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Aufruf im Internet: Linksextremisten wollen „Ball der Polizei“ im Saalbau Bornheim stören

Die Polizeigewerkschaft GdP erwartet am Samstag 160 Gäste zum „Ball der Polizei“. Die extremistische Gruppe „Interventionistische Linke“ ruft im Internet dazu auf, die Tanzveranstaltung in Bornheim zu stören. Polizisten im Dienst werden ihre feiernden Kollegen schützen.
Die Stadtteilbibliothek im Saalbau Bornheim wird umgebaut.	Foto: mwe Die Stadtteilbibliothek im Saalbau Bornheim wird umgebaut. Foto: mwe
Frankfurt..  Der „Ball der Polizei“ gilt in Frankfurter Polizei- und Sicherheitskreisen als eines der größten und schicksten Gesellschaftsereignisse. Die Frankfurter Bezirksgruppe der Gewerkschaft der Polizei (GdP) stellt die Tanzveranstaltung einmal jährlich im Saalbau Bornheim auf die Beine. Zum diesjährigen Ball, der am Samstag um 20 Uhr beginnen soll (Einlass: 19 Uhr), erwartet die GdP nach eigenen Angaben 160 geladene Gäste. Darunter werden viele Gewerkschafter, aber auch die Frankfurter Polizeiführung und andere hochrangige Vertreter des Präsidiums sein. Die Sängerin und Moderatorin Corinna De Pooter soll den Polizeiball moderieren, die „Andorras“-Party-Band zum Tanz aufspielen.
 
„Relevante Gruppe“
 
Ein linksextremistischer Aufruf im Internet lässt allerdings erahnen, dass die Polizeigewerkschafter nicht ganz ungestört feiern können: Die „Interventionistische Linke“ (IL) lädt unter dem Motto „Kein Grund zu feiern!“ dazu ein, „sichtbare Zeichen des Protestes und Widerstandes“ zu setzen.
Das Hessische Landesamt für Verfassungsschutz führt die IL in seinem gerade vorgestellten Jahresbericht 2016 als eine der besonders relevanten Gruppen innerhalb der linksextremistischen Szene Frankfurts auf. Der „harte Kern“ der Szene in der Stadt zeichne sich durch „ein anhaltend hohes Aktionsniveau, seine große Gewaltbereitschaft und die bundesweit gute Vernetzung aus“, heißt es in dem Bericht.
 
Die IL schreibt in ihrem Aufruf, dass die Polizei „nicht der ,Freund und Helfer‘, sondern für viele Menschen ein echtes Problem“ sei und schöpft dann kräftig aus dem bekannten Fass linksradikaler Kritik an den Sicherheitsbehörden. Alle seien „eingeladen, ihrem Unmut über die herrschenden Verhältnisse beim ,Ball der Polizei‘ Ausdruck zu verleihen – kreativ, bunt und lautstark!“, schreibt die IL. Und weiter: „Sie nehmen sich den Saalbau – und wir uns die ganze Stadt! Sie feiern die Polizei – und wir den Widerstand!“
 
Ob außer dem angekündigten Vorzeigen von Schildern und Plakaten auch militante Aktionen geplant sind, lässt sich – wie fast immer im Fall solcher Ankündigen – schwer vorhersehen. Peter Horlacher, Frankfurter Bezirksgruppenchef der GdP, sagte am Freitag auf Nachfrage, dass der Ball trotz des angekündigten Gegenprotests stattfinden soll. Als Polizist müsse man heute „immer damit rechnen, etwas zu erleben“, zeigt sich Horlacher gelassen.
 
Polizeiliche Doppelbesetzung
 
Aus dem Polizeipräsidium ist zu hören, dass der Ball – wie nach Ankündigungen der vorliegenden Art üblich – mit Beamten gesichert werden soll. Polizisten im Dienst werden also ihre feiernden Kollegen schützen.
 
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