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Mülltrennung: Kommentar: Ein reformbedürftiges System

Von Heute erscheint das System der Mülltrennung als dringend reformbedürftig. Wobei ein Alleingang einzelner Städte wenig sinnvoll ist. Ein Kommentar von Günter Murr.
Günter Murr Günter Murr

Wer schon einmal versucht hat, neuen Nachbarn, die zuvor nicht in Deutschland gelebt haben, das System der hiesigen Mülltrennung zu erklären, wird vermutlich schnell aufgegeben haben. Es ist nicht zu verstehen, dass in die gelbe Tonne zwar die Aludose kommt, nicht aber die ausgediente Alupfanne, die sich aber genauso gut recyceln ließe. Ebenso dürfen in den Glascontainer zwar leere Flaschen und Marmeladengläser geworfen werden, aber keine ausrangierten Trinkgläser. Kaum jemand hält sich an diese wenig bekannten Regeln.

In den 90er Jahren war die Einführung der flächendeckenden Mülltrennung ein Erfolg. Die Menschen haben sich daran gewähnt, Verpackungen nicht einfach in die Restmülltonne zu werfen. Immer weniger Abfälle mussten auf Deponien und in Verbrennungsanlagen gebracht werden.

Heute erscheint dieses System als dringend reformbedürftig. Wobei ein Alleingang einzelner Städte wenig sinnvoll ist. Nötig ist eine bundesweit gültige, bürgerfreundliche und ökologisch sinnvolle Lösung. Es ist ein Trauerspiel, dass sich die Politik aus Rücksicht auf wirtschaftliche Interessen dazu nicht durchringen konnte.

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