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Überlastungen im Städtischen Klinikum: Kommentar: Ein Dilemma

Von Die Höchster Geschäftsführerin Dr. Dorothea Dreizehnter steht vor einem echten Dilemma. Ein Kommentar von Stefanie Liedtke.
Stefanie Liedtke Foto: Salome Roessler Stefanie Liedtke

In der Haut der Höchster Geschäftsführerin Dr. Dorothea Dreizehnter möchte man im Moment wahrlich nicht stecken. Da gelingt es ihr, binnen kürzester Zeit die Patientenzahlen des städtischen Klinikums signifikant zu steigern und damit die Basis zu schaffen, um das Haus langfristig zurück in die schwarzen Zahlen zu führen. Und dann muss sie feststellen, dass sie ihre Mannschaft mit ihrer Strategie kolossal überfordert hat, denn mit krankheitsbedingten Personalausfällen allein ist der drastische Anstieg der Überlastungsanzeigen nicht zu erklären. Doch wie soll Dreizehnter dieses Dilemma lösen? Wenn sie im großen Stil zusätzliche Mitarbeiter einstellt, ist ein Großteil der Erlöse futsch, die sie so dringend braucht, um ihre Bilanz aufzubessern. Ohne weiteres Personal jedoch läuft sie Gefahr, dass sich die überlasteten Kollegen über kurz oder lang einen anderen Arbeitgeber suchen. Mitarbeiter zu verlieren aber kann in Zeiten des Pflegenotstands kein Krankenhaus riskieren, denn Ersatz gibt es nicht. Schon jetzt können viele Kliniken – auch das Höchster Krankenhaus – oftmals wochenlang einen Teil ihrer Intensivbetten nicht belegen, weil es an qualifiziertem Personal fehlt.

Das Ganze hat aber noch eine weitere, ernste Dimension: Dort wo reihenweise Mitarbeiter überlastet sind, passieren Fehler. Fehler jedoch kann sich ein Krankenhaus nicht leisten, noch weniger als Ausgaben für zusätzliches Personal.

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