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Leuchtturmprojekt der Zoologischen Gesellschaft

Von Frankfurt in die Serengeti und zurück: Die Zoologische Gesellschaft Frankfurt ist für viele Menschen mit dem Namen Bernhard Grzimek verbunden. Ihre Naturschutz-Schwerpunkte sind nach wie vor stark in Afrika. Mittlerweile gibt es aber auch in Deutschland Projekte.
Frankfurt/Main. 

Der Kampf um den Schutz der Serengeti hat vor Jahrzehnten die Zoologische Gesellschaft Frankfurt(ZGF) mit ihrem damaligen Präsidenten Bernhard Grzimek bekannt gemacht. Die Naturschutzorganisation, die in diesem Jahr ihr 160-jähriges Bestehen feiert, hat noch immer einen ihrer Arbeitsschwerpunkte in Afrika. Insgesamt förderte sie im vergangenen Jahr in 18 Ländern und mit 30 Programmen Naturschutz und den Erhalt großer Wildnisgebiete. Mittlerweile engagiert sich die ZGF aber auch bei Projekten in Deutschland, etwa bei der Renaturierung ehemaliger Truppenübungsplätze in Brandenburg, hieß es am Mittwoch bei der Vorstellung des Jahresberichts.

Im Jubiläumsjahr hat die ZGF einen „Geburtstagswunsch” gewissermaßen vor der eigenen Haustür: „Wir glauben, Frankfurt ist reif für ein Conservation Center und einen weiteren „Leuchtturm” neben Hochfinanz, Flughafen und Kultur”, sagte Geschäftsführer Christof Schenck. Ein solches Zentrum, in dem Wissenschaft, praktische Naturschutzarbeit und Pädagogik gebündelt und vernetzt werden könnten, habe in Frankfurt einzigartige Bedingungen, betonte ZGF-Präsident Klaus Becker.

Mit der Senckenberg-Gesellschaft für Naturforschung habe eine international anerkannte wissenschaftliche Einrichtung mit dem Schwerpunkt Artenvielfalt und Klima ihren Sitz in Frankfurt, ebenso die KfW-Stiftung, die mit dem Bund zu den weltweit großen finanziellen Förderern von Artenvielfalt gehöre. Es gebe bereits erste Gespräche mit dem Kulturdezernat der Stadt.

Seit der Gründung der Gesellschaft haben Wildnisgebiete und Artenvielfalt massive Verluste hinnehmen müssen, warnten die ZGF-Vertreter. Allein zwischen 1970 und 2012 sei die Zahl der Wildtiere um 58 Prozent zurückgegangen. Bevölkerungswachstum, Klimawandel, aber auch illegaler Abbau etwa von Gold in Peru oder die Abholzung der großen Urwälder im Kongo oder auf Sumatra bedrohten Natur und Tierwelt in den Projektgebieten der ZGF. Das gilt auch im ostafrikanischen Tansania, wo einst erfolgreich der Schutz der Serengeti durchgesetzt wurde. Derzeit sehen die Naturschützer dort durch die Regierungspläne für ein riesiges Staudammprojekt den Bestand des Selous-Nationalparks massiv bedroht.

(dpa)

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