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Gastro-Kolumne: Lecker frühstücken im „Café im Glück“

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Aylin Kal und Sasa Pelesich in Ihrem Café im Glück in der Gluckstraße 17, im Frankfurter Nordend. Foto: Holger Menzel Aylin Kal und Sasa Pelesich in Ihrem Café im Glück in der Gluckstraße 17, im Frankfurter Nordend.

Schokolade macht glücklich. Besonders wenn sie wie bei Aylin Kal und Sasa Pelesich schmeckt. Die Geschäftspartner und Lebensgefährten betreiben im Nordend das „Café im Glück “. Seit Eröffnung sind mehr als zwei Jahre vergangen. Und weil sie in dieser Zeit ein glückliches Händchen bewiesen, haben sie ihr Café im vergangenen Monat vergrößert. „Der Laden läuft so gut, dass wir immer wieder Leute wegschicken mussten“, erzählt die Inhaberin. „Also haben wir uns entschlossen, zwei leerstehende Lagerräume in Lokalfläche umzuwandeln.“

Dabei hatte anfangs niemand an den Erfolg des Cafés geglaubt. Zumal es in der näheren Umgebung mehrere Mitbewerber gibt. Das Paar ließ sich aber nicht davon abhalten, sein Glück in der Gastrobranche zu versuchen. Schließlich verfügte Pelesich bereits über viel Erfahrung auf diesem Gebiet. Auch wenn seit seiner Kochlehre im Interconti und der Ausbildung zum Hotelfachmann einige Jährchen vergangen sind. Zuletzt arbeitete er in der Telekommunikation, wo er allerdings den Kontakt zu den Gästen vermisste.

Kal wollte sich bei ihrem beruflichen Werdegang ebenfalls nicht auf eine Branche beschränken. „Ich bin zahnmedizinische Fachassistentin, war danach aber als Store Managerin bei Hayashi am Börsenplatz tätig.“ Diesen Job hängte sie kürzlich an den Nagel, um ganz in das „Café im Glück“ einzusteigen. Der Name ist übrigens ihre Idee gewesen: Zum einem befindet sich das Café in der Gluckstraße, und zwar in den Räumen eines früheren Tabakgeschäfts. „Zum anderen gingen dort Lottoscheine über die Theke, die manche in glückliche Gewinner verwandelten.“

Einen dicken Scheck hätten auch Kal und Pelesich gut gebrauchen können, als sie ihren gemeinsamen Neustart in Angriff nahmen. „Wir mussten alles selbst machen“, erinnert sich die Gastronomin, „haben über zwei bis drei Monate am jedem Wochenende renoviert.“ Dabei legten sie die Bodenfliesen frei, die noch aus der Zeit stammen, als die Räume eine Metzgerei beherbergten. Sie passen wunderbar zu den teilweise tapezierten und teilweise unverputzten Wänden. Die Jugendstil- und Shabby-Chic-Möbel hat Kal auf Onlineauktionen oder Trödelmärkten gefunden. Zum nostalgischen Charme des Cafés tragen außerdem die leicht vergilbten Schwarz-Weiß-Fotografien bei: „Sie zeigen Menschen, die früher im Nordend gelebt und gearbeitet haben, darunter die Betreiber der einstigen Metzgerei.“

Es dürfte ganz im Sinne dieser Vorgänger sein, dass Kal und Pelesich bei ihren Produkten sehr auf Qualität achten. Bleibt die Frage, was sie ihren Gästen servieren? Als Speisekarten fungieren Karteikästen mit liebevoll beklebten Kärtchen. Darauf stehen belegte Brote, mehrere Frühstücksvariationen, ein wechselndes Tagesgericht, Kaffee und Kuchen sowie verschiedene Teesorten zur Auswahl. Frisch gepresste Säfte gibt es obendrein. Die Gäste können etwa mit einer Vitaminbombe (4,80 Euro) in den Tag starten – einer nicht zu süßen Mixtur aus Apfel-, Orangen- und Karottensaft – und sich danach ein üppiges Frühstück einverleiben. Wobei der mit knusprigen Brot und Brötchen gefüllte Korb samt Wurst und Käse (nicht aus der Packung), Butter und Marmelade mit lediglich 5,80 Euro zu Buche schlägt. Gute Qualität und große Portionen gehören hier zum Standard, wie auch das Bio-Chrunchy-Müsli aus Amaranth, Leinsamen, Kokoschips und gepufftem Dinkel sowie Milch und Joghurt beweist (4,50 Euro). Wer etwas Warmes im Bauch haben möchte, wählt das Tagesgericht und bekommt eine sämig-würzige Karotten-Sellerie-Kartoffel-Suppe mit frischer Kresse (6,50 Euro) – garantiert ohne Brühwürfel. Naschkatzen können zum Abschluss hausgemachten Milchreis mit Beeren bestellen (3 Euro) und am Nachmittag ein knuspriges Mandelcroissant drauflegen (2 Euro).

Das rundherum leckere Angebot gefällt einem bunt gemischten Publikum, zu dem auch viele Mütter und Väter mit Nachwuchs zählen. „Wir sind ohnehin sehr kinderfreundlich“, sagt die Gastronomin, „und haben verschiedene Spielsachen.“ Fehlt nur noch die aromatische Trinkschokolade mit cremigem Milchschaum (2,60 Euro), um die Kleinen – und Großen – vollends glücklich zu machen.

 

Café im Glück

Nordend, Gluckstraße 17, Tel. 069 95016817, www.imglück.com, Di–Fr 8–17, Sa/So 9–17 Uhr, Mo Ruhetag, Sitzplätze: 44 innen/30 außen, Küche: deutsch

 

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