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Aktivisten belagerten Stand in Bockenheim: Linke Szene störte Wahlkampf der AfD

Die linke Szene war auch am Wochenende wieder in Frankfurt aktiv: Erst belagerte sie einen Wahlkampfstand der AfD, dann machte sie am Zaun der neuen Europäischen Zentralbank gegen Auswüchse des Kapitalismus mobil.
Links der AfD-Stand, rechts die Gegendemo, in der Mitte mehrere Polizisten und eine Frau, die sich fragt, was hier los ist.	Fotos: kam Links der AfD-Stand, rechts die Gegendemo, in der Mitte mehrere Polizisten und eine Frau, die sich fragt, was hier los ist. Fotos: kam
Frankfurt. 
Ein Kapitalismuskritiker mit Schild vor     der neuen EZB. Bild-Zoom
Ein Kapitalismuskritiker mit Schild vor der neuen EZB.
Eigentlich wollte die „Alternative für Deutschland“ auf der Leipziger Straße um Stimmen bei der Europawahl werben und an einem Infostand entsprechende Flugblätter verteilen. Dann waren die zehn Mitglieder der Partei, die als antieuropäisch und in Teilen ihres Programms auch rechtspopulistisch gilt, aber mehr mit der Abwehr von Konfettischauern und verbalen Attacken beschäftigt.

Hinter diesen standen Dutzende Aktivisten der Autonomen Antifa Frankfurt. Die linksradikale Gruppe hatte im Internet dazu aufgerufen, den AfD-Wahlkampf am Samstag „aufzumischen“. Die mit etlichen Einsatzkräften vertretene Polizei trennte Parteimitglieder und Gegendemonstranten über mehrere Stunden hinweg. Von Wahlkampfaktivitäten, wie sie vorgesehen waren, konnte kaum noch die Rede sein.

Zu einem kleineren Zwischenfall kam es eine knappe Stunde nach Kundgebungsende auf dem Kornmarkt in der Innenstadt: Nach Polizeiangaben hatten sich zwei Aktivistinnen einem AfD-Politiker an die Fersen geheftet und ihn weiterhin mit Konfetti geworfen. Als dieser eine abwehrende Bewegung mit der Hand gemacht und dabei eine der Frauen getroffen habe, sei es zu einem Gerangel gekommen. Danach erstatteten die Aktivistinnen eine Anzeige wegen versuchter Körperverletzung, der Mann wegen Beleidigung und Nötigung.

Zu vergleichbaren Vorfällen kam es beim zweiten Zaunspaziergang des antikapitalistischen Blockupy-Bündnisses nicht. Bis zu 200 Personen protestierten gestern vor der neuen Europäischen Zentralbank (EZB) gegen die schlechte Situation von Prostituierten und Wanderarbeitern und gegen negative Auswüchse der EU-Krisenpolitik. Bei ihrem Spaziergang verhängten Aktivisten mehrere Sicherheitskameras und schlossen die EZB schon vor ihrer Eröffnung symbolisch. Außer ein großen Portion Kapitalismuskritik gab’s aber auch Kaffee und Kuchen.

(chc)
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