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Ehrenamt: Koordinierungsstelle „Frankfurt hilft“ wird umstrukturiert

Vor drei Jahren wurde die Koordinierungsstelle „Frankfurt hilft“ gegründet. Mittlerweile haben sich die Anforderungen verändert, so dass ab Juni die Stabsstelle Flüchtlingsmanagement deren Aufgaben übernehmen kann. Für Ehrenamtliche soll sich aber nichts ändern.
Wie alles begann: 2015 traten Dilek Akkaya (links) und Anita Heise an, um Flüchtlinge und ehrenamtliche Helfer besser zu vernetzen. Nun wenden sie sich neuen Aufgaben zu. Foto: Heike Lyding Wie alles begann: 2015 traten Dilek Akkaya (links) und Anita Heise an, um Flüchtlinge und ehrenamtliche Helfer besser zu vernetzen. Nun wenden sie sich neuen Aufgaben zu.
Frankfurt. 

Nein, vorzuwerfen haben sich Dilek Akkaya und Anita Heise nichts. Wenn man etwas über die beiden sagen kann, dann, dass für „Frankfurt hilft“ nun ein neues Konzept nötig wird, weil sie besonders gut gearbeitet haben: Seit 2015 haben sie Ehrenamtliche, die sich in der Flüchtlingsbetreuung engagieren wollen, beraten, vernetzt und weitergebildet.

Nun, drei Jahre nach der großen Einwanderungsbewegung, haben sich die Aufgaben, die es zu bewältigen gilt, verändert. „In der ersten Phase ging es um sauber, trocken, satt. Jetzt geht es mehr um ankommen, hineinfinden, klarkommen“, sagt Roland Kaehlbrandt, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Polytechnische Gesellschaft. Er war es, der mit Sozialdezernentin Daniela Birkenfeld auf die Idee kam, eine Koordinierungsstelle einzurichten: „Die ehrenamtliche Hilfsbereitschaft war groß, aber die Bürger wussten nicht, was wann von wem gebraucht wurde. Wir wollten einen Beitrag leisten, damit die Motivation nicht verpufft.“

Also macht sich Kaehlbrandt an die Arbeit: Innerhalb einer Woche organisiert er neun weitere Stiftungen, die sich mit jeweils zwischen 10 0000 und 30 000 Euro pro Jahr an seinem Plan beteiligen. Im Juni 2015 steigen Akkaya und Heise ein – mit zwei Hauptzielen: Erstens so viele Ehrenamtliche wie möglich einzubinden und sie zweitens gut zu vernetzen. Die beiden entwickeln die Webseite www.frankfurt-hilft.de und das „Forum Flüchtlingshilfe“, bei dem sich Engagierte austauschen können. Seitdem haben 182 000 Besucher den Onlineauftritt besucht, 290 Menschen sich persönlich beraten lassen, 470 Ehrenamtliche an Infoveranstaltungen und knapp 900 an Fortbildungen teilgenommen. 80 Initiativen haben regelmäßige Angebote für Flüchtlinge, 420 Menschen nahmen an den bisher sieben Foren Flüchtlingshilfe teil. „Sie haben mit Sensibilität und Entschlossenheit gearbeitet“, sagt Kaehlbrandt. „Ich hätte gerne mehr Mitarbeiter wie Sie“, sagt Birkenfeld.

Im Lauf der Zeit änderten sich die Anforderungen: Weil viele Initiativen an Erfahrung gewinnen, werden weniger Fortbildungen angefragt. Weil die Ehrenamtlichen, die besonders hilfsbereit sind, bereits aktiv sind, müssen andere Zielgruppen angesprochen werden. Im vergangenen Jahr hat „Frankfurt hilft“ deshalb die Ehrenamtskampagne „Bin dabei“ und eine Facebook-Offensive gestartet.

Label bleibt bestehen

Nun ist das Projekt, in das die Stadt Frankfurt 120 000 Euro, und die zehn Stiftungen insgesamt 450 000 Euro investiert haben, so weit fortgeschritten, dass sich Akkaya und Heise anderen Aufgaben widmen können. Webseite und Forum werden künftig unter gleichem Label von der Stabsstelle Flüchtlingsmanagement betreut, die auch die Ehrenamtlichen berät.

Die beiden Frauen werden für die Gesellschaft für das Frankfurter Arbeitsmarktprogramm (FRAP) tätig sein, in der sie in den vergangenen Jahren auch ihr Büro hatten. „Es war von Anfang an als Überbrückung gedacht, bis wir die Ziele, die wir uns gesteckt haben, erfüllt haben“, sagt Birkenfeld. Und das sei hier eindeutig der Fall.

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