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Niddapark: Mordfall Irina A.: Polizei nimmt Verdächtigen fest

Das ging schnell: Nur zwei Tage nach dem Fund einer Frauenleiche im Niddapark hat die Polizei am Freitag einen Verdächtigen festgenommen.
Mitarbeiter der Spurensicherung untersuchen den  Niddapark. Ein Spaziergänger hatte die Leiche der 29-Jährigen entdeckt. Foto: Boris Roessler (dpa) Mitarbeiter der Spurensicherung untersuchen den Niddapark. Ein Spaziergänger hatte die Leiche der 29-Jährigen entdeckt.
Frankfurt. 

Im Fall der getöteten Frau, die am Mittwochmorgen in einem Frankfurter Park gefunden wurde, hat die Polizei bereits am Freitag einen Verdächtigen festgenommen. Dabei handelt es sich um einen 50-jährigen Deutschen, wie eine Sprecherin der Frankfurter Polizei am Samstagmorgen sagte. Zuvor hatte die «Bild»-Zeitung online über die Festnahme berichtet. Der verdächtige Gastwirt M. sollte noch am Samstag dem Haftrichter vorgeführt werden.

Bei der Toten handelt es sich nach Angaben der Polizei um eine 29-Jährige, die wegen einer Falschaussage zu sexueller Belästigung angeklagt worden war. Spaziergänger fanden die Leiche am frühen Mittwochmorgen.

Dienstags Ruhetag

Der Parkplatz, auf dem das Auto abgestellt war, war nicht der große des Sportvereins Blau-Gelb, sondern der kleinere, etwas versteckte vor dem Restaurant „Niddapark“ gelegene. Die Polizei bittet Zeugen, sich zu melden.

„Wir können dazu nichts sagen, wir haben dienstags Ruhetag“, sagte der Inhaber des Restaurants „Niddapark“ gestern. Ein Mitglied des Kleingartenvereins berichtete: „Tagsüber stehen da immer Autos. Da fällt ein SUV nicht auf.“ Am Dienstagabend hingegen hätte das Auto schon auffallen können. „Obgleich es auch viele Hundehalter gibt, die hier das Auto abstellen.“

Irina A. lebte laut „Bild-Zeitung“ im Westend. Vor einem Jahr erlangte sie zweifelhafte Berühmtheit. Die Kellnerin arbeitete in einem Restaurant auf der Fressgass’. Das Restaurant betrieb damals Szene-Gastronom M. Er ist laut "Bild" der Verdächtige, der nun festgenommen wurde. Die beiden erregten Anfang 2017 bundesweit Aufsehen, als sie behaupteten, ein „Sex Mob“ habe in der Nacht des Jahreswechsels im „First in“ Frauen belästigt. Die „Bild-Zeitung“ berichtete damals darüber.

Der Wirt berichtete damals, ein Jahr nach der Skandalnacht am Kölner Dom 2015/16, von sexuellen Übergriffen, Körperverletzungen, Diebstählen und äußerst aggressivem Verhalten von Nordafrikanern und Flüchtlingen. M. sprach von „rund 40 Arabern“, die den Gästen ihre Getränke weggetrunken und Frauen „angegrapscht“ hätten. M.s Kollegin, die Kellnerin Irina A., sagte dem Blatt: „Sie fassten mir unter den Rock, zwischen die Beine, an meine Brüste, überall hin. Mir und meinen Freundinnen.“

Anklage wegen Vortäuschens einer Straftat

Die FNP ist damals nicht auf den Zug aufgesprungen, sondern hat kritisch gefragt, weshalb es nicht noch andere Stimmen gab, die von den Vorfällen berichtet haben. Später stellte sich heraus, dass M. und Irina A. alles frei erfunden haben. A. war zum Jahreswechsel gar nicht in Frankfurt. Später hat die „Bild-Zeitung“ sich für ihre Berichte entschuldigt.

Im November schließlich erhob die Staatsanwaltschaft Anklage gegen A. und M. – wegen Vortäuschens einer Straftat. In wenigen Tagen, am 8. Juni, sollte das Verfahren vor dem Amtsgericht beginnen. Jetzt ist Irina A. tot und M. sitzt in Untersuchungshaft.

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