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Gemeinnützige Prjekte geehrt: Naspa-Stiftung sagt Ehrenamtlichen "Danke!"

Die Stiftung der Nassauischen Sparkasse hat gemeinnützige Projekte aus der Region geehrt. Wir haben uns einige Projekte einmal genauer angesehen und wollen diese nun vorstellen.
Mariane Grohmann und Armin Nagel (Arbeitskreis Ökumene in Nied) im Magistratssitzungssaal Römer. Foto: Leonhard Hamerski Mariane Grohmann und Armin Nagel (Arbeitskreis Ökumene in Nied) im Magistratssitzungssaal Römer.
Frankfurt.  Ohne Menschen, die sich ehrenamtlich einsetzen, wäre die Gesellschaft ärmer. Die Stiftung der Nassauischen Sparkasse (Naspa) honoriert den Einsatz und vergibt Fördergelder an gemeinnützige Projekte aus der Umgebung. „Wir kennen die Bedürfnisse der Menschen aus unserer Region“, betonte Bertram Theilacker, Vorstandsmitglied der Naspa, anlässlich der diesjährigen Vergabe der Preise für das Jahr. 24 Vereine und Institutionen wurden im Römer für ihre vorbildliche Arbeit geehrt – rund 33 000 Euro wurden vergeben. FNP-Mitarbeiterin Merle Körber stellt einige Projekte vor. Alle Preisträger stehen unter www.naspa-stiftung-blog.de online.

1990 wurde die Stiftung „Initiative und Leistung“ zum 150-jährigen Bestehens der Nassauischen Sparkasse gegründet. Seit dem wurden mehr als 15,7 Millionen Euro an Projekte aus der Region gespendet.

Martin Luther mit Papst Franziskus auf Reisen geschickt

Was sich Martin Luther und Papst Franziskus wohl zu sagen gehabt hätten - das ist die Frage, mit der sich das interaktive Kunstprojekt der Gemeinde St. Markus zum Lutherjahr beschäftigt. Zum Reformationsjubiläum hat die Künstlerin Dina Draeger zwei lebensgroße Figuren der beiden hergestellt.

Luther und Franziskus waren in den vergangenen Monaten viel unterwegs. Sie sind gemeinsam Bahn gefahren und haben Passanten mit einem Fragebogen nach ihrer Meinung zu verschiedensten Themen befragt. Die Fragen behandeln die beiden Persönlichkeiten, ihre Sicht auf die Welt, Religion, Reformation – alles unter dem Motto „Luther trifft Franziskus –endlich Freunde?! Was verbindet uns und was trennt uns?“
Auch in Kirchen, Schulen und öffentlichen Plätzen waren die beiden unterwegs, um den Dialog zwischen den Menschen anzuregen. Die Resultate des kommunikativen Kunstprojekts lassen an den Veranstaltungsorten eine stetig wachsende Ausstellung entstehen. Das Projekt wird noch bis November weiter geführt werden. „Die Figuren verleihen wir auf Anfrage auch weiter für Veranstaltungen, Schulen und andere Kirchen“, verraten Marianne Grohmann und Armin Nagel (im Aufmacherbild oben) von der Katholischen Pfarrgemeinde.

Mitmachen kann jeder, egal welchen Alters, welcher Konfession oder Religion. Und wer Luther und Franziskus in der Bahn leider verpasst hat, kann den Fragebogen online unter www.luther-trifft-franziskus.de einsehen und seine Antworten per Mail an die E-Mail Adresse post@luther-trifft-franziskus.de schicken.

Müll in Beuteln aus recyceltem Plastik sammeln

Petra Schellhorn und Christian Rose (Hessischer Kanu Verband) im Magistratssitzungssaal Römer. Römer Magistratssitzungssaal, Innenstadt, Frankfurt. Aufgenommen am 18.08.2017.

Der Einsatz des hessischen Kanuverbandes für saubere Flüsse wurde jetzt von der Naspa-Stiftung ausgezeichnet. Vom Preisgeld konnten 1000 Muss-Beutel angeschafft werden. Muss ist eine Abkürzung für „Müll und Unrat Sammel-Sack“. Die Beutel werden mit ins Boot genommen. Im Vorbeifahren können dann Plastikflaschen und anderer Müll eingesammelt und im Sack verstaut werden. „Wir möchte die Beutel hessenweit publik machen“, erklärt der Präsident des Kanu-Verbandes, Christian Rose (im Bild rechts neben Petra Schöllhorn).

Die Beutel sind aus recyceltem Plastik, auswaschbar und damit natürlich wiederverwendbar. Diese Woche werden sie erstmals beim hessischen Wanderfahrertreffen und bei den Jugend-Kanuten zum Einsatz kommen. Der Muss-Beutel unterstützt die Aktion „Gewässerretter“. Dort engagieren sich nicht nur Kanuten, sondern auch deutsche Segler, Sporttaucher und der Naturschutzbund Deutschland (NABU) gegen die Vermüllung der Gewässer.

Erwerben können Umweltbewusste die Beutel für 40 Euro pro 50 Stück. Abschließend betont Rose: „Der Beutel ist nicht nur etwas für Kanuten - auch an Land ist er hervorragend einsetzbar.“

Theater um Leben und Tod

Regina Busch (Daedalus Company) im Magistratssitzungssaal Römer. Römer Magistratssitzungssaal, Innenstadt, Frankfurt. Aufgenommen am 18.08.2017.
Die im Jahr 2010 gegründete Daedalus Company ist ein professionelles freies Theater Ensemble. Das Ensemble wählt seine Stücke nach gesellschaftlicher und politischer Relevanz aus. „Durch die Naspa-Förderung konnte ein Stück auf die Bühne gebracht werden, das vor Augen führt, dass der Tod zum Leben dazugehört“, erzählt die Regisseurin Regina Busch (im Bild).

Das Werk „Spoonface Steinberg“ vom britischen Autor Lee Hall handelt von einem autistischen Mädchen. Aus ihrer ganz besondere Sicht auf die Dinge beschreibt es das Leben um sie herum. Als sich nach einem Krankenhausbesuch herausstellt, dass „Spoonface“ an Krebs erkrankt ist, reagiert ihr Umfeld mit Angst oder Verzweiflung. Das autistische Mädchen allerdings nimmt seine Situation ganz anders wahr und anschließend die Zuschauer mit in seine ganz eigene Welt.

Zu sehen ist das Stück „Spoonface Steinberg“ vom 4. bis zum 7. Oktober im Gallus Theater in der Kleyerstraße 15. Karten können unter der Telefonnummer (069) 94 50 84 19 reserviert werden.

Essen auf Rädern für Obdachlose

Nikolaus Sillem und Sabi Uskhi (Street Angel e.V.) im Magistratssitzungssaal Römer. Römer Magistratssitzungssaal, Innenstadt, Frankfurt. Aufgenommen am 18.08.2017.
„Wir bieten unbürokratisch kurz- und mittelfristige Obdachlosenhilfe“, fasst Sabi Uskhi, Gründer von StreetAngel, den Grundsatz des Vereins in einem Satz zusammen. Das wurde jetzt von der Naspa-Stiftung ausgezeichnet.

Seit über 17 Jahren engagiert Uskhi sich für Obdachlose. Im Jahr 2014 gründete er den Verein, um Bedürftigen zu helfen. Sie werden mit Gütern wie Kleidung, Hygieneartikel, Lebensmitteln und im Winter auch mit Schlafsäcken, Isomatten oder Decken versorgt.
Mitarbeiter des Vereins verteilen täglich Lebensmittel und Backwaren im Bahnhofsviertel und in der Umgebung. Möglich wird das durch Spenden von Bäckereien und Supermärkten. Außerdem können Bedürftige jeden Samstag an die Hauptwache kommen, um sich etwas zu essen abzuholen. Aber auch über die Stadtgrenzen hinaus wird geholfen. In Wiesbaden gibt es ebenfalls Hilfsaktionen. Im Jahr 2014 halfen die „Engel“ sogar bei der Flutkatastrophe in Serbien und Bosnien. Dorthin sendete die Organisation etwa 750 Kilogramm Kleidung sowie Lebensmittel und Hygieneartikel im Wert von knapp 1000 Euro.

Spenden kann natürlich nicht nur die Naspa, sondern auch Unternehmen und Privatpersonen. Besonders wichtig ist Uskhi die Transparenz der Verteilung. Neben Geld-, werden auch Sachspenden angenommen. Gerne gesehen sind bei StreetAngel auch Kleidung, Schuhe, Isomatten, Schlafsäcke, Decken, Essen und Getränke, Hygieneartikel und Spielsachen für Kinder.

Mithilfe der Naspa-Spende wird der Verein einen „Food-Truck“ finanzieren. Dieser wird durch Frankfurt fahren um Obdachlose mit lebenswichtigen Gütern auszustatten.

Kammerphilharmonie will für klassische Musik begeistern

Johannes Müller - Hornbach (Kammerphilharmonie Frankfuert e.V.) im Magistratssitzungssaal Römer. Römer Magistratssitzungssaal, Innenstadt, Frankfurt. Aufgenommen am 18.08.2017.
Ein Anliegen der Kammerphilharmonie Frankfurt ist es, Menschen, die sonst keinen Bezug zu klassischer Musik haben, dafür zu begeistern. Zu diesem Zweck geben die Musiker Konzerte an ungewöhnlichen Orten – beispielsweise der „Alten Schlosserei“ in Offenbach. Zusätzlich ziehen sie sich mit „Educationprojekten“ für Kinder und Jugendliche ein junges Publikum heran.

Proben der Kammerphilharmonie nutzen Schulklassen regelmäßig auch als praktischen Unterricht. Mädchen und Jungen samt Lehrer dürfen zuhören und anschließend Fragen stellen.

Mit dem Preisgeld der Stiftung wurde ein Schulworkshop für drei neunte und eine zehnte Klasse ermöglicht. Dort konnten sich die Jugendlichen als Dirigenten versuchen. In verschiedenen Phasen konnten sie in einem Film die Dirigentenperspektive kennenlernen und selbst den Taktstock schwingen. Das Besondere an diesem Projekt war, dass nicht mit Musikern gearbeitet wurde, die alle ein Instrument spielen und Noten lesen konnten, sondern die Teilnehmer querbeet gewählt wurden.

Es ging auch nicht darum, große Werke von bekannten Komponisten zum Leben zu erwecken. „Im Fokus standen spontane Klangimprovisationen mit denen die Teilnehmer experimentieren konnten“, beschreibt Johannes Müller-Hornbach (im Bild), Musiker bei der Kammerphilharmonie. Eigentlich spielt er Horn und Klavier, im Rahmen des Projekts hat er den Jugendlichen aber als Musikpädagoge unter die Arme gegriffen.

Gegründet wurde die Kammerphilharmonie im Jahr 2005. Schnell hat sie sich zu einer der führenden Kammerorchester des Raums Frankfurt entwickelt.
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