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Frankfurter Malakademie feiert ihr 30-jähriges Bestehen: Kunterbuntes Jubiläum

Von Die Frankfurter Malakademie setzt auf Kontinuität. Denn seit mittlerweile 24 Jahren leiten Günter Maniewski und Claudia Klee die Einrichtung. Diese ist allerdings schon älter, sie wurde bereits 1987 gegründet.
Tina Feser bildet sich seit dem Jahr 2006 in Kursen der Frankfurter Malakademie weiter. Und sie ist eine von 14 Künstlerinnen, die ein Atelier in der Zobelstraße nutzen können. Bilder > Foto: Salome Roessler Tina Feser bildet sich seit dem Jahr 2006 in Kursen der Frankfurter Malakademie weiter. Und sie ist eine von 14 Künstlerinnen, die ein Atelier in der Zobelstraße nutzen können.
Ostend. 

Eine Ausgabe des Werkes „Metaphysik“ des griechischen Philosophen Aristoteles (384 – 322 v. Chr.) liegt auf dem Tisch im Atelier von Tina Feser. Die Künstlerin bildet sich seit 2006 in den Kursen der Frankfurter Malakademie fort und ist eine von 14 Kunstschaffenden, die ein Atelier in den Räumen der Einrichtung in der Nähe des Zoo nutzen können.

Grundlage hierfür ist der Kurs „Offene Atelierzeit“. Dieser richtet sich an die Teilnehmer der Freien Kunstschule, die sich intensiver auf einen künstlerischen Prozess einlassen möchten. Zehn Ateliers, teils als Gemeinschaftsateliers ausgestaltet, gibt es in den Räumen der Frankfurter Malakademie, die in diesem Jahr ihr 30-jähriges Bestehen feiert. Derzeit sind alle Räume belegt.

Nach vorne schauen

„Wir schauen zu unserem 30-Jährigen nicht zurück, sondern blicken nach vorne“, sagt Günter Maniewski. Zusammen mit Claudia Klee leitet er die Einrichtung, die 1987 gegründet wurde. Fast 24 Jahre stehen Maniewski und Klee der Malakademie vor. Sie und verschiedene Dozenten vermitteln in Kursen nicht nur unterschiedliche, künstlerische Techniken wie Öl-, Aquarell- und Tuschmalerei, Akt- und Porträtzeichnen sowie Fotografie. Es geht ihnen zudem darum, die Bedeutung von Kunst und Künstlern sowohl im Spiegel der Geschichte zu betrachten, als auch deren Einfluss auf die gegenwärtige gesellschaftliche und politische Situation zu reflektieren.

In diesem Jahr gibt es zu dieser Auseinandersetzung einen Anlass, dessen Besuch einer der Höhepunkte des aktuellen Kursprogrammes ist: Die Rede ist von der Documenta 14. Seit 1955 werden in Kassel internationale und nationale Positionen zeitgenössischer Kunst ausgestellt. Seit 1972 ist die Kunstschau im Rhythmus von fünf Jahren. Erstmals jedoch ist die weltweit renommierte Schau daneben auch in Athen zu sehen. Sie trägt den Arbeitstitel „Von Athen lernen“.

Eine Exkursion zur Documenta nach Athen und Kassel haben Maniewski und Klee vorbereitet. Am 19. April soll die Reise in die griechische Hauptstadt starten. „Den Titel ,Von Athen lernen’ haben wir hierfür übernommen“, erzählt Maniewski. Es ist nicht die erste Exkursion der beiden Frankfurter Künstler in die „Wiege der Demokratie“. Schon im vergangenen Jahr organisierten sie eine Fahrt mit Kursteilnehmern dorthin. Sie begaben sich auf die Spuren der Antike mit ihren philosophischen Grundlagen.

Ursprung der Demokratie

„Ich war schon 2016 mit in Athen“, sagt Feser. „Athen, das ist der Ursprung unserer Demokratie. Die Geschichte ist dort überall spürbar“, betont die Künstlerin. Derzeit arbeitet sie in ihrem Atelier an einer neuen Werkreihe mit geometrischen Formen und Mustern, für die sie mit verschiedenen Schablonen experimentiert. Nicht nur das praktische Arbeiten, sondern auch die theoretische Auseinandersetzung mit Kunstwerken ist für sie wichtig. Die Angebote der Frankfurter Malakademie ermöglichten beides.

„Uns interessiert die gesellschaftliche und kulturelle Situation Griechenlands. Wenn wir aus Deutschland darauf blicken, dann ist es immer von außen“, sagt Maniewski. „Wenn wir verstehen wollen, wie die Situation wirklich ist, dann ist es wichtig, ins Land zu gehen“, findet er. „Als wir vergangenes Jahr in Athen waren, haben wir Kontakte zu griechischen Künstlern geknüpft und sie als Dozenten für unsere Sommerakademie nach Frankfurt eingeladen“, schildert Klee. Der Austausch und die Begegnung sind ebenfalls zentrale Aspekte, die mit den Angeboten an der Malakademie gelebt werden sollen.

„Ich finde es sehr gut, dass es hier die Möglichkeit gibt, mit anderen ins Gespräch zu kommen, zu sehen, wie unterschiedlich gearbeitet wird und auch neue Anregungen zu gewinnen“, betont Monika Pickert-Andres. Sie ist 2015 zur Malakademie gekommen und zeigt eine Auswahl ihrer Werke derzeit in der Gemeinschaftsausstellung „Aquarell-Labor/Experiment 1“ in den Räumen der Malakademie, die dort noch bis zum Sonntag zu sehen ist.

Zum ersten Beratungstag 2017, der am Sonntag, 15. Januar, von 13 bis 17 Uhr in den Räumen der Frankfurter Malakademie, Zobelstraße 11 angeboten wird, steht die Exkursion nach Athen im Mittelpunkt.

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