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Mehr Verkehr auf innerstädtischen Straßen: Neue Prognose zum Riederwaldtunnel: Weniger Entlastung als erhofft

Durch den geplanten Riederwaldtunnel werden innerstädtische Straßen nicht so stark entlastet wie ursprünglich erhofft. Das geht nach Informationen der FNP aus einer neuen Verkehrsprognose hervor, die die Landesstraßenbehörde Hessen Mobil nächste Woche öffentlich vorstellt.
Ein alltägliches Bild seit Jahrzehnten: In der Straße „Am Erlenbruch“ im Riederwald staut sich der Verkehr. Ein alltägliches Bild seit Jahrzehnten: In der Straße „Am Erlenbruch“ im Riederwald staut sich der Verkehr.
Frankfurt. 

Nadelöhr Riederwald: Mehr als 15 000 Fahrzeuge quälen sich jeden Tag auf ihrem Weg vom Osten der Stadt in die City durch die Straße „Am Erlenbruch“, verpesten die Luft, belästigen die Bewohner der benachbarten Siedlung. Um sie zu entlasten, ist seit mehr als 40 Jahren ein Autobahntunnel geplant.

Veraltete Zahlen

Durch diesen würde sich die Zahl der Pkw und Lkw am Riederwald fast halbieren. So prophezeite es eine Studie aus dem Jahr 2013 für das Jahr 2025. Doch diese Zahlen sind längst veraltet – das rasante Wachstum der Einwohnerzahlen in der Region wurde nicht berücksichtigt. Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) hat deshalb eine neue Studie mit dem Prognosehorizont 2030 erstellen lassen. Diese liegt nun vor. Am Mittwoch, 7. Juni, wird sie der Minister öffentlich vorstellen (19 Uhr, Heilig Geist-Gemeinde, Schäfflestraße 19).

Im Römer allerdings spricht man bereits über die Ergebnisse. Diese sehen nicht sehr erfreulich aus. Dem Vernehmen geht die Verkehrsmenge in der Straße „Am Erlenbruch“ nur noch um ein Drittel zurück. Und für die Wilhelmshöher Straße in Seckbach, auf der nach der alten Prognose täglich 6000 Fahrzeuge weniger als bisher unterwegs sein sollten, wird gar keine Entlastung mehr prophezeit.

Tempo 30 auf der A 661

Der wachsende Verkehr hat aber nicht nur Auswirkungen auf die Wohngebiete. Auch auf der Autobahn A 661 wird es eng, wenn zusätzlicher Verkehr aus dem Tunnel hinzu kommt. In Spitzenzeiten, so die Prognose, wird auf der Autobahn zwischen dem Autobahndreieck Erlenbruch und der Anschlussstelle Friedberger Landstraße nur noch eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 30 km/h erreicht.

Offen ist, wann mit dem Bau des Tunnels begonnen wird. Der Termin wurde mehrmals verschoben, zuletzt wurde aus dem Verkehrsministerium Ende 2019 genannt. Doch allein das Planfeststellungsverfahren wird sich wohl bis 2020 hinziehen. Im Römer rechnet man deshalb nicht damit, dass die Bagger vor 2022 anrollen.

(mu)
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