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Ganz entspannt im Hier und Jetzt: Laura J. Padgett vor zwei Fotografien, die sie zum Diptychon angeordnet hat. Im linken Bild, entstanden auf Zypern, macht der Lichteinfall aus gerahmten Bildern ein Spiegelkabinett, im rechten entpuppt sich das Meer hinter dem griechischen Haus als Wald. Foto: Salome Roessler Ganz entspannt im Hier und Jetzt: Laura J. Padgett vor zwei Fotografien, die sie zum Diptychon angeordnet hat. Im linken Bild, entstanden auf Zypern, macht der Lichteinfall aus gerahmten Bildern ein Spiegelkabinett, im rechten entpuppt sich das Meer hinter dem griechischen Haus als Wald.

Ist für sie alles Motiv? Oder gibt es eine Ecke, wo sie sagte, hier kann ich nicht fotografieren? Sie überlegt kurz: „Ja. Italien. Da ist es einfach zu schön. Das Licht ist ganz spezifisch. Ich habe nie was Vernünftiges dort fotografieren können. Wirklich.“ Sie schätzt den Satz der berühmten libanesischen Schriftstellerin und Künstlerin Etel Adnan: „Irgendwann habe ich begriffen, dass es unmöglich ist, jemals vollkommen dort zu sein, wo man ist.“ Er ist poetisch und aufklärerisch zugleich. Wie ihre Aufnahmen. „Wie Gedichte verlangen Laura J. Padgetts Fotografien Zeit und wiederholtes Lesen und wie Gedichte behalten sie sich immer ein Geheimnis vor“, schrieb die Frankfurter Kunsthistorikerin Bettina Schmidt einst über die Libanon-Reihe. Wie wahr.

Lange Arbeitstage

Die Arbeitstage von Laura J. Padgett sind oft sehr lang, als Ausgleich joggt sie gern vormittags am Main, „das macht den Kopf frei“. Früher ging sie auch gerne schwimmen, meist im Stadionbad. Kraulen, nicht Brust. „’Don’t paddle’ heißt es in Amerika“, sagt sie, äfft mit den Händen eine verklemmte Brustschwimmbewegung nach und feixt. Die morgendliche Zeitungslektüre ist ein Muss. Sie liest die „New York Times“ täglich online, auch die FAZ, „Spiegel online“ und den „New Yorker“. Auch „The New York Review of Books“, eine Literaturzeitschrift, hat sie abonniert. „Und dann versuche ich noch ein paar Klassiker nachzulesen“, sagt sie und lächelt. Sie schätzt Texte, überhaupt Literatur sehr: „Es sind kleine Anker.“ Die braucht sie auch. Weil sie schon lange begriffen hat, dass es unmöglich ist, jemals vollkommen dort zu sein, wo man ist.

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Der rote Faden Das rote Band der Sympathie

Der Societäts-Verlag hat eine Porträtreihe aus der Frankfurter Neuen Presse aufgenommen: „Der rote Faden“ vereint 40 Frankfurter, die Großes geleistet haben.

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