E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Frankfurt am Main 28°C

Kommunalwahl: Michael Paris will Politik ohne Partei machen

Er ist eine der schillerndsten Figuren der Frankfurter Kommunalpolitik: Der 60-jährige Michael Paris. Das ehrenamtliche Magistratsmitglied gehörte jahrzehntelang der SPD an, dann kam es zum Bruch.
Michael Paris Foto: Christian Christes (www.chrischristes.de) Michael Paris
Frankfurt. 

Er ist eine der schillerndsten Figuren der Frankfurter Kommunalpolitik: Der 60-jährige Michael Paris. Das ehrenamtliche Magistratsmitglied gehörte jahrzehntelang der SPD an, dann kam es zum Bruch. Paris kandidierte bei der Bundestagswahl im Frankfurter Wahlkreis als unabhängiger Kandidat und gab danach seine SPD-Mitgliedschaft auf, um einem Rauswurf zuvorzukommen. Jetzt will er bei der Kommunalwahl am 6. März mit einer eigenen Liste antreten, für die er noch Mitstreiter sucht. Der Name für die Gruppierung steht schon fest: „Politik ohne Partei“ (PoP).

Ursprünglich gingen Kenner der Frankfurter Stadtpolitik davon aus, dass Paris mit Bernhard Ochs eine gemeinsame Liste aufstellt. Ochs hat sich aber entschieden, als Spitzenkandidat auf der Liste „Die Frankfurter“ anzutreten.

BernhardOchs
Ochs ist Spitzenkandidat einer neuen Gruppierung

Frankfurt. Der Stadtverordnete der Römer-Fraktion, Bernhard Ochs, tritt bei der Kommunalwahl am 6. März als Spitzenkandidat einer eigenen Liste an.

clearing

Vermutlich hatte Ochs gefürchtet, im Falle einer gemeinsamen Liste mit Paris das Nachsehen zu haben, falls nur ein Kandidat seiner Liste gewählt wird. Denn die Wahrscheinlichkeit, dass der einzige Gewählte dann Paris sein würde, unabhängig von dessen Listenplatz, ist sehr groß. Obwohl Paris 2011 auf Platz 31 der SPD-Liste kandidierte, wurde er um 29 Plätze auf Platz 2 vorgewählt.

Für die Wahl im März haben bisher 17 Gruppierungen Interesse bekundet. Die CDU, die Europaliste von Luigi Brillante, die Grauen Panther mit Erhard Römer und „Die Frankfurter“ von Bernhard Ochs haben ihre Wahlvorschläge bereits beim Wahlamt eingereicht. Noch fehlen die Listen von SPD, Grünen, FDP, Linke, AfD, Republikanern, Piraten, NPD, BFF, Freie Wähler, Alfa und Ökolinx, die sich ebenfalls zur Wahl stellen wollen. Die Wahlvorschläge müssen bis 28. Dezember eingereicht werden. Am 8. Januar entscheidet der Wahlausschuss über die Zulassung.

Neue Listen wie „PoP“ müssen die doppelte Anzahl der Sitze im Stadtparlament als Unterstützer nachweisen, sie benötigen also mindestens 186 Unterschriften. Bei der Wahl 2011 kandidierten 18 Listen. Ob es am 6. März 2016 ebenso viele oder mehr werden, weiß man erst am 28. Dezember bzw. am 8. Januar.

(tre)
Zur Startseite Mehr aus Frankfurt

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen