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Eintracht Frankfurt: Nach über 42 Jahren schließt der Eintracht-Shop in der Innenstadt

Für Eintracht-Fans war das Geschäft in der Bethmannstraße jahrzehntelang eine wichtige Adresse. Eröffnet wurde der Fanshop 1975 vom damaligen Mittelfeldstar Bernd Nickel. 2014 übernahm die Eintracht den Laden selbst, nun macht sie ihn dicht.
Vor wichtigen Spielen herrschte großer Andrang: Kartenverkauf im Eintracht-Shop. Archivfoto: Falk Orth Vor wichtigen Spielen herrschte großer Andrang: Kartenverkauf im Eintracht-Shop. Archivfoto: Falk Orth
Frankfurt. 

Mit einer Abschiedsfeier endet heute die Geschichte des Eintracht-Fanshops in der Bethmannstraße. Um 10 Uhr öffnet der Fußballladen zum letzten Mal, ab 17 Uhr sind alle Fans eingeladen, mit ehemaligen Mitarbeitern in Erinnerungen zu schwelgen. „Bringt doch eure schönste Eintracht-Shop-Geschichte oder eure tollsten hier gekauften Fanartikel mit“, heißt es im Einladungstext der Eintracht.

Nach mehr als 42 Jahren schließt der Eintracht-Shop in der Bethmannstraße. Den Kunden fällt der Abschied schwer.
Eintracht Frankfurt VIDEO: Deutschlands erster Fan-Shop schließt – So fühlen ...

In der Frankfurter Innenstadt endet heute ein Stück Geschichte: Der Eintracht-Shop in der Bethmannstraße schließt nach mehr als 42 Jahren. Wir haben mit einigen der letzten Kunden gesprochen.

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Erster Fanshop

Eröffnet wurde der Laden im April 1975 vom damaligen Eintracht-Spieler Bernd Nickel, Kampfname „Dr. Hammer“, der ihn bald an Willi Schuster übergab. Schuster führte den ersten Fanshop Deutschlands fast 20 Jahre lang. Er verkaufte nicht nur Schals und Aufkleber, sondern auch die Eintrittskarten für das Stadion. Der Eintracht-Shop, damals noch in der Bethmannstraße 15 untergebracht, wurde zum wichtigen Anlaufpunkt für Fußballfans.

Zum 1. Januar 1996 übernahmen Joachim Garthe und Joachim Pflug das Geschäft. Die beiden Inhaber eines Reisebüros sind selbst Eintracht-Anhänger. Um ihren Fanshop zu vergrößern, zogen sie 1997 zwei Häuser weiter in die Bethmannstraße 19, wo der Laden bis heute ist. „Alle Mitarbeiter waren Fans“, schwärmt Garthe. „Wir haben dort gefeiert, gelacht und geweint. Das war Emotion pur.“

2014 an Eintracht verkauft

Im Jahr 2014 verkauften Garthe und Pflug ihren Fanshop an die Eintracht AG. Nicht, weil das Geschäft schlecht lief, sondern weil es ihnen zu viel wurde. Seitdem betreibt der Bundesligist den Laden selbst und hat sich nun entschieden, ihn zu schließen. Denn im Einkaufszentrum „MyZeil“ hat die Eintracht einen neuen, deutlich größeren Fanshop eröffnet.

Joachim Garthe kann die Entscheidung verstehen. „Wirtschaftlich ist das nachvollziehbar“, sagt er. Der alte Laden sei inzwischen einfach zu klein und außerdem etwas verstaubt. Auf moderne Fanshops zu setzen, sei „kommerziell der richtige Weg“. Traurig ist der frühere Inhaber des ersten Fanshops dennoch. Und damit ist er nicht allein. Viele Fans bedauern das Aus ihres Traditionstreffpunkts. Beim Abschiedsfest, das Garthe heute Abend auf jeden Fall besuchen will, wird er sicher auf einige von ihnen treffen. dg

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