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Neu- und Erweiterungsbau: Landesfachschule für das Kfz-Gewerbe baut Car-Campus Rhein-Main

Der Kran ist schon weg, der Rohbau steht. Jetzt folgt das Innenleben. An der Landesfachschule für das Kfz-Gewerbe geht es voran. Im September soll der Neu- und Erweiterungsbau am Hofgut eingeweiht werden.
So wird das neue Schulungsgebäude mit Werkstätten und Prüfständen einmal aussehen. So wird das neue Schulungsgebäude mit Werkstätten und Prüfständen einmal aussehen.
Praunheim. 

Auf den ersten Blick erinnert der langgestreckte Flachbau ein wenig an ein Feuerwehrgerätehaus. Gibt es doch im Erdgeschoss gut ein halbes Dutzend gläserner Tore. Sie bieten Fahrzeugen aller Art freie Zufahrt zu Werkstätten und Prüfständen. Das neue Gebäude bietet insgesamt Platz für vier Ausbildungswerkstätten mit jeweils drei Hebebühnen und Lerninseln; zwei darüber liegende Parkdecks sorgen für zusätzliche Parkfläche. Entsprechend klangvoll und international ist auch der Name, den die Planer dem neuen Schulungszentrum verliehen haben: Car-Campus Rhein-Main.

„Wir investieren viel Geld für die Aus- und Weiterbildung unseres beruflichen Nachwuchses. Für unsere modernen Autos brauchen wir Kfz-Techniker, die auch komplexe elektronische Zusammenhänge verstehen und Schäden effizient beheben können“, sagt Obermeister Thomas Holler.

Aber auch den Umweltschutz hat die Innung im Blick. Seit einem Jahr schon produziert sie Strom und Wärme durch ein eigenes Blockheizkraftwerk. Auf dem Dach des Neubaus ist eine Photovoltaikanlage zur weiteren Stromerzeugung montiert.

Bis heute wurden an der Landesfachschule 11 600 Meister ausgebildet und über 62 000 Auszubildende geschult. Mehr als 44 000 Teilnehmer qualifizierten sich zudem bei Weiterbildungsangeboten. Seit mehr als einem Jahrzehnt ist die Landesfachschule auch auf internationaler Ebene ein gesuchter Partner.

Der Grundstein für all das wurde vor 54 Jahren gelegt, als die Kfz-Innungen Frankfurt und Main-Taunus-Kreis beschlossen, die Aus- und Weiterbildung zu verbessern. Die Landesfachschule Hessen wurde ins Leben gerufen, das alte, leerstehende Hofgut an der Heerstraße von der Stadt gepachtet und dort mit der überbetrieblichen Ausbildung von Lehrlingen begonnen.

Zudem wurden die ersten Meisterkurse angeboten. Finanziert durch die Innungsmitglieder und unterstützt durch Zuschüsse der öffentlichen Hand, wurde Raum für Raum renoviert, das Gebäude saniert und umgebaut. Werkstätten und Schulungsräume entstanden.

Inzwischen haben sich die Anforderungen insbesondere bei der Schulung von Fahrerassistenzsystemen und der Digitalisierung deutlich erhöht und damit den Trainingsbedarf vergrößert. Aus diesem Grund beschloss der Innungsvorstand, ein weiteres Gebäude zu errichten. Laut Schulleiter Claus Kapelke liegen die Bauarbeiten im Zeitplan. Im September soll es feierlich eingeweiht werden.

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