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Sitzgelegenheiten für Fünffingerplätzchen gefordert: Neue Bänke für mehr Geselligkeit

Mobile Sitzgelegenheiten für mehr Geselligkeit auf dem Fünffingerplätzchen, fordern die Grünen im Ortsbeirat 4 (Bornheim, Ostend). Damit können sich aber nicht alle Fraktionen anfreunden. Die CDU fordert, die festen Bänke auf der Fläche abzubauen, weil sie bei Veranstaltungen wie dem Weinfest im Weg sind.
Unter den Bäumen am Fünffingerplätzchen lässt es sich aushalten. Allerdings stören die fest installierten Bänke die Kommunikation – damit sich die Menschen dorthin setzen können, wo sie wollen, fordern die Grünen mobile Bänke. Foto: Holger Menzel Unter den Bäumen am Fünffingerplätzchen lässt es sich aushalten. Allerdings stören die fest installierten Bänke die Kommunikation – damit sich die Menschen dorthin setzen können, wo sie wollen, fordern die Grünen mobile Bänke.
Bornheim. 

Das Fünffingerplätzchen an der oberen Berger Straße könnte ein schönes Entrée zum alten Ortskern des „Lustigen Dorfs“ Bornheim bilden. Solange dort keine Veranstaltungen stattfinden, gibt der Platz jedoch meist ein eher tristes Bild ab. Dass die fünf dort montierten und in die Jahre gekommenen Metallbänke oft von Alkoholikern und Obdachlosen genutzt werden, fördert den aktuellen Charakter des Fünffingerplätzchens jedenfalls nicht.

Die Grünen im Ortsbeirat 4 (Bornheim, Ostend) starten deshalb nun eine Initiative, um den Platz aufzuwerten. In der jüngsten Sitzung des Stadtteilparlaments am Dienstagabend stimmten die Mitglieder des Gremiums über einen Antrag der Grünen ab, in dem die Fraktion fünf mobile Bänke für das Fünffingerplätzchen fordert.

Schwieriges Miteinander

Weil diese von Passanten und Anwohnern nach deren Bedürfnissen verrückt werden könnten, sollen die mobilen Bänke dazu beitragen, die Geselligkeit auf dem Platz zu fördern. „Die aktuellen Sitzmöglichkeiten sind um die Bäume herum angeordnet. Ein kommunikatives Miteinander wird erschwert“, findet Katharina Seip (Grüne).

Es gibt schon Paten

Um allen Altersklassen einen angenehmerem Aufenthalt auf dem Fünffingerplätzchen zu ermöglichen, schlägt Seip zudem vor, dass dort auch Stühle für Kinder aufgestellt werden. Damit die mobilen Stühle auch auf dem Platz bleiben, haben die Betreiber eines angrenzenden Geschäftes bereits ihre Bereitschaft signalisiert, die Stühle abends anzuketten.

Es wären nicht die ersten mobilen Stühle, die einen Frankfurter Platz aufwerten und dort für mehr Geselligkeit sorgen. Auch auf dem Merianplatz und dem Matthias-Beltz-Platz im Nordend wurde jene Idee verwirklicht. Auch hier kümmern sich ansässige Ladeninhaber allabendlich darum, dass die Stühle bleiben, wo sie sind.

Seip nennt zudem andere europäische Städte als Vorbild. So trage die Bestuhlung im Jardin du Luxembourg in Paris seit Jahren zu dessen besonderem Flair bei, sagte sie.

Die SPD-Fraktion ist allerdings sehr skeptisch, ob fünf bis sechs Stühle das Fünffingerplätzchen schöner machen und für einen besseren Austausch der dort Sitzenden sorgen können. Fraktionssprecher Darius Shafiei-Mehryar befürchtet außerdem, dass die Nähe zu den zahlreichen Kneipen im Stadtteil ein großer Nachteil sein könnte. „Wenn betrunkene Menschen dort vorbeilaufen, können sie auf verschiedenste Ideen kommen“, gab er zu bedenken.

Bodo Pfaff-Greiffenhagen von der CDU glaubt jedoch nicht, dass es dazu kommt. Er erinnerte daran, dass auf dem Fünffingerplätzchen regelmäßig Veranstaltungen der Initiative „Lust auf Leben“ stattfänden. Viele der dabei beteiligten Protagonisten seien in der Nähe ansässig. „Dadurch ist die soziale Kontrolle gegeben“, betonte Pfaff-Greiffenhagen. Er regte zudem an, die festen Bänke auf dem Fünffingerplätzchen auf lange Sicht zu demontieren. Bei Veranstaltungen wie beispielsweise dem traditionellen Weinfest stünden diese nämlich oft im Weg. „Vielleicht können wir dann auch doppelt so viele mobile Stühle dort aufstellen“, sagte Pfaff-Greiffenhagen.

Trotz der Argumente steht die SPD der Idee nach wie vor kritisch gegenüber und enthielt sich bei der Abstimmung. Der Antrag der Grünen wurde dennoch mehrheitlich angenommen.

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