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Ehrenamt: Lady mit Mission: Claudia Böhnert engagiert sich in deutsch-amerikanischem Club

Normalerweise berät Claudia Böhnert internationale Wirtschaftskanzleien in PR- und Marketingfragen. Neuerdings unterstützt sie den American-German Business Club Frankfurt Rhein-Main – als Vize-Präsidentin für Marketing und Pressearbeit. Dafür hat die gebürtige Frankfurterin gute Gründe.
Claudia Böhnert auf der Terrasse ihres Büros. Foto: Michael Faust Claudia Böhnert auf der Terrasse ihres Büros.
Frankfurt. 

Wenn Claudia Böhnert an ihrem Schreibtisch im achten Stock sitzt, liegt ihr die Mainmetropole quasi zu Füßen. „Ich kann hier oben sehr gut arbeiten, das ist ein Ausblick, der mich anspornt“, sagt die international erfahrene Beraterin und blickt durch die großen Panoramafenster auf die Wohn- und Hochhäuser. Die St.-Antonius-Kirche, dahinter die DZ Bank. In der Ferne der Maintower, die Türme der Deutschen Bank und die europäische Zentralbank. Hier oben entwickelt Böhnert PR- und Marketing-Strategien für internationale Wirtschaftskanzleien und -unternehmen. Und seit kurzem auch für den American-German Business Club (AGBC) Frankfurt Rhein-Main – als Vize-Präsidentin. Für Böhnert ist das neue Ehrenamt „eine spannende Aufgabe“. Weil sie es liebe, Menschen und Unternehmen zusammenzubringen. Und weil sie, ehrgeizig wie sie ist, auch den AGBC weiter voranbringen wolle.

Austausch mit USA

Eine neue Positionierung hat sie mit dem Verein zusammen bereits erarbeitet. Künftig soll beim AGBC nicht nur der wirtschaftliche, sondern auch der politische und kulturelle Austausch zwischen den USA und Deutschland im Fokus stehen. „Wir wollen zeigen, dass zu Amerika sehr gute Beziehungen bestehen, trotz aktuell unterschiedlicher, politischer Ansichten“, sagt Böhnert. Im kommenden Jahr seien unter anderem Veranstaltungen zum Thema „Fake News“ geplant. Außerdem will der AGBC einen neuen Start-up-Wettbewerb für Studenten und Berufseinsteiger ins Leben rufen. „Uns fehlt ein digitales Kreativzentrum in Deutschland, neben Berlin“, sagt Böhnert. Frankfurt habe das Zeug, ein zweites Silicon Valley zu werden. Dafür müsse die Mainmetropole in Sachen Innovation allerdings noch etwas zulegen. Die Finanzgeber seien jedoch schon hier.

Sich für den AGBC zu engagieren, dafür hat Böhnert noch einen weiteren Grund: ihre Liebe zu Amerika. Schon während des Studiums zog es die angehende Betriebswirtin an die Westküste der USA, genauer nach San Francisco. „Ich habe Deutschland immer als reglementiert empfunden. In den USA war das anders, der Umgang informeller, offener“, sagt die gebürtige Frankfurterin. Nicht dass Amerikaner nicht harte Arbeit erwarten würden. „Sie sind fordernd, aber gleichzeitig leichter zugänglich“, sagt Böhnert. Genau das habe wohl ihre Liebe zu Amerika begründet. Und ihre Lust, kreativ arbeiten zu wollen, vor allem für internationale Werbeagenturen, darunter McCann Erickson, BBDO und Grey. Zuletzt in geschäftsführenden Positionen.

1964 gegründet

Der American-German Business Club ist ein international engagierter Verein, der 1964 von amerikanischen Unternehmern in Bonn gegründet wurde.

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2010 schließlich wagte Böhnert den Schritt in die Selbstständigkeit und gründete die Courage Strategieberatung. „In Frankfurt zu bleiben, war die beste Entscheidung meines Lebens“, sagt sie heute. Weil sie damals den richtigen Zeitpunkt für ihren Weg in die Selbstständigkeit abgepasst habe. „Bei Kanzleien beispielsweise hatte früher das Thema Marketing nur einen geringen Stellenwert. Der Wettbewerb um Mandanten hat sich jedoch deutlich verschärft. Ohne Strategie läuft heute nichts mehr. Die erfolgreichsten Kanzleien und Unternehmen haben das auch erkannt“, sagt sie. Inzwischen berät sie große, internationale Kanzleien und Unternehmen. Und hat eine Menge Spaß daran. „Ich möchte sehen, wie etwas wächst“, sagt Böhnert. Weil sie etwas bewegen will. So war sie schon immer.

Leistungssportlerin

Früher hat sie Leistungssport betrieben und viele Auszeichnungen gewonnen. Sie war Schul-, Kreis- und Badische Meisterin im Staffellauf über 1400 Meter. Heute geht sie ins Fitnessstudio oder auf den Golfplatz. Um den Kopf frei zu bekommen. Zeit für ihre neue Ehrenamtsmission muss sich die Geschäftsfrau freischaufeln. „Aber ich bin nicht Obama. Der hat noch mehr zu tun und kriegt’s auch hin“, sagt sie.

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