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Mieter-Kampagne kritisiert ABG als „unsozial“

Frankfurt. 

„64 Millionen Euro Gewinn – und kein bisschen sozialer!“ So fassen in der Kampagne „Eine Stadt für alle! Wem gehört die ABG?“ aktive Mieterinitiativen und Stadtteilgruppen ihre Kritik an der städtischen Wohnbau-Holding zusammen. Die hat dieser Tage ihre Gewinne aus dem zurückliegenden Geschäftsjahr öffentlich gemacht.

„Damit legt die ABG den Beweis vor, dass es nicht wirtschaftliche Sachzwänge sind, die die Mieten steigen lassen. Vielmehr ist es politischer Unwille, der eine sozialverträgliche und nicht ausgrenzende Wohnungspolitik im Interesse der Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen verhindert“, urteilt Andrea Kempkes von der Kampagne. „Ökonomisch“ stehe also einer sozialgerechten Neuausrichtung der ABG nichts im Wege. „Die Gewinne belegen klar, dass die ABG in der Lage ist, die Mieten unbefristet einzufrieren, Wohnraum für geflüchtete Menschen bereitzustellen und öffentliche Flächen wie etwa auf dem Kulturcampus, vielfältigen und stadtteilnahen sowie kulturellen und sozialen Nutzungen zur Verfügung zu stellen“, so Kempkes weiter. Zurzeit aber unterscheide sich die ABG als städtisches Unternehmen kaum noch von privaten, renditeorientierten Konzernen.

(red)
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