E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Frankfurt am Main 30°C

Einzug 2023: Max-Planck-Institut kommt auf Frankfurter «Kulturcampus»

Bisher wurde auf dem «Kulturcampus» nur mit dem Bau eines Luxus-Wohnturms begonnen. Jetzt gibt es neue Signale. Auch das Land bringt eine Machbarkeitsstudie auf den Weg - notfalls auch ohne die Stadt Frankfurt.
Computer-Visualisierung: So soll der künftige Kulturcampus aussehen Foto: dpa Computer-Visualisierung: So soll der künftige Kulturcampus aussehen
Frankfurt. 

Bewegung auf dem «Kulturcampus» im Frankfurter Stadtteil Bockenheim: Das Max-Planck-Institut für empirische Ästhetik will voraussichtlich ab 2023 dorthin umziehen. Man werde sich mit den rund 130 Mitarbeitern in der ehemaligen Druckerei Dondorf am Rande das Areals niederlassen.

Historie und Architektur des Industriegeländes seien «einfach faszierend», erklärte am Montag die zuständige Baukoordinatorin Julia Intemann. Das wissenschaftlich interdisziplinäre Haus - eines von weltweit 83 Max-Planck-Instituten - sitzt seit 2013 in einem angemieteten Gebäude in der Innenstadt und sucht seit längerem eine feste Bleibe.

Frankfurt hatte 2011 das 17 Hektar große Areal nach dem Umzug der Uni auf den neuen Campus im Westend für rund 70 Millionen Euro vom Land gekauft. Dort soll ein «neues Viertel mit Kunst, Kultur, Wissenschaft, Wohnen und Arbeiten» entstehen. Das Land will dort auch für 100 Millionen Euro den Neubau der Musikhochschule errichten. Begonnen wurde aber bisher vor allem mit dem Bau von luxuriöser Hochhauswohnungen.

Das Land hat beschlossen, die seit langem angekündigte Machbarkeitsstudie zum Kulturcampus notfalls ohne die Stadt Frankfurt jetzt in Auftrag zu geben. Dies habe Kunstminster Boris Rhein (CDU) am Donnerstag entschieden, sagte am Montag sein Sprecher in Wiesbaden. Die Expertise soll prüfen, wie die Musikhochschule auf dem Campus mit dem von Frankfurt geplanten «Zentrum der Künste» verknüpft werden kann.

Frankfurt sei «eingeladen», sich daran zu beteiligen. Bisher habe das Kulturdezernat aber keine konkreten Zahlen zum Flächenbedarf genannt, kritisierte Rhein. Stadt und Land wollten die Studie eigentlich gemeinsam in Auftrag geben. Das Land drängt zur Eile, weil es möglichst zügig einen Architektenwettbwerb zum Bau der Musikhochschule ausloben will. Diese ist in beengten Verhältnissen in der Innenstadt untergebracht.

(dpa)

Zur Startseite Mehr aus Frankfurt

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen