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Gefühle zeigen: Neue Projektreihe im Kinderhaus am Bügel gestartet

Unter dem Motto „Gefühle erkennen und benennen“ starten der Verein Mainkind und die Schulmediationswerkstatt eine Projektreihe, die Kinder ermutigen soll, ihre Gefühle auszudrücken. Die Veranstaltung im Kinderhaus am Bügel ist nur der Auftakt der Kooperation.
Julia Schweitzer (Mitte) und Sandra Schellhase-Bender leiten die Kinder im Kinderhaus an. Foto: Rainer Rueffer-- FRANKFURT AM MA Julia Schweitzer (Mitte) und Sandra Schellhase-Bender leiten die Kinder im Kinderhaus an.
Nieder-Eschbach. 

Der Nachmittag beginnt mit einer Vorstellungsrunde. Jeder nennt seinen Namen, Lieblingstier und Leibspeise. „Mein Name ist Julia. Mein Lieblingstier ist die Katze und ich mag Schokolade“, stellt sich Dr. Julia Schweitzer den Kindern des Kinderhauses am Bügel vor. Gemeinsam mit ihrem Kollegen der Schulmediationswerkstatt, Prof. Dr. Hans-Werner Nordhues und Sandra Schellhase-Bender vom Verein Mainkind, eröffnet sie eine gemeinsame Projektreihe, die Kindern helfen soll, ihre Gefühle zu erkennen und auszudrücken. „Wir reden den ganzen Tag miteinander, aber wir verstehen uns nicht“, bringt Julia Schweitzer das Problem auf den Punkt. Hier setzt das Kooperationsprojekt an.

Spielerisch heranführen

In spielerischen Aktivitäten sollen die Schulkinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren lernen, ihre Gefühle auszudrücken. Nach der Vorstellungsrunde lauschen sie dem Gedicht „Wenn Sabine Angst hat“ und beschreiben die darin vorgekommenen Gefühle. Wild rufen die Kinder diese in die Runde, so dass Schweitzer die Kleinen beruhigen muss. Bei den „Gefühlsfarben“ benennen sie ihre eigenen Gefühle und bringen sie mit Fingerfarben auf Papier. Das kommt bei den jungen Projektteilnehmern besonders gut an. Die Kinder diskutieren, welche Farbe zu welchem Gefühl passt und wie es wohl am besten gemalt werden könnte. Neben dem Erkennen der eigenen Gefühle soll auch selbstständige Kommunikation untereinander eingeübt werden: „Die Kinder sollen in ihren empathischen Fähigkeiten gestärkt werden“, sagt Prof. Nordhues.

Der Verein Mainkind engagiert sich zurzeit in elf Frankfurter Jugendeinrichtungen für von Armut betroffene Kinder. In Kooperation mit der Schulmediationswerkstatt soll den Kindern in den Einrichtungen vermittelt werden, ihre Gefühle auch zu zeigen, so Schellhase-Bender. In den Projektstunden stehen Kommunikationsthemen im Mittelpunkt. „Die Kinder sollen lernen, ihre Gefühle zu erkennen und benennen, weil ich nur so in der Lage bin, Konflikte nachhaltig zu lösen“, beschreibt Schweitzer das Ziel.

Weitere Projekte geplant

Die Idee zur Kooperation ging von Schweitzer und Nordhues aus. Sie seien auf Schellhase-Bender zugekommen und haben ihre Unterstützung angeboten. Der Kontakt kam schon vor einiger Zeit zustande. Schellhase-Bender und Schweitzer kennen sich seit ihrem Jura-Studium. Ein gemeinsames Projekt lag da nahe: „Mainkind ist eine tolle und unterstützenswerte Sache“, kommentieren die beiden Schulmediatoren die Idee zur Kooperation. Deshalb wollen sie Schellhase-Bender kostenlos mit ihrer Arbeit unterstützen.

Die Veranstaltung im Kinderhaus ist nur der Auftakt. In der Zukunft stehen ähnliche Projekte auch in anderen von Mainkind unterstützten Einrichtungen an. Die Themenschwerpunkte sollen dabei wechseln und an den Bedarfen der Einrichtungen orientiert sein. Das Ziel bleibt dabei jedoch immer, die Kommunikation zwischen den Kindern zu fördern.

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