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Bürger verlangen weiterhin Gutachten zur Kaltluftschneise: Neubaugebiete als Gesundheitsgefahr

Städtische Wohnungsbauprojekte stoßen vielerorts auf Widerstand. Gleich zwei Bürgerinitiativen nutzten gestern eine Ortsbegehung mit Planungsdezernent Mike Josef (SPD) für eine Protestveranstaltung.
Genau wegen solch heißer Tagen wie dem gestrigen machen sich Anwohner Sorgen um die Belüftung des Stadtgebietes. Foto: Bernd Kammerer (Presse- und Wirtschaftsdienst) Genau wegen solch heißer Tagen wie dem gestrigen machen sich Anwohner Sorgen um die Belüftung des Stadtgebietes.
Frankfurt. 

Gleich zwei Bürgerinitiativen richteten gestern ihren Protest an städtischen Wohnungsbauprojekten an den Planungsdezernenten Mike Josef (SPD). Während einer Ortsbegehung auf dem geplanten Neubaugebiet zwischen Bornheim und Seckbach bestürmten Freizeitgärtner, Anwohner und Umweltschützer den Planungspolitiker mit Plakaten und Forderungen. Die meisten gehören zur Bürgerinitiative für den Erhalt der „Grünen Lunge“ am Günthersburgpark, die einmal mehr den Erhalt den Frischluftschneise aus dem Norden in die Stadt forderte. Sie sind mit ihrer Angst vor einer Überhitzung der Stadt nicht mehr allein. Dem Protest angeschlossen hat sich diesmal die Bürgerinitiative „Taunusside“, die sich gegen die „massiven Verdichtung“ am Frankfurter Berg, vor allem die Baupläne „Am Hilgenfeld“ einsetzt.

Diese bedrohten die Lebensqualität in der benachbarten Wohnsiedlung „Taunusside“, da für die neue Siedlung weder ausreichend Infrastruktur geschaffen werde, noch gebe es ein geeigenetes Konzept für ein „angenehmes Zusammenwohnen“. Und obendrein könnte wegen der Störung der Kaltluftschneise auch noch die Gesundheit der Bewohner gefährdet sein, erklärt Jan F. Wagner, Mitbegründer der Initiative, die Beweggründe für den Protest. Die Initiative möchte mit der Stadt in einen Dialog treten, um Planungsänderungen zu diskutieren. Helfen soll dabei auch eine Unterschriftensammlung im Quartier.

Anfang des Jahres wurden die Pläne für das Neubaugebiet Hilgenfeld am Frankfurter Berg vorgestellt. Nördlich der S-Bahn-Linie soll auf einer 14 Hektar großen Fläche Wohnraum für über 2000 Menschen entstehen, das wären 850 neue Wohnungen.

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