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Marie-Curie-Schule: Lösung für Platzprobleme ist in Sicht

Hinter der Marie-Curie-Schule am Riedberg liegen unruhige Wochen. Vor allem deshalb, weil die geplante Erweiterung zum wiederholten Mal verschoben wurde. Jetzt aber zeichnen sich Lösungen ab.
Dass die geplante Erweiterung der Marie-Curie-Schule verschoben werden musste, ärgert auch die bisherige Elternbeiratsvorsitzende Barbara Günther. Sie gehört dem neuen Elternbeirat nicht mehr an. Über ihre Nachfolge wird in den nächsten Tagen entschieden. Foto: ftv-Hamerski Dass die geplante Erweiterung der Marie-Curie-Schule verschoben werden musste, ärgert auch die bisherige Elternbeiratsvorsitzende Barbara Günther. Sie gehört dem neuen Elternbeirat nicht mehr an. Über ihre Nachfolge wird in den nächsten Tagen entschieden.
Riedberg. 

Vier Klassenzimmer in Holzmodulbauweise sollten bis zu den Herbstferien an der Marie-Curie-Schule (MCS) aufgestellt werden. Jetzt dauert es wohl bis Ende Januar, bis diese Erweiterung kommt. Für die Schule birgt diese Verschiebung etliche Probleme (wir berichteten). Jetzt sollen für die Viertklässler, die zurzeit nachmittags in den Stadtteilräumen betreut werden, nach den Herbstferien zwei zusätzliche Räume im Gymnasium zur Verfügung stehen.

Darüber hinaus will das Amt für Bau und Immobilien (ABI) Ende Oktober zwei Stahlcontainer auf dem Bolzplatz der MCS aufstellen, damit die Viertklässler dort ihre Nachmittage verbringen können, bis die Erweiterung endlich umgesetzt ist. Das berichtete Baudezernent Jan Schneider (CDU) in der jüngsten Sitzung des Ortsbeirats 12 (Kalbach, Riedberg). Dieses Angebot sei „als kleine Wiedergutmachung“ gedacht. Schneider: „Damit können wir ein Stück weit kompensieren, dass wir hier viel Unruhe hineingebracht haben.“

Hinter dem Zeitplan

Beim komplizierten Vergabeverfahren habe man Fehler gemacht, so dass eine „missliche Situation“ entstanden sei, räumte der Baudezernent ein, der in der Bürgerfragestunde den Ortsbeiräten und den rund 80 Zuhörern Rede und Antwort stand. Aufgestellt werden sollen die Holzmodule voraussichtlich Ende des Jahres, die Übergabe zur Einrichtung geplant für Ende Januar. „Wir sind damit deutlich hinter dem Zeitplan, was ich sehr bedaure“, sagte Schneider.

Im Publikum kamen diese Entschuldigung und die Lösungsvorschläge gut an. Er sei „mit so einem Hals“ zu dieser Zusammenkunft gekommen, sagte Johannes Scholl, Vater eines Grundschulkindes an der MCS, zum Baudezernenten: „Aber inzwischen würde ich Ihnen sogar einen gebrauchten Diesel abkaufen.“ Kritische Worte blieben in der Fragestunde, die rund dreieinhalb Stunden dauerte, trotzdem nicht aus. Ob man sich nach all den Verschiebungen auf den neuen Zeitplan verlassen könne, sorgten sich einige Eltern. Man habe vom Hersteller die Zusage, dass die Holzmodule im Januar angeliefert werden könnten, versicherte Schneider. Eine verbindliche Zusage wollte er dennoch nicht abgeben. „Bauen ist ein gefahrengeneigtes Geschäft, es gibt immer gewisse Risiken. Ich kann Ihnen nur versprechen, dass wir alles dafür tun, damit das funktioniert.“

Mit dieser Begründung wollte er auch nicht definitiv zusagen, dass die geplante dritte Grundschule am Riedberg tatsächlich zu Beginn des nächsten Schuljahrs ihren Betrieb aufnehmen kann, wie es Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD) versprochen hatte. Dieser Fahrplan sei „extrem sportlich“, sagte Schneider. Für die neue Schule sollen an der Hans-Leistikow-Straße Stahlcontainer aufgestellt werden. Nach zwei Jahren will man in das Gebäude der jetzigen IGS Kalbach-Riedberg in der Carl-Hermann-Rudloff-Allee umziehen, wenn diese ihren Neubau in der Gräfin-Dönhoff-Straße bezogen hat.

Hürden zu überwinden

An der Hans-Leistikow-Straße müssten jedoch noch manche Hürden überwunden werden, erklärte der Baudezernent – unter anderem wegen einer nahen Hochspannungsleitung: „Wir wissen, dass wir diese Gebäude Ende Juli 2019 übergeben sollen. Wir kämpfen dafür, dass wir das hinkriegen. Es gibt aber noch viele Unwägbarkeiten.“

Bei einigen Ortsbeiräten sorgten Schneiders Ausführungen für Stirnrunzeln. Die Vorschläge seien gute Lösungen für den Moment, sagte Thorsten Lieb (FDP). Doch die gesamte Planung sei seit Jahren katastrophal. „Man hechelt nur hinterher“, sagte der FDP-Politiker. Mit dieser explosionsartigen Zunahme der Schülerzahlen, mit der man nicht nur am Riedberg kämpfe, habe vor zehn Jahren niemand gerechnet, hielt der Baudezernent dagegen. Darüber hinaus verteidigte er das Amt für Bau und Immobilien, das in den vergangenen Wochen mehrmals kritisiert worden war. Dort gebe es „eine junge, hochmotivierte Truppe“. Schneider: „Die Leute kämpfen, die brennen für ihre Aufgabe. Sie sind schwer unter Druck und machen extrem viel, sie wissen um ihre Verantwortung.“

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