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Markt der Möglichkeiten: Nachbarn helfen sich gegenseitig

Von Beim „Tag der Nachbarschaftsinitiativen“ präsentierten sich etliche Initiativen aus verschiedensten Stadtteilen und bewiesen: Das Angebot in Frankfurt aktive Nachbarschaft zu erleben, war nie vielfältiger.
Peter Gehweiler interessiert sich für den Flücksalat von Sylvie Schneider und Lin Duss vom Frankfurter Garten. Bilder > Foto: Holger Menzel Peter Gehweiler interessiert sich für den Flücksalat von Sylvie Schneider und Lin Duss vom Frankfurter Garten.
Dornbusch. 

Es war ein hartnäckiges Vorurteil über das Großstadtleben, das vor acht Jahren dafür sorgte, dass sich das Netzwerk Neue Nachbarschaften gründete: der Irrglaube, dass soziales Miteinander und eine wachsende Metropole kaum miteinander vereinbar sind. „Dabei gibt es in Frankfurt Möglichkeiten für alle Altersklassen, sich innerhalb des Stadtteils oder auch der gesamten Stadt zu vernetzen“, weiß Ulrike Peschelt-Elflein vom Moderatorenteam des Netzwerks: „Das geht bei Lesepatenschaften für Schulkinder los, über offene Jugendtreffs und Computerkurse für Senioren“.

Den Überblick behalten

All diese Angebote unter einen Hut zu bringen, war das Ziel der Veranstaltung. „Die Idee hinter dem Tag der Nachbarschaftsinitiativen war es, nochmal geballt auf die starken Initiativen hinzuweisen, die sich in den einzelnen Stadtteilen für sich alleine schön längst einen Namen gemacht haben“, erklärt auch Peter Gehweiler vom Frankfurter Verband. Dieser stellte als Kooperationspartner die Räume in der Hansaallee zur Verfügung. Dass selbst er als Koordinator für freiwilliges Engagement bei der Sozialeinrichtung kaum einen Überblick darüber hat, wie viele Möglichkeiten es in Frankfurt gibt, ist für Gehweiler der Beweis, dass auch hier ein stärkeres Netzwerk hilfreich wäre.

Ein Anfang dafür ist der „Markt der Möglichkeiten“, den etliche Freiwilligen und Hauptamtlichen an diesem Samstagvormittag erst noch aufbauen. Am Stand der afghanischen Hilfsorganisation ZAN, die sich um Frauenrechte und traumatisierte Flüchtlinge kümmert, ist ein buntes Informationsportal über die Kultur Afghanistans bereits fertig für erste interessierte Besucher und wird sogar musikalisch untermalt.

In der gegenüberliegenden Ecke des Raumes sind die leidenschaftlichen Gärtnerinnen des Frankfurter Gartens gerade noch dabei, eine Fotowand aufzubauen und mit verschiedenen Pflänzchen zu garnieren. So unterschiedlich die Angebote und die Motivation gerade bei Organisationen wie diesen beiden sein mögen: Nadia Qani von ZAN und Lin Duss vom vor drei Jahren auf dem Danziger Platz im Ostend gestarteten „Urban Gardening“-Projekt verfolgen beide dasselbe Ziel: Stadt und Zusammenleben schöner zu machen.

Genauso geht es den Machern des Familien-Sport-Cafés der SG Bornheim, den Restaurants im Viertel, die der Frankfurter Verband seit mehreren Jahren nach niederländischem Vorbild organisiert, oder der Bonner Montag-Stiftung für Urbane Räume. Letztere hatte bereits im vergangenen Herbst das Konzept der von ihnen benannten „Immovilien“ in Frankfurt präsentiert, die viele Nachbarn gemeinsam für ihr Umfeld gestalten. „Das können Veranstaltungsräume oder Stadtteilläden sein. Kreativität und Engagement sind da kaum Grenzen gesetzt“, betont Kristin Gehm von der Stiftung, die die Aktion des Nachbarschaftsnetzwerks ideell und finanziell förderte.

Große Vielfalt

Gerade durch die Vielfalt der vorgestellten Projekte versprechen sich Peschelt-Elflein und ihre Mitstreiter von ihrem Pilotprojekt einen regen Austausch: „Dadurch, dass man eine gute Idee anderen präsentiert, kann die sich ja auch weiterverbreiten und wiederum in anderen Stadtteilen funktionieren“, hofft die Rödelheimerin, bei der die Vernetzung schon nach kurzer Zeit Früchte getragen hatte. „Das wollen wir auch anderen ermöglichen und zwar so bunt und vielseitig, dass jeder seinen Platz in der Nachbarschaft finden kann.“ Ob die Rechnung aufgegangen ist, wird ein erneuter Erfahrungsaustausch Anfang Oktober für die verschiedenen Netzwerke zeigen.

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