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Gastro-Kolumne: Lieblings-Rezepte munden im „Trares“

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Christian Weber (li.) und Christopher Crell erfüllten sich mit dem Restaurant »Trares«   im Nordend einen langgehegten Traum. Foto: Heike Lyding Christian Weber (li.) und Christopher Crell erfüllten sich mit dem Restaurant »Trares« im Nordend einen langgehegten Traum.

Es ist doch immer wieder schön, wenn sich ein Traum erfüllt. Bei Christopher Crell waren es die Räume in der Luisenstraße 7 und somit wenige Schritte vom Merianplatz entfernt. Hier betreiben er und sein Geschäftspartner Christian Weber das Restaurant „Trares“ . Crell gefielen die Lage und das Objekt an sich. „Der Innen- und der Außenbereich sind sehr großzügig gestaltet“, sagt er. Dadurch habe er viel mehr Platz als in seinem früheren Lokal – „Crell Cuisine“ in der Gaußstraße 4.

Dass über der Tür des heutigen Projekts der Name „Trares“ steht, hat verschiedene Gründe: „Zum einen handelt es sich um die Hausbesitzer, zum anderen haben sie uns sehr dabei geholfen, unser Konzept zu realisieren“, erzählt Weber. „Es war und ist eine harmonische Beziehung, die sich nun im Namen widerspiegelt.“ Das reibungslose Miteinander wussten die neuen Pächter umso mehr zu schätzen, als ihnen die Betreiber des „Knossos“ eine einzige Baustelle hinterlassen hatten. „Wir mussten viel sanieren, was anfangs nicht geplant war. Das reichte vom Boden über die Stromkabel bis hin zur Heizung. Außerdem haben wir den Lärmschutz verbessert, der vorher oftmals Probleme verursachte.“

Damit sämtliche Umbauten nach ihren Vorstellungen verlaufen, holten sich Crell und Weber zwei echte Profis ins Lokal. Ben Appy übernahm die Position des verantwortlichen Architekten, Jürgen Löffelholz konzentrierte sich mehr auf die Entwicklung des Innendesigns – und das nicht zum ersten Mal. „Er war schon an der Freitagsküche im Museum für Moderne Kunst konzeptionell beteiligt“, so Weber. Gemeinsam verwandelten sie die kahlen Räume in ein ansprechendes Restaurant, das sich als durchdachte Mischung aus Tradition und Moderne präsentiert. Da wären beispielsweise rustikale Tischplatten, deren Holz von einer alten Scheune stammt, sowie schicke Designerstühle. Ein an der Decke installiertes großflächiges Lichtelement sorgt für indirekte Beleuchtung. Das fertige Ergebnis bezeichnen die Gastronome gerne als „locker, aber kompetent“.

Mit diesen Worten beschreiben sie auch ihr kulinarisches Angebot. Das beginnt bei der jungen kreativen Genussküche, die Christopher Crell auf die Teller bringt. Der Betreiber und Chefkoch in Personalunion scheint außerdem einiges für Klassiker übrigzuhaben. Das zumindest lassen seine „Lieblinge“ vermuten, allen voran die kräftig schmeckende, nach dem Originalrezept der Hausbesitzerin zubereitete Markklößchensuppe (6,50 Euro). Oder der aromatische Brotsalat mit jungen Blättern von Kohlrabi, Roter Bete und Spinat sowie fachmännisch gegarten Meeresfrüchten (14,50 Euro). Unter den Gerichten, die schon die Gäste von „Crell Cuisine“ geliebt haben, finden sich auch die wechselnden hausgemachten Nudeln.

Ein gelungenes Beispiel sind die Ravioli mit einer Füllung aus Feigen, Mascarpone und Walnüssen, abgerundet durch eine Mandel-Salbei-Chili-Butter, letztere sehr fein abgeschmeckt (13,50 Euro). Bei „Crells Kleinigkeiten“ hingegen kann sich der Küchenchef kreativ austoben. Das ergibt eine orientalische Lasagne, eine Kombination aus Hummus, exotisch gewürztem Rinderhack und Bauernsalat (5 Euro). Die Kleinigkeiten kommen in Tapas-Größe, sind allerdings aufwändiger als die spanischen Appetithäppchen. „Es handelt sich um Minigerichte“, betont Weber. Während sie sich einzeln als Vorspeise eignen, gehen drei bis vier von ihnen als Hauptgang durch.

Zur gehobenen Küche passen die Cocktails von Jasmin Zora und die Rebensäfte von Serkan Müller. Kurioserweise verbirgt sich hinter dem weiblichen Namen ein männlicher Barkeeper und hinter dem männlichen Namen ein weiblicher Weinprofi. Zora hat in Clubs wie Cocoon und KingKa gearbeitet, Müller die IHK-Prüfung zur Sommelière abgelegt. Ihre Kollektion hat einen europäischen Schwerpunkt, umfasst bekannte Weine, aber auch Erzeugnisse, die nicht überall auf der Karte stehen – etwa einen Ansata Blanc von Marc Kreydenweiss aus dem Elsass (40 Euro). Zu den gefüllten Nudeln hingegen empfiehlt sie einen Lugana von Tommasi Viticoltori (32 Euro), dem traditionsreichen Familienbetrieb in Venetien.

Das Restaurant befindet sich noch in der Soft-Opening-Phase. Am 23. September geht es offiziell los und der Traum von Christopher Crell in Erfüllung.

 

Trares, Nordend, Luisenstraße 7, Telefon (069) 96 75 25 34,
www.trares-restaurant.de, Mo–Do/So 18–1, Fr–Sa 18–3 Uhr, Sitzplätze: 76 innen/60 außen

 

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