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Neue Kita bringt Parkplatzprobleme

Bis Juli 2013 soll an der Bessemer Straße in Enkheim eine Kita entstehen. Wegen des Parkplatzmangels wollen die Betreiber an die Eltern appellieren, wenn möglich nicht mit dem Auto zu kommen. Aus Sicht mancher Anwohner wird diese Rechnung jedoch nicht aufgehen.
So soll die neue Kita an der Bessemer Straße aussehen. So soll die neue Kita an der Bessemer Straße aussehen.
Bergen-Enkheim. 

Die Bauarbeiten für die Kindertagesstätte an der Bessemer Straße sollen im kommenden Oktober beginnen. Rund neun Monate Bauzeit kalkuliert der Kita-Betreiber, die Gesellschaft für Jugendarbeit und Bildungsplanung mit Sitz in der Humboldtstraße, ein. Danach soll die Einrichtung Platz für 50 Kinder unter drei Jahren und für 60 Kinder im Kindergartenalter bieten.

Dimitrios Valentis-Bezerganidis, Bauherr der Kita, geht davon aus, dass zwischen fünf und sechs Millionen Euro in den Neubau investiert werden müssen. "Zählen wir auch die Kosten für das Grundstück hinzu, kommen wir auf sieben Millionen Euro", berichtet er. Der Kita-Betreiber fungiert nach Eröffnung der Einrichtung als Mieter des Bauherren. Rund 1400 Quadratmeter Nutzfläche werden in dem zweigeschossigen Bau zur Verfügung stehen.

Da im Sommer 2013 auch die Fertigstellung einer weiteren Kita in Bergen erwartet wird, könnte der Mangel an Betreuungsplätzen im Stadtteil schlagartig der Vergangenheit angehören. "Es kann sogar sein, dass wir anfangs einige freie Plätze haben", schätzt Michael Burbach von der Gesellschaft für Jugendarbeit und Bildungsplanung. Er informierte am Dienstagabend im Ortsbeirat 16 über die Kita.

Rund um die Kita dürften sich hingegen wenig freie Plätze bieten. Das Grundstück befindet sich nahe des Hessen-Centers, wo es, abgesehen vom Parkdeck, wenig Parkplätze gibt. Dies ist auch der Grund, warum die Bauaufsicht bislang noch keine Genehmigung für den Bau der Kita erteilt hat.

Appell an die Eltern

"Wir rechnen jedoch damit, dass wir uns bald mit der Bauaufsicht einig werden und die Genehmigung im September erhalten", hofft Burbach. Sobald die Kita eröffnet habe, würde die Leitung an die Eltern appellieren, die Kinder nicht mit dem Auto zu bringen oder das Parkdeck des Hessen-Centers zu nutzen. "Die Eltern müssen in dieser Hinsicht selbst schauen, wie sie das lösen."

Einige Anwohner der Bessemer Straße äußerten in der Bürgerfragestunde am Dienstagabend jedoch Bedenken hinsichtlich des dortigen Parkplatzmangels. Sie befürchten ein kleines Verkehrschaos, sollten die Betreiber der Kita nicht für ausreichend Stellflächen sorgen.

Laut Michael Kummer, Leiter der Bauaufsicht, hat Valentis-Bezerganidis erst vor wenigen Tagen einen neuen Bauantrag eingereicht. Dieser sieht nun zwei normale sowie einen Stellplatz für Behinderte an der Kita vor. "Eigentlich sind Stellplätze im Vorgarten nicht zulässig. Im Fall von Kitas regeln wir dies jedoch etwas freier", sagt Kummer.

Er geht ebenfalls davon aus, dass sich eine rechtliche Lösung für den Kita-Neubau abzeichnet. Fraglich bleibt, ob sich auch die Anwohner damit zufrieden geben. "Inwiefern diese Lösung den Erwartungen der Bevölkerung entspricht, wird sich zeigen", meint Kummer.

Ortsvorsteherin Renate Müller-Friese (CDU) zeigt sich optimistisch, dass ein Verkehrschaos ausbleibt: "Es handelt sich um eine Kita für die Nahversorgung. Insofern appelliere ich an alle Eltern, ihre Kinder zu Fuß zu bringen."

Verständnis erhofft

Müller-Friese hofft zudem, dass die Anwohner Verständnis aufbringen: "Wir leben in der Stadt, es gibt vor Schulen und Kindergärten nie ausreichend Parkplätze. Auch wenn manche Eltern mit dem Auto kommen sollten, gehe ich davon aus, dass sich der Verkehr im Laufe des Vormittags entzerrt." Die Gesellschaft für Jugendarbeit und Bildungsplanung entstand im Jahr 1969 und betreibt inzwischen 46 Kinder- und Schülerläden mit 1284 Betreuungsplätzen für Kinder von eins bis zwölf Jahren.bki

(Benni Kilb)
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