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Im Spiegel der Hochhäuser: Mateo Hamann fotografiert die Bankentürme der Stadt

Von Er ist 19 Jahre alt und hat sich als Fotokünstler bereits einen Namen gemacht: Mateo Hamann. Sein Blick auf die Hochhäuser Frankfurts zeigt, dass die Stadt immer wieder neu entdeckt werden kann. Vor kurzem wurde ein Bildband mit seinen Fotos herausgebracht, Werke hieraus sind in einer Ausstellung zu sehen.
Fotokünstler Mateo Hamann (19) hat einen Blick für Details, zeigt außergewöhnliche Perspektiven auf die Hochhäuser der Stadt. Foto: Rainer Rueffer-- FRANKFURT AM MA Fotokünstler Mateo Hamann (19) hat einen Blick für Details, zeigt außergewöhnliche Perspektiven auf die Hochhäuser der Stadt.
Sachsenhausen. 

Die einen mögen sie, die anderen nicht und dennoch sind sie so charakteristisch für Frankfurt wie Friedrich Stoltze und der Ebbelwei – die Hochhäuser der Mainmetropole. Einer, den die Architektur der Banken- und Geschäftstürme fasziniert, ist Mateo Hamann.

Großformatiger Bildband

Der 19-jährige Fotokünstler zog vor etwa mehr als sieben Jahren mit seiner Familie aus den Vereinigten Staaten nach Frankfurt. Mit dem Fahrrad und seiner Kamera entdeckte er nach und nach die Stadt, fing seitdem immer wieder die Besonderheiten der Frankfurter Hochhäuser fotografisch ein. Vor ein paar Wochen erschien ein großformatiger Bildband mit 96 seiner Aufnahmen in der Edition Panorama. 28 Werke hieraus werden jetzt in der Ausstellungshalle 1a in der Schulstraße 1 a unter dem Titel „Frankfurt“ gezeigt. Heute Abend um 19 Uhr wird die Schau eröffnet. Dr. Matthias Alexander, Ressortleiter der Rhein-Main-Zeitung der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, führt in die Werke ein.

Strukturen offenlegen

Frankfurts Hochhäuser sind ein Markenzeichen der Mainmetropole, zählen zu den beliebtesten Foto- und Film-Motiven, wenn es darum geht, die Stadt nach außen zu repräsentieren. Wenn man aber glaubt, die blitzenden Fassaden der Hochhäuser bereits zu kennen, so zeigt Mateo Hamann, dass es noch ganz anders geht. Mit seinen Bildern nimmt er den Betrachter mit auf eine Entdeckungstour, visualisiert ganz neue und außergewöhnliche Perspektiven auf die Türme der Stadt.

Der Fotograf baut Kontraste auf, wählt Ausschnitte, die die Architektur in ihre Strukturen zerlegen und damit gleichzeitig offenlegen. Er legt den Fokus auf die geometrischen Formen der Fassaden, setzt die Bauten in Beziehung zueinander, aber auch zu den alten Gebäuden der Stadt. Er fängt Spiegelungen ein und spielt mit dem Nebeneinander der Architektur. So zeichnen sich beispielsweise auf einer Fotografie die Konturen des Messeturmes in der spiegelnden Fassade des Hochhauses Kastor ab. In einem anderen Werk hat Hamann die Perspektive so gewählt, dass sich die Architektur der Hochhäuser Tower 185 und Pollux scheinbar aufgeklappt, ähnlich einem Leporello zeigt.

Über allem steht das Licht, das der junge Fotokünstler ähnlich einem klassischem Maler einzusetzen versteht. Mateo Hamann nutzt die Besonderheiten der sogenannten Blauen Stunde. Hiermit wird die Zeit nach Sonnenuntergang und vor Eintritt der Dunkelheit der Nacht bezeichnet. Es ist ein Licht mit fast magischer Wirkung. Auch die Morgenstunden haben für ihn ihren besonderen Reiz wie das erste Licht des Tages, das sich in der Fassade der Europäischen Zentralbank reflektiert wie ein kleiner Feuerball. Im Vordergrund ist der Turm der Dreikönigskirche zu sehen, die noch im Schatten liegt. Keine seiner Fotografien ist nachträglich bearbeitet. Die Arbeit beginnt für ihn bereits, bevor er überhaupt auf den Auslöser der Kamera drückt. Er komponiert, sucht nach der für ihn spannenden Perspektive. „Ich nehme mir immer sehr viel Zeit für den Ausschnitt“, erzählt er.

Mateo Haman wurde in New York geboren. Aufgewachsen ist er aber nicht in der Metropole am Hudson River, sondern in Portland. Er hat sein Talent in die Wiege gelegt bekommen, seine Eltern, Marie Préaud und Horst Hamann, sind beide bekannte Fotografen. Sohn Mateo setzte sich selbst bereits als Kind mit den Möglichkeiten der Gestaltung und Technik auseinander, tauschte sich mit den Eltern aus. Er hat aber seinen eigenen Stil gefunden, seine Handschrift, die seine Fotografien unverkennbar macht.

Film studieren

Mit 19 Jahren hat er sich bereits einen Namen gemacht. Doch darauf möchte er sich nicht ausruhen. In einigen Monaten startet Mateo Hamann mit einem Filmstudium in Amsterdam. Danach würde er gerne Werbefilme drehen, am liebsten für die Autoindustrie.

Die aktuelle Ausstellung ist nicht die erste Schau mit seinen Werken. Fotografien von ihm waren unter anderem bereits im Frankfurter Presseclub und in der Galerie f8 zu sehen. Über diese Galerie-Ausstellung kam Mateo Hamann in Kontakt mit Oliver Alexander Obert, Gründer und Gesellschafter des Unternehmens Oceans & Company in Frankfurt. Dieses ist unter anderem auf die Repositionierung von großen Immobilien spezialisiert. Von Obert, der beruflich daher eine große Verbindung zu Hochhäusern hat, stammt die Idee zu dem Bildband. Er ist Herausgeber des Buches.

 

Die Ausstellung läuft bis zum 19. Februar. Sie kann mittwochs und donnerstags von 18 bis 20 Uhr, freitags und sonntags von 14 bis 18 Uhr besichtigt werden.

 

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