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Kommentar: Jetzt ist die Jagdbehörde am Drücker

Von
<span></span> Foto: Salome Roessler

Es ist gut, dass es in Deutschland strenge Waffengesetze gibt. Aber die Vorschriften zur nächtlichen Wildschweinjagd in Wohngebieten sind nicht streng, sie sind absurd. Es ist erlaubt, mitten in der Nacht in Frankfurter Siedlungen auf Wildschweine zu schießen, sich dabei mit technischen Hilfsmitteln gute Sicht zu verschaffen aber nicht. Was ist die Konsequenz? Die Konsequenz ist, dass die vier handverlesenen Stadtjäger im Mond-, manchmal auch im Laternenschein versuchen, ihr Ziel anzuvisieren. In neun von zehn Fällen drücken sie gar nicht erst ab, wenn sie ein Wildschwein vor die Flinte bekommen – weil sie nicht sicherstellen können, dass niemand anders in Gefahr gerät oder weil sie nicht gewährleisten können, das Tier mit einem gezielten Schuss tatsächlich zu töten. Die Oberste Jagdbehörde bürdet den Stadtjägern eine enorme Verantwortung auf und stiehlt sich selbst aus derselbigen. Das ist – im bildlichen Sinne gesprochen – eine Schweinerei. Die Stadtjäger tragen dazu bei, dass die Wildschweinplage nicht zu einem handfesten Problem wird. Schießen aber sollen sie im Zwielicht, in einer Gegend, wo jeden Moment ein Arbeiter vom Schichtdienst auf seinem Rad um die Ecke kommen kann. Hier darf kein Schuss daneben gehen. Jetzt ist die Jagdbehörde am Drücker.

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