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Grundschule II Riedberg: Laster gefährden Schulkinder

Sobald Eltern ihre Kinder an der Grundschule II auf dem Riedberg absetzen oder von dort abholen, werden die dortigen Verkehrsregeln oft ignoriert. Auch Lastwagen nehmen keine Rücksicht auf Schulkinder. Die Stadt möchte auf die Situation nun reagieren.
Carolin

Friedrich Bilder > Carolin Friedrich
Riedberg. 

Eigentlich ist es ganz einfach: Eltern sollen von der einen Seite in die so genannte Kiss-and- Go-Zone fahren, also ihre Kinder vor der Schule rauslassen und die Ausfahrt über die andere Seite nehmen. Lastwagen ist die Durchfahrt untersagt, auch darf niemand den umgekehrten Weg zu nehmen.

 

Kreuz und quer geparkt

 

Vor der Grundschule II auf dem Riedberg werden diese Regeln jedoch jeden Morgen ignoriert. Gerade parkt eine Mutter länger als vorgesehen in der Zone und hält damit den Verkehrsfluss auf. Ein anderer Wagen, aus dem Schulkinder steigen, ist über die Ausfahrt in die Zone hineingefahren, obwohl ein Schild eben dies untersagt.

Die Lastwagen, die eine große Baustelle in der Graf-von-Stauffenberg-Allee anfahren, halten sich heute ausnahmsweise an die Vorschriften. Wie der Schulhausverwalter der Grundschule gesehen hat, nehmen Brummifahrer an anderen Tagen keine Rücksicht darauf, dass sie nahe einer Schule verkehren.

„Einige Eltern parken kreuz und quer, wenn sie ihre Kinder bringen oder abholen. Auch Lastwagen fahren oft verbotenerweise in die Kiss-and-Go-Zone“, erzählt der Schulhausverwalter. Noch am Morgen habe er einen schweren Sattelzug beobachtet, der mit großen Tempo an der Grundschule vorbeigefahren sei. So manches Baustellenfahrzeug komme auf 80 Stundenkilometer. „Vielleicht haben einige davon Beton geladen und sind deshalb in Eile. Eine Entschuldigung für das unverantwortliche Handeln ist das jedoch nicht“, regt sich Hayri Yaman auf, der soeben seine Kinder abgeholt hat. Eigentlich leben er und seine Familie nur wenige Meter von der Schule entfernt, und die Kinder könnten laufen.

„Aufgrund des Verhaltens mancher Verkehrsteilnehmer ist mir das Risiko für meine Kinder jedoch zu hoch. Daher bringe ich sie stets die paar Meter zur Schule und hole sie von dort auch wieder ab“, sagt Yaman. Er verweist außerdem darauf, dass es in der Graf-von-Stauffenberg-Allee kein Schild gibt, das auf eine Schule hinweist. „Das verleitet viele Auto- und Lkw-Fahrer zum Heizen“, findet der Vater. Dem Ortsbeirat 12 (Kalbach, Riedberg) ist die Verkehrssituation rund um die Grundschule bekannt. „Wir stehen deswegen in engem Kontakt zu den Eltern. Auch das Stadtschulamt ist bereits mit einbezogen. Wir werden uns damit in Kürze während einer Ortsbegehung ein Bild machen“, kündigt Ortsvorsteherin Carolin Friedrich (CDU) an.

Dabei solle auch über zusätzliche Maßnahmen beraten werden, die die Verkehrssituation entschärfen. Wie Friedrich sagt, sollen die Hinweise auf eine verkehrsberuhigte Zone vergrößert werden. „So dass die Autofahrer wahrnehmen, dass es sich um eine Zone handelt, in der Tempo 30 gilt. Wir sind guter Dinge, dass wir das Problem auf diese Weise in den Griff bekommen“, hofft die Ortsvorsteherin.

Auch das Straßenverkehrsamt ist informiert. „Wir haben dort bereits einiges unternommen, um die Situation zu entschärfen. Unter anderem wurden Schilder angebracht“, berichtet Amtsleiter Ulrich Schöttler.

 

Ortstermin am 20. März

 

Die Sorgen der Eltern konnten damit nicht aus der Welt geschafft werden. Wie Schöttler erzählt, befürchten viele Eltern, dass der Verkehr rund um die Schule noch zunimmt, wenn die Graf-von-Stauffenberg-Allee in den nächsten Jahren an die Rosa-Luxemburg-Allee angeschlossen wird.

„Am 20. März wird es daher nun einen Ortstermin vor der Schule geben, zu dem auch das Stadtschulamt, Vertreter unserer Behörde, der Grundschule und alle anderen Beteiligten kommen. Dabei werden die Probleme besprochen, und es wird hoffentlich eine Lösung gefunden“, sagt Schöttler.

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