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Mit Kinderkunst für eine bessere Welt

Mit großer Leidenschaft haben Mädchen und Jungen des Kinderzentrums „Die Stadtteilwerkstatt“ zusammen mit der Künstlerin Tatjana Elvers-Hizman Bilder gemalt. Diese werden zugunsten des Kinderhilfswerks Unicef verkauft und sind aktuell in einer Ausstellung zu sehen.
Roan (Mitte) und den anderen Kindern ist die Hilfskation wichtig. Ihre Bilder spenden sie gerne. Roan (Mitte) und den anderen Kindern ist die Hilfskation wichtig. Ihre Bilder spenden sie gerne.
Bornheim. 

Wasser ist unerlässlich für das Leben. Jedoch nicht alle Menschen, insbesondere Kinder dieser Welt, haben so selbstverständlich Zugang hierzu, wie wir es aus unserem Alltag kennen. Für die Frankfurter Künstlerin Tatjana Elvers-Hizman ein Grund, die Initiative zu ergreifen und Wasser-Projekte von Unicef, das ist das Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen, zu unterstützen. Sie entwickelte die Idee „Kinder malen für Kinder“ und stellte diese dem Kinderzentrum „Die Stadtteilwerkstatt“ in der Neuhofstraße 25 vor, das in unmittelbarer Nähe ihres Wohnortes liegt. Dort war man begeistert von der Initiative und dem Engagement der Künstlerin. Vor Ostern leitete Elvers-Hizman an drei Tagen Mädchen und Jungen aus der Einrichtung im Alter von sechs bis zehn Jahren beim Malen an.

Die entstandenen 22 Werke – allesamt in Acryl auf Leinwand gemalt – zeigen Motive aus der Natur, wie etwa die Darstellung von Blumen, Bäumen und ganzen Landschaften. Die Werke werden jetzt – passend zu den Motiven – in den Räumen der Gärtnerei Klumpen in der Dortelweiler Straße 87 ausgestellt und sollen für den guten Zweck zugunsten von Unicef verkauft werden.

Schon zur Eröffnung der Ausstellung fanden erste Bilder einen neuen Besitzer. Stolz zeigen die Kinder auf den roten Punkt, der deutlich macht, dass die jeweilige Arbeit verkauft ist.

Einer der jungen Künstler ist Roan (10). „Das habe ich gemalt“, erzählt er und verweist auf ein Bild mit der Darstellung einer Birkenlandschaft. Auf die Frage, ob es denn schwierig gewesen sei, das Motiv mit Pinsel und Farbe auf die Leinwand zu bringen, antwortet der Junge schon ganz wie ein großer Künstler: „Als erstes habe ich mit den dunkleren Farben angefangen und sie mit einem breiten Pinsel aufgetragen. Danach etwas hellere Farben hineingearbeitet“, erklärt er seine Vorgehensweise.

Hoher Anspruch

„Die weißen Baumstämme habe ich fast zum Schluss gemalt. Vorne sind dickere Baumstämme, weiter hinten werden sie schmaler“, erklärt er weiter. Dadurch entstünde der Eindruck, dass man in den Wald hineinschauen kann. Am Ende hat der Schüler noch mit dunkleren Farbtönen die typische Färbung der Birken aufgetragen. „Ich mag den Wald total gerne und gehe mit Oma und Opa oft dort spazieren“, sagt er. Für ihn war das Malen eine Premiere.

Den Kinder helfen

„Ich finde es super, dass die Bilder verkauft werden, um mit dem Geld anderen Kindern zu helfen, denen es nicht so gut wie uns und damit sie sauberes Wasser bekommen“, sagt Roan. „Wir haben mit den Kindern darüber gesprochen, dass es bei uns selbstverständlich ist, den Wasserhahn aufzudrehen, es aber viele Kinder auf der Welt gibt, die gar keinen Zugang zu sauberem Wasser haben“, sagt Kunstpädagogin Nicole Schäfer vom Kinderzentrum.

Yves (8) und Marlene (11), die beiden Kinder von Schäfer, haben sich ebenfalls an der Aktion beteiligt. „Das Malen war ganz schön schwierig“, sagt Yves. Der Knirps hat eine Vase voll mit Blumen gemalt, sogenannte „Mummies“, seine Schwester hat sich mit Winterblumen auseinandergesetzt. „Die Kinder haben Darstellungen ihrer Motive als Vorlagen genutzt“, erklärt Tajana Elvers-Hizman.

„Die Kinder waren mit einer großen Ernsthaftigkeit dabei und sind beim Malen über sich selbst herausgewachsen“, lobt die Künstlerin. „Ich selbst habe über die verschiedenen Projekte der Unicef durch meine Tätigkeit als erste Hausdame im Le Meridien Parkhotel erfahren“, fügt sie hinzu.

Dirk Wilhelm Schmidt, Direktor des Frankfurter Hotels, ist zur Eröffnung ebenfalls anwesend. „Täglich sterben 3000 Kinder weltweit aufgrund von verschmutztem Wasser und daraus resultierenden Krankheiten“, erklärt er. Seit 20 Jahren sammelten die Le Merdien Hotels für Unicef England. „So sind bereits 30 Millionen US-Dollar zusammengekommen“, sagt Schmidt.

Die Ausstellung in der Gärtnerei Klumpen läuft noch bis zum 2. Mai und kann montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr sowie samstags von 8 bis 16 Uhr besichtigt werden.

(alf)
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