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Caritas: Natur macht Kinder glücklich

Ein Jahr lang hat die Caritas Oberräder Kinder ihren Stadtteil erkunden lassen, um zu erfahren, welche Freizeitangebote sie wünschen. Am Montag wurden die Ergebnisse auf dem Bauspielplatz vorgestellt. Die schöne Bilanz: Die Nähe zur Natur macht den Oberräder Nachwuchs glücklich.
Die Caritas-Sozialpädagogen Dirk Wenzel und Beate Lang haben Oberräder Kinder wie Rami und Pasquale ihren Stadtteil erkunden lassen und fanden heraus, dass die Nähe zur Natur sie fast wunschlos glücklich macht. Die Caritas-Sozialpädagogen Dirk Wenzel und Beate Lang haben Oberräder Kinder wie Rami und Pasquale ihren Stadtteil erkunden lassen und fanden heraus, dass die Nähe zur Natur sie fast wunschlos glücklich macht.
Oberrad. 

Feld, Wald und Wiese schlagen andere jedes Freizeitangebot für Kinder. Zu diesem Schluss ist auch die Caritas jüngst gekommen. Vor etwa einem Jahr haben deren Sozialpädagogen Beate Lang und Dirk Wenzel begonnen, Kinder und Jugendliche aus Oberrad zu befragen, was ihnen im Stadtteil fehlt. „Überraschend wenig“, stellte Lang überrascht fest.

Mit Kameras ausgestattet haben Lang und Wenzel etwa 50 acht- bis zwölfjährige Kinder ein Jahr lang Oberrad erkunden und dokumentieren lassen. Sie konnten sagen, was ihnen im „Gemüsedorf“ gefällt – und was nicht. Orte zum Spielen wie das Klettergerüst in der Wiener Straße wurden von den jungen Oberrädern abgelichtet, aber auch weniger schöne Anblicke wie Wohnhochhäuser und abgewetzte Tischtennisschläger.

Feld, Wald, Wiese

Mehr als einmal taucht das Thema Wasser auf den Bildern auf, die jetzt am Montag Nachmittag auf dem Caritas-Bauspielplatz am Rand des Stadtwaldes direkt neben dem Parkplatz am Spielpark „Scheerwald“ ausgestellt wurden. „Weil viele Kinder regelmäßig auf den Bauspielplatz kommen, wünschen sie sich einen Wasseranschluss. Damit könnten hier oben noch mehr Aktionen steigen, eine Hochbeet könnte zum Beispiel angelegt werden“, sagt Beate Lang. Ansonsten aber seien die Oberräder Kinder recht genügsame und glückliche Kinder, wie Lang bilanziert: „Kein Kind hat den Wunsch geäußert, dass es nicht im Stadtteil leben möchte oder dass es hier nicht zufrieden ist. Nicht einmal einen Spielplatz wünschen sich die Kinder. Das hat uns schon überrascht.“ Auch weil die Caritas bei ihren sogenannten „Sozialraum-Erkundungen“ stadtweit andere Erfahrungen gemacht habe: „Wir machen solche Projekte auch in anderen Stadtteilen. Dort steht es um das Befinden der Kinder ganz anders.“ Aus Sicht von Beate Lang ist der Hauptgrund für die Zufriedenheit der Oberräder Kinder, dass der Stadtteil von Feldern, Stadtwald und Wiesen umgeben ist, und auch der Main mit dem Rudererdorf ganz nahe ist. Es gibt Fußballplätze neben dem Spielpark „Scheerwald“, auch zum Spielpark „Goetheturm“ ist es per Fahrrad nur ein Katzensprung. „Die Kinder genießen die Nähe zur Natur, das sorgt für einen gewisse Grundzufriedenheit. Solche Möglichkeiten haben viele andere Frankfurter Kinder nicht.“

Bauspielplatz kommt an

Und wie sehr die kleinen Oberräder in der Natur aufblühen, kann die Caritas-Referatsleiterin regelmäßig beobachten. „Einmal in der Woche besuchen wir den Bauspielplatz im Rahmen unseres Angebots für Kinder und Jugendliche aus dem Stadtteil. Wir bieten hier Lagerfeuer, Fußballturniere, Bastelarbeiten oder malen die Holzhäuschen an. Die drei Stunden, die wir hier verbringen, vergehen für alle wie im Flug“, beschreibt Lang.

Der Caritas-Bauspielplatz, den es inzwischen seit rund zwei Jahren gibt, wird aufgrund der Kombination aus Natur und Abenteuer von vielen Oberräder Initiativen und Einrichtungen besucht, die Kinder betreuen. Die Oberräder Kinder selbst, also jene mit dem größten Bezug zur Natur, nutzen den Bauspielplatz bislang aber nicht. Daher ist am Montag Nachmittag auch Sonja Werle vom Pfadfinderstamm „Drei Lilien“ vor Ort: „Wir suchen ja schon lange ein abgeschlossenes Gelände für einige unserer Aktivitäten. Wenn wir dafür den Bauspielplatz nutzen könnten, wäre das natürlich hervorragend.“

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