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Riederwaldtunnel: Laute Baustelle bleibt das Problem

Von Laut wird es beim Bau des Riederwaldtunnels – das erwarten zumindest die Anwohner und der Ortsbeirat 11. Wie die hessische Straßenbaubehörde, Hessen Mobil, die Bürger vor dem Lärm schützen wird, ist im Stadtteilparlament daher auch im Jahr 2015 eines der wichtigen Themen.
Mit dem Bau des Dreiecks Erlenbruch und dem Riederwaldtunnel geht es auch 2015 weiter - und bleibt daher laut.	Foto: Christes Mit dem Bau des Dreiecks Erlenbruch und dem Riederwaldtunnel geht es auch 2015 weiter - und bleibt daher laut. Foto: Christes
Frankfurter Osten. 

Als die Straßenbaubehörde des Landes, Hessen Mobil, im Herbst vergangenen Jahres mit Proberammungen testete, wie die Baugrube für den Riederwaldtunnel errichtet wird, wurde es laut. „Ich wohne in der Zeuläckerstraße in Seckbach, der letzten Straße zum Riederwald hin. Selbst dort bin ich samstags quasi aus dem Bett gefallen, weil es so laut war“, erinnert sich Werner Skrypalle (SPD), Vorsteher des Ortsbezirks 11 (Fechenheim, Riederwald, Seckbach).

Direkt an der Baustelle sei der Lärm geradezu „ohrenbetäubend laut“ gewesen, sagt Skrypalle. Bis heute jedoch habe Hessen Mobil kein Konzept vorgelegt, wie es beim Tunnelbau für die Anwohner oder die Pestalozzischule erträglich leise wird. „Das ist ein Thema, dass uns auch 2015 hindurch beschäftigen wird.“

Immerhin betone Hessen Mobil immer wieder, dass sie an dem Lärmschutzkonzept arbeiten. „Nach außen hin verbreiten sie Zuversicht, dass ihnen etwas einfällt“, sagt Skrypalle. Gehört habe der Ortsbeirat davon aber noch nichts. „Es kann nicht sein, dass die Anwohner 86 Dezibel ertragen müssen, wie ein Gutachter festgestellt hat.“ Bisher seien anscheinend alle Versuche gescheitert, den Lärmpegel zu senken. „Eigentlich müsste Hessen Mobil direkt vor die betroffenen Häuser Schallschutzwände bauen – aber das ist ja nicht praktikabel.“ Die wohl einzig wirksame Methode sei, den Lärm an der Quelle zu bekämpfen – an den Maschinen. Es bleibe abzuwarten, ob das technisch umsetzbar sei. „Ansonsten muss Hessen Mobil in den sauren Apfel beißen und die Anwohner in Hotels umquartieren.“

 

Info-Büro als Chance

 

Skrypalle hofft, dass wenigstens das Info-Büro, das Hessen Mobil in der Borsigallee 4 eingerichtet hat, in punkto Lärm während der Bauphase etwas bringt. „Man kann dort seine Beschwerden vorbringen. Wenn das die Anwohner vehement tun, reagiert Hessen Mobil eventuell. Damit auftretende Probleme schnell behoben werden, wenn es zu laut wird.“

Ein weiteres wichtiges Thema werde 2015 die Belebung des Atzelbergplatz, sagt Skrypalle. Der bislang triste Platz wird derzeit neu gestaltet, um ihn schöner zu machen und dadurch mehr Menschen dorthin zu ziehen. Gescheitert sei die Bemühung, den seit Jahren leerstehen Supermarkt für verschiedene Gruppen zu nutzen. „Die Idee war, alle anderen Räume aufzugeben und die soziale Arbeite im früheren Supermarkt zu konzentrieren. Aber die Stadt hat klar gemacht, dass das zu teuer sei.“ Es sei aber sicher nicht schlecht, weitere Räume für soziale Projekte zu haben.

„So etwas wie ein Vereinszentrum sehe deshalb ich am Atzelbergplatz aber nicht“, sagt Skrypalle – auch wenn 2015 noch einmal darüber gesprochen werden solle. Wichtiger und erfolgversprechender sei, den Platz durch Geschäfte zu beleben. „Optimal wäre ein kleiner Supermarkt, der alle Bedürfnisse abdeckt.“ Auch eine Apotheke könne wieder Menschen auf den Platz führen. Aktuell stehe aber die Entscheidung an, ob und in welchem Umfang jene Mauer, die den Atzelbergplatz auf der Talseite abschließt nachträglich durch ein Geländer ersetzt wird. Nachdem beim Bürgerforum im Seckbach die Bürger für den Rückbau der kompletten Beton-Brüstung stimmten, entscheidet der Ortsbeirat wohl im Januar, was er sich von der Stadt erwünscht.

 

Einzelhandel beleben

 

Den Einzelhandel zu beleben, sei für ganz Seckbach ein wichtiges Ziel, sagt Skrypalle. Bereits 2013 sei Planungsdezernent Olaf Cunitz (Grüne) deswegen im Stadtteil gewesen – passiert sei bislang aber nicht viel. Er hoffe, dass die Stadt 2015 auf den Ortsbeirat zukomme, um das Thema erneut aufzugreifen. Mehr Räume für die Vereine könnten entstehen, wenn endlich ein Grundstück für den Bau einer neuen Turnhalle gefunden würde. „Dann könnte die kleine alte Halle des Turnvereins abgerissen werden. Das böte Chancen für eine Entwicklung des alten Ortskerns.“ Die Belebung des Einzelhandels sei allerdings ein Thema, dass alle Stadtteile im Ortsbezirk betreffe.

Außerdem hoffe der Ortsbeirat, dass der Magistrat ihm 2015 das Konzept zur Sanierung der Wilhelmshöher Straße vorstellt, das derzeit noch zwischen den zuständigen Ämtern abgestimmt werde, sagt Skrypalle, „damit sich die Bürger frühzeitig einbringen können“.

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