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Statistik: Knöllchen, Babys, Wohnen: Das ist Frankfurt in Zahlen

Frankfurt wächst und wächst – und verändert sich ständig: Wie und wo, zeigt der Blick ins neue Statistische Jahrbuch der Stadt. Auf 303 Seiten haben die 25 Mitarbeiter der Statistikabteilung Daten über die Mainmetropole zusammengestellt. FNP-Volontärin Muriel Frank hat in dem umfangreichen Zahlenwerk geblättert und interessante Fakten zusammengetragen.
Die Skyline von Frankfurt/Main. Foto: Boris Roessler/Archiv Die Skyline von Frankfurt/Main.

2014163 Mitglieder zählten die 420 Frankfurter Sportvereine. Neuer Rekord. Die beliebteste Sportart – auch unter Senioren – war das Turnen (74 746), dicht gefolgt von Fußball (56 772). Die 14 Schwimmbäder zählten mehr als 2,3 Millionen Besucher. Das Naturmuseum Senckenberg zählte 380 396 Besucher und war damit die beliebteste der 39 musealen Einrichtungen in der Mainmetropole. Mehr Besucher konnten nur der Zoo (804 998) und der Palmengarten (601 628) verzeichnen.

212 Meter über dem Meeresspiegel befindet sich der höchste Punkt Frankfurts, die Seckbacher Warte. Sie ist damit beinahe genauso hoch wie der Westend Tower (208 Meter) oder der Main Tower (200 Meter ohne Antennen). Der tiefste Punkt Frankfurts ist das Sindlinger Ufer mit nur 88 Metern über dem Meeresspiegel.

5,2 Millionen Gäste besuchten im vergangenen Jahr die Mainmetropole, darunter 2,27 Millionen Ausländer. Die meisten kamen aus den USA, gefolgt von China und dem Vereinigten Königreich. Sie sorgten für mehr als 8,8 Millionen Übernachtungen. Beides sind neue Rekordwerte. Die meisten Gäste kamen im September, im Juli und Oktober. Abermals zugelegt hat die Zahl der Tagungen und Kongresse. Sie belief sich im vergangenen Jahr auf 73 979 Veranstaltungen mit 4,5 Millionen Teilnehmern.

14 Neubürger pro Tag meldeten sich 2016 im Schnitt in Frankfurt an. Und damit erheblich weniger als 2015. Damals waren es täglich rund 44 Neubürger. Insgesamt lebten Ende vergangenen Jahres 729 624 Menschen in der Mainmetropole. Das waren 5138 mehr als noch im Vorjahr – eine Steigerung von 0,7 Prozent. Frankfurt bleibt eine junge Stadt. Die Einwohner sind weiterhin im Schnitt knapp 41 Jahre alt. Der Anteil der Jugendlichen beträgt 28 Prozent und ist damit beinahe genauso hoch wie der Ausländeranteil (28,8 Prozent).

33 Prozent der Schüler gehen aufs Gymnasium. Dagegen besuchten nur 2,4 Prozent  eine Hauptschule.

693000 Fahrgäste wurden im vergangenen Jahr täglich in Bussen und Bahnen befördert. In der Spitze waren 213 Bahnen, 335 Busse und 93 Straßenbahnen unterwegs. Sie halten an insgesamt 940 Haltestelle.

353 Baugenehmigungen wurden im vergangenen Jahr erteilt. Und damit 77 weniger als noch 2015 und 346 weniger als im Jahr 2000. „Ich war zunächst alarmiert, befürchtete einen Einbruch im Wohnungsbau“, sagte Dezernent Jan Schneider (CDU), der für das Statistikamt zuständig ist. Doch ein Blick ins Statistische Jahrbuch zeigt: Es besteht kein Grund zur Sorge. Verantwortlich für den dramatischen Rückgang der erteilten Baugenehmigungen ist vor allem, dass in der Mainmetropole immer weniger Einfamilienhäuser gebaut werden (2000: 536; 2016: 133). Stattdessen steigt die Zahl der Mehrfamilienhäuser. Ebenso wie die bebaute Wohnfläche – von 200 800 (2000) auf 310 800 Quadratmetern (2016). Die meisten neuen Wohnungen entstanden im vergangenen Jahr im Gallus und auf dem Riedberg.

1,5 Knöllchen kassierte jeder Frankfurter im vergangenen Jahr. Insgesamt waren das 1 098 329 Verkehrsordnungswidrigkeiten und damit 70 416 mehr als noch im Jahr 2015. Die Zahl der Straftaten dagegen ist rückläufig. Wurden 2015 noch 118 766 Straftaten bekannt, waren es 2016 nur noch 114 819. Den größten Anteil nahmen erneut die Eigentumsdelikte ein. Die Aufklärungsquote lag bei 61 Prozent.

162008 Tonnen Hausmüll produzierten die Frankfurter im vergangenen Jahr. Insgesamt betrugen die Haushaltsabfälle 281 746 Tonnen. Im Vergleich zu 2015 ist das ein Anstieg um 6000 Tonnen. Die gesammelten Bioabfälle haben erstmals die Marke von 25 000 Tonnen geknackt.

24 Babys kamen 2016 im Schnitt pro Tag zur Welt. Das waren insgesamt 8869 Kinder. „Damit haben wir beinahe die Geburtenrate von 1960 erreicht. Damals waren es 9000 Babys im Jahr“, sagte Dezernent Jan Schneider. Auffällig ist, dass inzwischen 28,5 Prozent aller Frankfurter Kinder unehelich geboren werden. „Das Kinderkriegen in wilder Ehe liegt im Trend“, sagte er Die Mütter waren der Statistik zufolge meist zwischen 30 und 34, die Väter zwischen 35 und 39 Jahre alt. Die Familien lebten am ehesten in Bockenheim oder dem Gallus. Austoben konnten sich die Kinder auf 416 Spielplätzen im gesamten Stadtgebiet.

 

 

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