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"Arbeiterstrich": Kommentar: Ein schöner Traum

Von Gut, wenn die Stadtpolizei gegen die negativen Begleiterscheinungen des „Arbeiterstrichs“ vorgeht. Zur Bekämpfung der Tagelöhnerei selbst könnten aber vor allem die Auftraggeber beitragen. Ein Kommentar von Christian Scheh.

Auf der einen Seite steht der glänzende Doppelturm der EZB, auf der anderen Seite ein Stadtviertel, in dem teurer Wohnraum für die Banker entsteht. Und mittendrin? Da liegt der „Arbeiterstrich“, auf dem Tagelöhner ihre Arbeitskraft zu Markte tragen. Egal, ob die „Stricher“ selbstständig oder „schwarz“ mauern, streichen und gärtnern. Sie werden ausgebeutet und erhalten keine soziale Absicherung. Am Ende gibt’s nur ein paar läppische Euro auf die Hand.

Christian Scheh Bild-Zoom Foto: FNP
Christian Scheh

Es ist gut, wenn die Stadtpolizei gegen die negativen Begleiterscheinungen des „Arbeiterstrichs“ vorgeht. Zur Bekämpfung der Tagelöhnerei selbst könnten aber vor allem die Auftraggeber beitragen: Wenn sie keine prekären Jobs mehr anbieten würden, würden die Tagelöhner bald fernbleiben. Dafür müssten die Auftraggeber die Moral freilich über das Geld stellen. Ein schöner Traum.

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