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Frankfurt Art Bar muss schließen: Letzte Runde in der Art Bar

Von Mitte des Monats muss die Frankfurt Art Bar aus ihrem Domizil am Ziegelhüttenweg ausgezogen sein. Geöffnet ist nur noch in dieser Woche. Weitergehen soll es an anderen Stelle trotzdem. Nur wann und wo genau steht noch nicht fest.
Das Haus am Ziegelhüttenweg müssen die Bar-Macher bis zum 17. November räumen. Das Haus am Ziegelhüttenweg müssen die Bar-Macher bis zum 17. November räumen.
Sachsenhausen. 

Nach langem Bangen wird aus den Befürchtungen traurige Gewissheit: Die Frankfurt Art Bar (FAB) muss ihre Räume am Ziegelhüttenweg verlassen. Diese Woche hat die beliebte und inzwischen weit über die Grenzen Frankfurts hinaus bekannte Bar noch geöffnet. Der letzte normale Betrieb ist für kommenden Samstag geplant, am Sonntag wird dann noch einmal für ein bereits ausverkauftes Theaterstück geöffnet. „Und dann fangen wir an alles auszuräumen“, berichtet Janice Young von der FAB. Bis Montag, 17. November, müssen die Räume am Ziegelhüttenweg geräumt sein.

 

„Wir haben lange gekämpft“

 

Das Ende der FAB an ihrem seit neun Jahren angestammten Platz war lange abzusehen. „Die Kündigung haben wir ja schon vor zwei Jahren bekommen“, sagt Young. Andere Mieter neben ihnen gibt es schon lange nicht mehr. Lange wurde dennoch gehofft, das Lokal doch nicht aufgeben zu müssen. In den zurückliegenden Jahren wurde die Bar vom Eigentümer des Gebäudes geduldet. Nun wird es verkauft und das Arrangement gehört der Vergangenheit an. „Wir haben lange dafür gekämpft, doch noch zumindest bis zum Ende des Jahres bleiben zu dürfen. Aber am Ende hat es einfach nicht geklappt“, sagt Young. Was mit dem Gebäude passieren soll, ist noch nicht bekannt. Young fürchtet aber, dass es zunächst einmal längere Zeit leerstehen und schließlich abgerissen wird.

Helfen konnte auch eine Petition nicht, mit der in den vergangenen Monaten Unterschriften gegen die drohende Schließung gesammelt wurden. Angeregt wurde die Aktion von einem Stammgast. Inzwischen sind rund 1500 Unterschriften zusammengekommen. „Die meisten davon direkt in der Bar auf den Listen, die wir ausgelegt hatten“, berichtet Young.

Die Musiker und Künstler, die regelmäßig in der FAB aufgetreten sind und die schon für die kommenden Monate gebucht waren, haben von den Art-Bar-Machern bereits vom Aus des Kult-Treffs erfahren. „Die wussten alle schon lange, dass es bei uns ganz schnell gehen kann. Deshalb standen alle Verträge in der Vergangenheit auch immer unter Vorbehalt. Wir wussten ja nie, wie lange es uns noch an unserem angestammten Platz geben wird“, sagt Young.

 

Die Suche geht weiter

 

Der Plan für den Auszug steht bereits, so schwer die Überlegungen auch gefallen sein mögen. „Ein Bekannter hilft uns, alles abzutransportieren, und einen Lagerplatz haben wir auch schon. Unseren Flügel können wir bei Nachbarn unterstellen. Wir müssen dann nur noch entscheiden, was wir behalten und was auf den Sperrmüll kommt“, sagt Young. Das meiste jedoch soll eingelagert werden. Und das nicht ohne Grund: Denn auch wenn die FAB aus ihren bisherigen Räumen ausziehen muss, aufgeben wollen Janice Young und ihr Mann deshalb noch lange nicht. „Wir werden irgendwie weitermachen. Auch wenn wir bisher nichts Passendes gefunden haben, suchen wir weiter nach neuen Räumen für unsere Bar“, sagt Young.

Alle Versuche, Räume zu finden, sind in den vergangenen Monaten allerdings gescheitert. „Irgendwas hat immer nicht gepasst.“ Täglich durchforste sie das Internet, um keine neuen Angebote zu verpassen, berichtet Young. „Unsere Lieferanten wissen auch Bescheid und halten die Augen offen.“ Jedem Hinweis nach möglichen Räumen werde nachgegangen. „Wir gucken uns jetzt alles an und hoffen, irgendwann etwas zu finden.“ Vom anfänglichen Anspruch, Sachsenhausen auf jeden Fall die Treue zu halten, hat sich das FAB-Team inzwischen allerdings verabschiedet.

Dafür hat Young einen Ausweichplan entwickelt, um die Zeit bis zu einer möglichen Neu-Eröffnung der Art Bar zu überbrücken. „Ich bin gelernte Köchin. Deshalb schauen wir jetzt auch mal nach kleinen Restaurants oder Bistros, die wir möglicherweise übernehmen könnten“, berichtet sie. Die Hoffnung aufzugeben komme jedenfalls nicht in Frage. „Wir bleiben optimistisch und sind überzeugt, dass es irgendwo in dieser Stadt das Richtige für uns gibt.“

 

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