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Vorfall auf der Buchmesse: Mutmaßlich Rechter schlägt linken Verleger ins Gesicht

Der Verleger des Trikont Musikverlages wurde auf der Buchmesse von einem Besucher der Messe ins Gesicht geschlagen. Der Vorfall hat sich am Rande einer Lesung beim Verlag der "Jungen Freiheit" ereignet. Nun erhebt die Lebensgefährtin Vorwürfe gegen die Messeorganisation.
Frankfurt.  Heute Mittag um 12.30 Uhr wurde Achim Bergmann, Verleger des Trikont Musikverlages aus München, von einem Messebesucher ins Gesicht geschlagen. Bergmann war mit seiner Lebensgefährtin, Eva Mair-Holmes, auf der Messe unterwegs, als er am Stand der Wochenzeitung "Junge Freiheit" vorbeikam. Dort hatte zu diesem Zeitpunkt ein Autor sein Buch vorgestellt und gegen die '68-Bewegung "ordentlich vom Leder gezogen" und gegen Ausländer gehetzt, wie es Eva Mair-Holmes später im Gespräch mit dieser Zeitung erzählt. Daraufhin habe der 74-Jährige so etwas wie "Ach, halte die Klappe, du weißt gar nichts!" in Richtung Bühne gerufen.

Der Täter blieb einfach sitzen

Ein Besucher der Lesung sei daraufhin aufgestanden und habe unvermittelt Bergmann mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Der sei anschließend unter Schock zu seinem eigenen Stand zurückgeflüchtet und habe die Polizei gerufen, erzählt Mair-Holmes. Der Täter sei seelenruhig sitzengeblieben. Als Bergmann und Mair-Holmes später den Mann mit seiner Tat konfrontierten und ein Beweisfoto von ihm machen wollten, habe dieser Mair-Holmes "gepackt und das Handy weggeschleudert". Die Polizei bestätigt auf Anfrage den Vorfall.


Vorwürfe gegen die Messeverantwortlichen

Nun erhebt Mair-Holmes schwere Vorwürfe gegen die Messeverantwortlichen: Sie hätten die kleinen linken und rechten Verlage nicht nah beieinander plazieren dürfen. Von beiden Seiten sei es von Anfang an zu Spannungen gekommen. Ursprünglich war die gemischte Platzierung der politischen Verlage eine bewusste Entscheidung der Messeveranstalter.
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