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Ein Bau in Rekordzeit: Neue Feuerwache 21 soll im Januar 2017 stehen

Gegenüber dem Nordwestzentrum entsteht die neue Feuerwache 21. Nach deren Fertigstellung werden die Einsatzwege für Feuerwehr- und Rettungsfahrzeuge deutlich kürzer. Bezugsfertig soll der Bau im Januar 2017 sein.
Brandamtsrat Michael Weimar, Feuerwehr-Sprecher Andreas Mohn und Philip Schall (v.l.) begutachten die Bauarbeiten an der neuen Feuerwache 21. Brandamtsrat Michael Weimar, Feuerwehr-Sprecher Andreas Mohn und Philip Schall (v.l.) begutachten die Bauarbeiten an der neuen Feuerwache 21.
Nordweststadt. 

Feuerwehrleute genießen höchstes Ansehen, auf sie ist Verlass, dies ergeben immer wieder Umfragen. Die Frankfurter Berufsfeuerwehr beweist auch beim Bau ihrer neuen Feuerwache 21 zwischen dem Erich-Ollenhauer-Ring und der Rosa-Luxemburg-Straße ihre Zuverlässigkeit.

Seit nicht mal einem Jahr wird an dem Neubau mit 1430 Quadratmeter Nutzfläche gewerkelt. Doch schon zum Jahresende 2016 wird die Feuerwache 21 fertig und soll Anfang Januar 2017 bezogen werden – ganz nach Plan. Die „Rekordbauzeit“ überrascht selbst Brandamtsrat Michael Weimar, der viele Bauten der Frankfurter Feuerwehr mitgeplant und die Bauarbeiten beaufsichtigt hat.

Rekordzeiten dürfte die Feuerwehr auch aufstellen, wenn sie künftig von der neuen Wache in der Nordweststadt zu Einsätzen ausrückt. Löschfahrzeuge und andere Einsatzwagen kommen dann, sobald sie die Feuerwache verlassen, über eine kurze Ausfahrt in wenigen Sekunden auf die Rosa-Luxemburg-Straße in Richtung Innenstadt.

„Bei etwa 70 Prozent unserer Einsätze müssen wir in Richtung Innenstadt fahren“, erklärt Bauherr Michael Weimar. Feuerwehrautos und Rettungsfahrzeuge des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), die ebenfalls in der Feuerwache 21 unterkommen werden, können das neue Domizil aber auch über die Anbindung zum Erich-Ollenhauer-Ring verlassen. Auf Knopfdruck soll dafür die Ampelschaltung geändert werden.

10 Millionen Euro Baukosten

Noch ist die Wache 21 im Nordwestzentrum untergebracht. Wird dort ausgerückt, müssen die Feuerwehrleute manchmal einen kleinen Umweg in Kauf nehmen. „Mitunter müssen die Fahrzeuge eine Runde durch den Ollenhauer-Ring drehen – je nach Richtung des Einsatzortes“, erklärt Feuerwehr-Sprecher Andreas Mohn.

Rund 10 Millionen Euro wird die neue Wache kosten. Künftig sollen dort 40 Mitarbeiter der Feuerwehr und 30 Mitarbeiter des DRK arbeiten. In der großen Halle im Untergeschoss wird Platz geschaffen für fünf Großfahrzeuge der Feuerwehr. Drei Rettungsdienstfahrzeuge sollen in der Halle im Erdgeschoss parken können.

Weil die Feuerwache 21 rund um die Uhr besetzt ist, werden für die Mitarbeiter sechs Ruheräume mit jeweils zwei Betten eingerichtet, getrennt nach Geschlechtern. Es entstehen Aufenthaltsräume mit angeschlossener Küche, in denen die Mitarbeiter ihre Zeit zwischen den Einsätzen verbringen können.

Um vor Ort die verschmutzten Schutzanzüge aller Feuerwehrleute waschen zu können, soll die Feuerwache zudem eine Waschmaschine mit einem Fassungsvermögen von 36 Kilogramm erhalten. Auch eine Fahrtragenwerkstatt soll entstehen, in der Tragen der Rettungsfahrzeuge instandgesetzt werden.

Fit halten

Doch nicht nur auf die Funktionsfähigkeit der Einsatzmaterialien wird geachtet: Im ersten Obergeschoss lässt die Feuerwehr einen Sportraum bauen. Auf Rad- und Ruder-Ergometern und mit Krafttraining sollen sich die Feuerwehrleute dort fit halten. „Wir halten unsere Mitarbeiter außerdem dazu an, mit dem Rad zu kommen, um in guter Verfassung zu sein“, sagt Michael Weimar.

Die Feuerwehr reagiert mit dem Neubau auch auf die Stadtentwicklung in der Mainmetropole. „Die Menschen ziehen vermehrt in den Frankfurter Norden. Dafür wollen wir mit einer besseren Infrastruktur gewappnet sein“, sagt Mohn. Ein Bereich der neuen Feuerwache wird außerdem zu einem kleinen archäologischen Museum. Vor Beginn der Arbeiten wurden auf dem Baugrundstück römische Kellerfenster, Münzen und Gräber gefunden. Ein Teil jener Funde soll künftig in der Feuerwache ausgestellt werden.

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