder, die jeden Vormittag draußen verbringen, auch mal weite Wege. „Wir waren schon im Wasserpark an der Friedberger Warte, im Huthpark und auf dem Alten Flugplatz, wo wir Kaulquappen gesehen haben“, erzählt Alif (6). Auch einen Marienkäfer haben er und sein Freund Joell gefunden. „Wir erziehen die Kinder dazu, pflegsam mit Pflanzen und Tieren umzugehen. Wie gut das funktioniert, zeigt das Beispiel der beiden Jungen. Ganz behutsam hatten sie den Marienkäfer auf der Hand, haben ihn nicht mit den Fingern angestupst. „Und Alif hat ihn von seinem Finger aus wieder fliegen lassen“, sagt Budakovic.

 

Kunst aus der Natur

 

Während für die Kinder die intensive Naturerfahrung recht neu ist, hat Pelka Budakovic viel Erfahrung mit „LandArt“, also mit Kunstwerken aus Naturmaterial. Hat sie diese Arbeitsweise doch bereits im Seckbacher „Wurzelkindergarten“ genutzt, den sie frühere leitete.

Für die Ausstellung haben die Kinder auch vier große Leinwände mit ihren Arbeiten erstellt, die die vier Element Erde, Feuer, Wasser und Luft darstellen. Von Mia (5) sind dabei zwei Herzen zu sehen, die sie mal aus grünen Blättern, mal aus Blüten gelegt hat. Dzejlana (6) hat auf einen umgefallen Holzstamm ein paar Kastanienblätter gelegt. „Das sind Palmen“, sagt sie stolz. Und der kleine Ast, der vor einem der Blätter liegt, sei eine Bank, die unter der Palme steht.

Die Kinder, erklärt Budakovic, lernen bei den Ausflügen nicht nur die Natur schätzen. „Sie lernen auch, mit geometrischen Formen umzugehen: rund, oval, dreieckig, quadratisch oder rechteckig.“ Und wenn sie sich ganz nebenbei darüber unterhalten, wenn sie diskutieren ob etwa eher rund oder oval ist, ist das auch noch eine spielerische Sprachförderung.

Achtung vor der Natur spielt bei den „Mainfüchsen“ auch beim Essen eine wichtige Rolle: Den früheren Caterer, der die Kita versorgte, hat Budakovic abbestellt – und eine Köchin eingestellt. Nun gibt es täglich Bio-Essen. Die Umstellung sei für die Kinder nicht schwer gewesen, und auch die Eltern finden es gut. „Und dabei halten wir trotzdem unser Budget ein.“

Auf lange Sicht würde Budakovic mit ihrem sechsköpfigen Team und den 25 Kindern auch auf gekauftes Spielzeug verzichten. Denn auch aus Blättern, Stöcken und andern Gegenständen aus der Natur könnten Kinder tolles Spielzeug bauen. Da wird dann auch mal der leere Milchkarton im Handumdrehen selbst zum Auto umgebaut.

Zu sehen ist die Ausstellung zu den Öffnungszeiten der Bibliothek, Dienstag und Donnerstag von 13 bis 19 Uhr, Mittwoch von 11 bis 18 Uhr, Freitag von 11 bis 17 Uhr und Samstag von 11 bis 14 Uhr.

(hau)
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